<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248</id><updated>2011-09-16T18:46:21.872+02:00</updated><title type='text'>Zum Überleben ausgesetzt...</title><subtitle type='html'>&lt;center&gt;"Zum Überleben ausgesetzt / bis es dir das Herz zerfetzt."
&lt;br&gt;
Das sind zwei Zeilen aus einem Lied von ClickClickDecker, welches ganz gut skizziert wie ich das Leben sehe.
&lt;br&gt;
Schwermütigen Gedanken nachhängend, werde ich diese nun vielleicht mal von Zeit zu Zeit hier aufschreiben...&lt;br&gt;
... oder auch nicht.&lt;br&gt;
Auf jeden Fall wird sich hier Raum bieten für all die Hirnfürze und Erlebnisse meines Alltags die ich für erwähnenswert halte.&lt;br&gt;
Wir werden sehen.&lt;br&gt;
Oder nicht.&lt;/center&gt;</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>50</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-3669993834618186839</id><published>2011-07-26T01:36:00.001+02:00</published><updated>2011-07-26T01:39:43.482+02:00</updated><title type='text'>Von der Eitelkeit...</title><content type='html'>Die größte Schwäche des Menschen, ist die Eitelkeit. Keine andere Sünde bringt mehr Probleme. Sie ist eigentlich auch der Grund für alle anderen.&lt;br /&gt;Menschen versuchen geliebt zu werden. Oder zumindest gehasst. Hauptsache Aufmerksamkeit. Und wenn das nicht klappt, dann wenigstens Macht, um ihre Eitelkeit beziehungsweise Aufmerksamkeit zu befriedigen. Liebe, Hass und Macht - die Kinder der Eitelkeit.&lt;br /&gt;Und da Menschen dann leider auch noch Idioten sind, machen wir aus dieser Tragödie eine Komödie ohne Moral in der Geschichte und keinerlei Besserung in Aussicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das nennen wir dann am Ende unser Leben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-3669993834618186839?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/3669993834618186839/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2011/07/von-der-eitelkeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3669993834618186839'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3669993834618186839'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2011/07/von-der-eitelkeit.html' title='Von der Eitelkeit...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-2104812843326047918</id><published>2011-03-22T15:58:00.003+01:00</published><updated>2011-03-22T16:15:25.075+01:00</updated><title type='text'>Vom Egoismus, geliebt zu werden...</title><content type='html'>Zwei  Wochen ist es jetzt her. Seit dem fühl ich mich vollkommen allein. Niemand kann mir helfen. Dieses Gefühl nur auf Besuch zu sein, stellt sich wieder massiv bei mir ein. Und das ist grauenhaft. Ich hab tolle Feunde, ja. Aber auch die können mir nicht helfen. Denn jeder von denen ist mit sich selbst beschäftigt. Ich sitze derweil in meinem selbstgewählten Exil, am Studienort und grübel darüber was das alles noch für einen Sinn hat. Dieser Mensch, der diesen Blog eigentlich erst ins Leben gerufen hat (ohne das er es weiß), von dem hab ich jetzt seit mehr als 14 Tagen nichts mehr gehört. Weil ich das so will. Weil es mich nach und nach kaputt machen würde, würde ich ihm noch mehr meiner Zeit opfern. Oder Platz in meinen Gedanken einräumen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ich werde ihn dennoch nicht los. Er ist allgegenwärtig. Er ist das erste an das ich denke, wenn ich aufwache, meist das letzte, an das ich denke, bevor ich einschlafe und oft genug besucht er mich in meinen Träumen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich diesen Menschen vor knapp 2 Jahren kennen gelernt habe, da war ich dem Gedanken nahe, endlich das Ende meiner einsamen Odyssee angekommen zu sein. &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/08/vom-duft-der-heimat.html"&gt;Endlich hatte ich jemanden, der mich mal ernst nimmt.&lt;/a&gt; Für den ich vielleicht mehr bin, als nur ein Clown, inmitten der Manege. Selbst meine Freunde, nehmen mich oft genug nicht ernst. Nicht weil sie es böse meinen, sondern weil es ein Ausdruck ihrer Hilflosigkeit ist, wie mir scheint. Ich bin unheimlich schwierig, das weiß ich selbst. Ich bin auf eine Art und Weise anders, mit der man nur schwer umgehen kann.&lt;br /&gt;Als ich am Wochenende daheim war, dort wo ich herkomme, hab ich mich mit meinem besten Freund getroffen. Nur kurz. Aber wir haben uns seit einer gefühlten Ewigkeit nicht gesehen. Und da hab ich gemerkt, dass ich alt geworden bin. Sehr alt. Ich sehne mir die Tage herbei, als wir noch 16 waren und unsere Heimatstadt unsicher gemacht haben. Wir trafen uns auf ein Bier, seine Freundin war auch dabei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Freundin. Ein furchtbar nettes Mädchen. Ich kenne sie kaum. Aber ich muss Menschen auch nicht lange kennen, um zu wissen, was ich von ihnen zu halten habe (und was vielen Menschen Angst macht, wenn sie erkennen, dass ich sie erkenne). Und ich erkenne, dass diese Frau mit das Beste ist, was ihm passieren konnte. Ich muss nicht mehr auf ihn aufpassen. Nicht mehr für ihn da sein. Er hat jetzt jemanden der sich um ihn kümmert. Und er hat jemanden, um den er sich kümmern kann. Was er gern macht. Mit Liebe. Mit Hingabe. Etwas, das mir wohl auf diese Art vorenthalten bleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann ist da noch meine beste Freundin. Sie wird dieses Jahr noch heiraten. Ihren Freund, den ich für einen klasse Kerl halte. Jedes Mal, wenn ich die beiden zusammen erlebe, weiß ich, dass es richtig ist, dass die beiden zusammen sind. Dass ich mir nichts weiter für sie wünsche als dass sie mit ihm zusammen alt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese beiden Menschen, mein bester Freund und meine beste Freundin, das waren lange Zeit, die einzigen Menschen in meinem Leben, denen ich eine Bedeutung beigemessen habe. Trotzdem: sie konnten mich nie von dem Gefühl befreien, nur auf Besuch zu sein. Ich kann mit ihnen eigentlich über alles reden und ich weiß, dass ich mich zu hundert Prozent auf sie verlassen kann. Ohne zu zögern würde ich mein dummes kleines Leben für sie hergeben.  Ich mach nicht viel richtig in meinem Leben. Außer ein guter Freund zu sein. Darin bin ich vermutlich richtig gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber die beiden brauchen mich schon lange nicht mehr. Sie lassen mich an ihrem Leben teilhaben. Binden mich ein und sind für mich da, wenn ich sie brauche. Ohne zu zögern oder nach Ausreden zu suchen, warum sie jetzt nicht können. Sie können immer. Sie wollen immer. Aber das hilft mir nicht. Kein bisschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der jüngste Freund den ich habe, den kenn ich jetzt seit rund 1,5 Jahren. Auch hier fast das gleiche. Dieser Mensch ist mit seinem Leben beschäftigt und versucht trotzdem für mich da zu sein. Aber da ist so viel Stress in seinem Leben, der mir ein schlechtes Gewissen machen würde, wenn ich ihn von Dingen abhalte, bei denen er mir eh nicht helfen kann. Ich will auch nicht den Eindruck hinterlassen, mich nur im Selbstmitleid zu baden um den Bauch gepinselt zu bekommen. Denn Mitleid ist das letzte was ich will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem hab ich auf die meisten meiner Fragen oder Gedanken ohnehin schon ernüchternde Antworten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle drei eint, dass ich für sie nicht der Mittelpunkt dessen bin, was ihr Leben ausmacht. Was okay ist. So ist das eben mit Freunden. Meist agieren sie nur am Rand, aber sie sind da und lassen sich bereitwillig in alles mit reinziehen, wenn man sie braucht. Dennoch fühl ich mich auch von ihnen nicht ernst genommen. Genau wie vom Rest der Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da war dieser Mensch, den ich vor 2 Jahren kennen gelernt habe, der wie die Antwort wirkte. Als ich ihm das erste Mal tief in die Augen geschaut habe, da erkannte ich mich darin. Der gleiche tiefe Schmerz. Bei hm war das anders. Von ihm hab ich mich stellenweise ernst genommen gefühlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wache am Morgen mit Schmerzen auf und gehe am Abend damit ins Bett. Nicht nur seelischer Natur. Auch körperlich. Mein Körper fühlt sich schwer und verbraucht an. Ich schleppe mich jeden Tag durchs Leben und frag mich immer: „Wozu?“ Und finde keine Antwort. Weil es keine gibt. So ist das Leben wohl. Eine einzige Frage, nach dem Sinn. Ohne Antwort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich dann für andere da sein kann, dann weiß ich jedoch wieder, warum ich hier bin. Um das zu machen, was ich am besten kann. Ein guter Freund sein. Doch nach und nach, entwachsen dir deine Freunde und sind immer seltener auf deine Hilfe angewiesen. Du bleibst dann zurück und stellst fest, dass mit jedem mal, als du Hilfe geleistet hast, sie ein Stück mehr von dir gelöst hast, um ihnen dann am Ende dabei zuzusehen, wie sie ihr Leben jetzt ohne dich regeln. Was gut ist! Für sie. Für mich bleibt dann nur die Rolle des stillen Beobachters, um im Bedarfsfall wieder eingreifen zu können. Doch das ist eben immer seltener der Fall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allein war ich im Grunde schon immer. In meiner Familie war ich immer der Sonderling. Wenn auch ein geliebter Sonderling. Das weiß ich. Meine Freunde bezeichnen mich als Spinner oder Freak. Und lieben mich trotzdem. Auch das weiß ich.&lt;br /&gt;Aber wirklich verstanden werde ich von keinem. Hab ich den Eindruck. Ich bin ihnen trotzdem dankbar. Für alles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es verwundert auch kaum, dass sie mich nicht vollends ernst nehmen. Der Rest der Welt ist einfach zu normal. Daher erwartet man vermutlich nicht, dass jemand wirklich so ist, wie ich behaupte zu sein. Meine Eigenheiten, die zu Tage treten, werden wohl oft als eine Art von Attitüde verstanden, die dazu dient, bei den Leuten besser anzukommen (dabei ist das das Letzte was ich will - mich bei anderen gut stellen).  Aber wenn ich dann sage, dass ich den und das nicht mag, diesen Menschen für einen Idioten halte und diesen Menschen für einen schlechten Menschen (obwohl alle anderen ihn so toll finden), dann meine ich das auch so. Doch viele Menschen, sagen das gleiche wie ich. Aber sie meinen es dann nicht so. &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/09/von-leuten-die-mir-das-leben-schwer.html"&gt;Das macht es mir nur noch schwerer, mich verstanden zu fühlen.&lt;/a&gt; Für die meisten erweckt es oft den Eindruck, ich bin einfach dagegen, weil alle anderen dafür sind. Ich muss immer dagegen sein. Weil das so im Trend liegt. Dabei bin ich einfach aus tiefster Seele dagegen bzw. von meiner Ansicht überzeugt. Weil ich es eben besser weißt. Ich hab zwar selten einen großen Plan im Hinterkopf, aber immer eine tieferen Sinn hinter meiner Einstellung oder meinem Gebaren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich mache oder sage, ist durchdacht. Auch wenn es mal eine Handlung im Affekt zu sein scheint. Ich handele nicht unüberlegt oder sage etwas, dass ich nicht zu 100% so meine. Und da ist oft eine Weltanschauung dabei, mit der niemand etwas anfangen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und daher mein Gefühl nur auf Besuch zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann mit dieser Welt nichts anfangen. Nicht im Geringsten. Sie überrascht mich nicht, hält keine Wunder für mich bereit und ist alles in allem ziemlich unterwältigend. Wozu dann also noch einen Fuß vor den anderen setzen?&lt;br /&gt;Eben. Weil alles andere ja auch keine Lösung ist. Jedenfalls keine die zufrieden stellt. Leben heißt Leiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Mensch, den ich vor 2 Jahren aber kennen gelernt habe, der hat mir dieses Leiden erträglicher gemacht. Der war dabei mich zu retten. Vor mir selbst. Vor meinem heimlichen Begleiter. Dieser heimliche Begleiter ist es nämlich, der mir jeden Tag so anstrengend macht. Er ist der einzige, der mich so nimmt, wie ich bin. Komplett. Vielleicht der einzige, der mich wirklich liebt für alles was ich denke, für alles was ich tue. Aber dieser Begleiter, der würde mich, würde ich ihn zulassen, davon abhalten, für meine Freunde, ein guter Freund zu sein. Dieser Begleiter verlangt im Grunde jeden Tag aufs Neue von mir, dass ich rebelliere. Gegen alles und jeden. Zwar mit Sinn und Verstand, doch vollkommen destruktiv. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er kann mit dieser Welt genauso wenig anfangen, wie ich. Und deshalb will er sie in Brand setzen und zerschlagen. In der Hoffnung, dass aus diesen Trümmern dann irgendwas besseres entsteht. Etwas kaputt machen, damit es größer wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch das will ich eigentlich nicht. Ich will einfach nur meinen Frieden machen können mit dieser Welt. Diesen Schmerz hinter mir lassen, nach vorne blicken und sich nicht mit Fragen beschäftigen müssen, auf die es keine Antwort gibt. Jedenfalls keine Antworten, die nicht zu neuen Fragen führen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne meine Freunde, hätte ich schon längst auf diesen Begleiter gehört. Aber meine Freunde können nicht immer für mich da sein und mich auch nicht retten.&lt;br /&gt;Ich will nur gerettet werden. Vor ihm, meinem Begleiter. Der allgegenwärtig ist und den zu ignorieren, sehr viel Kraft kostet. Ich will wieder diese Antwort vor mir haben, wie vor zwei Jahren. Es diesmal besser machen. Ich will ernst genommen werden.&lt;br /&gt;Ich will einfach nur glücklich sein, mit dem Wissen, dass ich für jemanden der wichtigste Mensch auf Erden bin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klingt furchtbar egoistisch, nicht wahr?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber 25 Jahre des Alleinseins (mit ein paar Unterbrechungen aufgrund von ihr) sind doch wohl ein guter Grund, mal ein bisschen Egoismus an den Tag zu legen, oder?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-2104812843326047918?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/2104812843326047918/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2011/03/vom-egoismus-geliebt-zu-werden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/2104812843326047918'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/2104812843326047918'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2011/03/vom-egoismus-geliebt-zu-werden.html' title='Vom Egoismus, geliebt zu werden...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-3973916957084859592</id><published>2010-12-13T07:51:00.003+01:00</published><updated>2010-12-13T14:04:14.686+01:00</updated><title type='text'>Vom pefekten Wochenende...</title><content type='html'>Wenn man schläft, wer sagt einem dann eigentlich, dass man alles, was sich bis dahin im Kopf angesammelt hat, auch wirklich erlebt hat? Wie unterscheidet man noch zwischen Traum und Wirklichkeit, wenn alles was einem bleibt die Erinnerung ist, die nach und nach verblasst. &lt;br /&gt;So wie es Träume eben auch tun?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das perfekte Wochenende beginnt nicht an einem Samstag. Auch nicht an einem Freitag. Es beginnt bereits an einem Donnerstag. &lt;br /&gt;Du kommst von der Universität nach Hause. Es ist schon dunkel draußen. Der Schnee liegt dick und frostig zu deinen Füssen und verheißt die Ankunft des Winters. Als du den Schlüssel im Schloss rumdrehst, hörst du Stimmen die von einem Lachen unterlegt sind. &lt;br /&gt;Der Mitbewohner hat seine Freundin zu Besuch und der Nachbar von unten drunter hat Wein mitgebracht, um es sich auf eurer Couch gemütlich zu machen. Du gibst ein "Hey" in die Runde und bekommst, noch ehe du dich deiner Jacke entledigt hast, ein Glas Rotwein in die Hand gedrückt. Du hast aber nicht viel Zeit. Heute Abend ist noch ein Termin auf den du nicht so wirklich Lust hast. Aber auch nur, weil du gleich wieder raus in die Kälte musst. Lieber würdest du hier sitzen bleiben und Wein trinken.&lt;br /&gt;Du haust dich nochmal für eine Stunde aufs Ohr, sagst du den anderen. Weil du todmüde bist und nicht vollkommen verschlafen beim Tanzkurs, dem anstehenden Termin, auftauchen willst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du wachst auf. Versuchst dich zu erinnern.&lt;br /&gt;Tanzkurs. Auf geht’s. Den Tanzkurs besuchst du ohnehin nur aus einem speziellen Grund, den du deiner Tanzpartnerin aber vorenthältst. Du überbrückst die Zeit beim Tanzen mit ein bisschen blödsinnigem Gerede und ehe du dich versiehst stehst du mit Bekannten in der Kneipe am Campus, weil es nach dem Tanzkurs noch zur alldonnerstäglichen Studentenfeier in der Campuskneipe geht.&lt;br /&gt;Du führst an diesem Abend manch sinnloses Gespräch mit manch noch sinnloserem Menschen. Du feuerst deine üblichen Rauchbomben ab, um für Verwirrung zu sorgen, was deine Person betrifft.&lt;br /&gt;Hier am Studienort, da kennt dich niemand wirklich und jeder denkt sich etwas anderes. Meist das, was du sie in dem Moment wissen lassen willst, damit das passiert, was dir gerade weiterhilft. So ist es auch wieder an diesem Abend. Du erfährst mal wieder mehr über andere als diesen wohl Recht sein kann. Vor allem werden sie es vermutlich am nächsten Morgen schon wieder vergessen haben, dass sie dir Rede und Antwort standen. Du hingegen nicht. Bei dir findet das alles wohlsortiert seinen Platz in deinem Hinterstübchen. Diese Schwäche des Menschen, dass er immer und überall jemand sucht, den er an seinem Leben teilhaben lassen kann, die nutzt du nur Zugern aus. Ohne dabei aber als Freund aufzutreten. Die Leute erzählen dir sogar dann noch alles, wenn du fünf Minuten vorher noch garstig zu ihnen warst. Die wollen einfach reden. Immerzu reden. Am liebsten über sich selbst. Denn jeder ist sich selbst der Nächste.&lt;br /&gt;Als du schließlich an diesem Donnerstag betrunken einschläfst ist das Letzte an das du dich erinnerst, die Frau im Bett, die dich zutextet. &lt;br /&gt;Sie wollen einfach immer reden. Über alles. Und jeden. Meist über sich selbst. Du hörst meistens zu und hältst ihnen dann ihre Fehler vor, in der Hoffnung, dass sie irgendwann weniger reden. Doch das tun sie nicht. Menschen sind eben unverbesserlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du wachst auf. Versuchst dich zu erinnern.&lt;br /&gt;Niemand ist bei dir. Worüber du nicht böse bist. Du hast lange geschlafen an diesem Freitag und von Dingen geträumt die dir viel zu weit weg erscheinen, als dass du ihnen bei klarem Verstand Platz bieten würdest. So ist das erste was dein gemartertes Hirn von sich gibt eine Schnapsidee, die du bis zur nächsten Begegnung mit der Person, die die Idee betrifft, nicht mehr los wirst.&lt;br /&gt;Du checkst im Laufe des Tages den Plan für deine Schnapsidee und deine Mails. Deine Tanzpartnerin hat dir geschrieben. Sie ist vergeblich auf der Suche nach Freundschaft und fragt sogar, ob du nicht Lust hättest sie auf den Weihnachtsball an eurer Hochschule zu begleiten. Immerhin besucht ihr ja auch zusammen denselben Tanzkurs, den man extra dafür veranstaltet. &lt;br /&gt;Doch du bleibst hart. Hast nicht das geringste Interesse an einer Freundschaft mit dieser Person. Du gibst ihr zu verstehen, dass du keinerlei Verpflichtungen eingehen möchtest und es für dich auch nur um das gemeinsame Tanzen im Kurs geht. Es geht dabei noch nicht mal um das Tanzen mit ihr. Du würdest auch mit jeder anderen tanzen um deine Kenntnisse nochmal aufzufrischen. Das hattest du ihr schon einmal gesagt. Wie egal sie dir ist. Aber es ist wohl nichts davon hängen geblieben. Für den Ball hast du vor jemand anderen zu fragen, sagst du ihr.&lt;br /&gt;Entweder mit diesem Menschen oder gar keinem. &lt;br /&gt;Denn du kannst dankend darauf verzichten allen anderen dabei zuzusehen, wie sie ihre Geschlechtsteile übers Tanzparkett jagen, wenn dir niemand zur Seite steht, mit dem du dich darüber lustig machen kannst. Einen ganzen Abend Heuchelei zu ertragen, bei dem jeder so tut, als sei er wegen der Veranstaltung selbst da, aber stattdessen nur darauf aus sein wird, nicht allein nach Hause zu müssen, das braucht einen starken Verbündeten an deiner Seite, davon bist du überzeugt. Denn du willst an diesem Abend nicht mit den Leuten reden müssen, um dir ihre Geschichten anzuhören, wenn jeder nett und freundlich zueinander ist und alle nur „hihi“ und „Ach, siehst du aber toll aus“, machen. Außerdem muss man sich die ganzen Pärchen nicht geben. Die sind zwar in den meisten Fällen nur Tanzpaare, aber das macht die Sache nicht besser. Eigentlich nur noch schlimmer.&lt;br /&gt;Dann fragst du lieber diesen einen Menschen, deinen Favoriten, ob er mit dir hingeht. Ihr würdet euch den ganzen Abend entweder vergnügt in eine Ecke setzen und über den Rest der Welt lachen oder eben hier und da das Tanzbein schwingen um das Ganze mit ein bisschen Alkohol abzurunden. Davon bist du überzeugt.&lt;br /&gt;Und das sie, deine Tanzpartnerin, ganz bestimmt nicht dieser Mensch ist, davon bist du noch viel überzeugter. Eher noch im Gegenteil. Mit ihr an deiner Seite, wärst du zu einem Abend stundenlanger Heuchelei gezwungen. Müsstest dir Dinge anhören die dich nicht interessieren und die dir nicht weiterhelfen. Nachdem du ihr das alles aufgeschrieben hast, geht’s dir besser.&lt;br /&gt;Jetzt da es ihr schlecht geht, weil du wie in einem Amoklauf mit der Wahrheit um dich geschossen hast, fühlst du dich gut.&lt;br /&gt;Das Leid anderer gereicht uns immer irgendwie zum Vorteil. Auch wenn wir uns das nicht eingestehen wollen.&lt;br /&gt;Du setzt Wahrheit und Lüge unterschiedlich ein. Die Wahrheit schwingst du meist wie einen schweren Hammer, der immer dann niederfährt, wenn dir gerade danach ist, jemanden in deiner Gegenwart auf Distanz zu halten. Die Lüge hingegen ist das schmeichlerische Gegenteil. Sie ist weniger hässlich und bringt die Menschen einander näher. Lügen sind meist die Zukunft einer jeden unaufrichtigen Beziehung zwischen zwei Menschen, in der jeder nur seinen Vorteil sucht. So wie sie jeden Tag zu Millionen geknüpft werden.&lt;br /&gt;Aber wenn man die Wahrheit einsetzt um sich einem anderen Menschen näher zu bringen, dann hält das besser als jede Lüge der Welt.&lt;br /&gt;Mit einer guten Lüge kann man zwar alles erreichen aber nichts was einen glücklich macht. Will man wirklich glücklich mit anderen Menschen werden, dann bleibt einem nur die Ehrlichkeit. Aber insofern man seinen Gegenüber nicht gerade irgendwie liebt, dient die Wahrheit dann meist nur dazu um zu verletzen. Und darin bist du sehr gut. Denn die meisten Menschen sind dir ohnehin egal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du wachst auf. Versuchst dich zu erinnern.&lt;br /&gt;Es ist Samstag. Samstag fährst du endlich heim. Mitbewohner und Freundin sind schon gestern nach Hause. Du bist ganz allein als du aufwachst. So wie du es meistens bist. Egal ob du gerade aufwachst, schlafen gehst oder sonst was machst. Allein bist du.&lt;br /&gt;Du packst deine Sachen, stapfst durch den tauenden Schnee und freust dich einfach nur darauf, endlich wieder die Menschen zu treffen, die dir so unheimlich gut tun. Als du am Bahnhof auf den Zug wartest, pfeift der Wind dir um die Ohren, das in der Nachbarschaft befindliche Kraftwerk brummt monoton vor sich hin, die Autobahn in der Nähe rauscht unaufhörlich und alles ist nass und kalt und überhaupt einfach nur eklig. Hier sterben die Erwartungen massenweise. So fühlt es sich an, an diesem trostlosen Ort der Weltgeschichte, der so abseits liegt, dass du dich jedes Mal, wenn du wieder hierher zurück kehrst, dafür verfluchst, dass du ihn überhaupt aufgesucht hast. Eigentlich willst du hier noch nicht mal tot über dem Gartenzaun liegen. Aber bald ist es ja geschafft, dann kommst du hier dauerhaft weg und dann wird es nichts geben, was dich hierher zurück bringt. Gar nichts.&lt;br /&gt;Wenn du später aus dem Zug aussteigst und diese leicht modrige Stadtluft, bestehend aus Autoabgasen, Müll und viel zu vielen Menschen, dir am Bahnhof deiner Heimatstadt entgegenschlägt, fühlst du dich mit einem Mal wohler als du es an deinem Studienort jemals sein könntest. Hier kann man es aushalten. Mehr als das: hier lebt man auf. Du zumindest.&lt;br /&gt;Du stellst dein Gepäck im Elternhaus ab und wartest auf den Abend. Über die Fußballspiele im Nachmittagsprogramm schläfst du ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du wachst auf. Versuchst dich zu erinnern.&lt;br /&gt;Viel passiert an diesem Wochenende nicht mehr. Denkst du. &lt;br /&gt;Du triffst dich mit deiner kleinen Schwester, die dich zum Essen eingeladen hat. Sie wohnt schon lange nicht mehr daheim, genau wie du. Sie lebt seit Jahren mit ihrem Freund zusammen. &lt;br /&gt;Du lebst einfach seit Jahren nicht mehr zuhause.&lt;br /&gt;Du erzählst ihr alles, wofür du die letzten Wochen zu faul zum Schreiben warst. Und das ist viel. Nebenbei ist dein Handy ständig gefragt, weil du dir mit ihr, deiner Nummer 1, ein paar SMS hin und her schreibst. Sie arbeitet im Moment aber hat vielleicht später noch Zeit.&lt;br /&gt;Du erzählst deiner kleinen Schwester auch von der Sache mit der Tanzpartnerin. Deine Schwester lacht nur, schüttelt den Kopf und meint, dass du vielleicht noch deutlicher werden musst, damit sie es endlich kapiert.&lt;br /&gt;„Ja, vielleicht“, sagst du. Keine Anklage ihrerseits. Stattdessen wirst du auch noch bestärkt in deinem Verhalten. Also wirst du das vermutlich, mit der Rückendeckung, die du jetzt hast, auch beim nächsten Mal tun.&lt;br /&gt;Als ihr euch voneinander verabschiedet ist es noch früh genug um auch noch deinen kleinen Bruder besuchen zu gehen. Ihr trinkt ein, zwei Bier, quatscht ein bisschen dummes Zeug. Mit seiner Freundin ist immer noch alles bestens. Er wohnt auch schon lange nicht mehr zuhause. Lebt sein eigenes Leben. Weitestgehend. Noch einer weniger, der deine Hilfe braucht. Im Grunde bist du vollkommen überflüssig. Die beiden leben ihr Leben zur Not auch ohne dich, wollen dich aber so gut es geht daran teilhaben lassen. Aber wenn du mal nicht mehr bist, dann drehen sich ihre Welten weiter, davon bist du überzeugt.&lt;br /&gt;Du erzählst auch deinem kleinen Bruder alles Mögliche an Neuigkeiten. Ihr tauscht den aktuellsten Klatsch und Tratsch aus. Auch er bestärkt dich noch einmal darin, deiner Tanzpartnerin ruhig noch deutlicher zu sagen, dass du keinerlei Interesse an einer wie auch immer gearteten Beziehung hast, die über das Tanzen hinausgeht.&lt;br /&gt;Und dich nennen sie das Arschloch, denkst du dir, während deine beiden besten Freunde, dein Bruder und deine Schwester, dir ein sanftmütiges Zeugnis ausstellen.&lt;br /&gt;Dein Handy brummt wieder. Es ist Nummer 1. Sie schreibt, sie hat in einer halben Stunde Feierabend. Man könnte sich ja noch treffen. &lt;br /&gt;Du sagst deinem kleinen Bruder, dass du dann jetzt los musst. Du würdest dich wieder melden, wenn du in der Stadt bist. Der Rest des Abschieds ist der Gleiche, wie der mit deiner Schwester. &lt;br /&gt;Er soll auf sich aufpassen und wenn was ist, dann soll er sich melden.&lt;br /&gt;Doch er wird sich nicht melden. Denn es wird nichts sein, wofür er deiner Hilfe Bedarf. Genauso wenig, wie sie sich melden wird. Beide leben halt ihr Leben. Du kommst darin zwar vor, doch du bist darin nicht so wichtig. Du machst ihnen das auch nicht zum Vorwurf, sondern unterstützt sie darin auch noch. Immerhin haben beide ihren Partner und davon abgesehen ist es ja auch nicht so als könntest du nicht mit allem was dich bedrückt zu ihnen gehen.&lt;br /&gt;Wenn was ist, dann sind sie für dich da, das haben sie schon mehr als einmal bewiesen.&lt;br /&gt;Du und Nummer 1, ihr habt euch für einen kleinen Spaziergang verabredet. Einfach ein bisschen spazieren gehen. Das könnt ihr zwei am besten. Es ist eigentlich scheißkalt und nass, aber das stört euch beide nicht. Ihr wandert einmal von ihrer Haustür zum McDonald’s und wieder zurück. An eurem Zwischenstopp gibt’s zwei Kakao und sie ist fast ununterbrochen am Reden. &lt;br /&gt;Wie alle anderen Menschen auch, erzählt sie am liebsten über sich. Doch ihr hörst du gerne dabei zu. Du versuchst dir alles zu merken, machst Anmerkungen und erhebst Einwände. Du kannst dir aber unmöglich alles merken, was sie sagt. Dafür ist es einfach viel zu viel. &lt;br /&gt;Ihr habt euch länger nicht mehr gesehen oder richtig gesprochen, deshalb ist auch noch genug Gesprächsstoff für den langen Rückweg übrig. Schließlich kommst du auch in Fahrt und erzählst ihr, was es neues gibt. So sehr wie gegenüber Bruder und Schwester gehst du nichts ins Detail. Alles muss sie nicht wissen, doch du bleibst so ehrlich wie möglich. Nur hin und wieder, da verschweigst du was.&lt;br /&gt;Schließlich steht ihr bei ihr vor der Haustür. Es ist schon spät. Du wolltest schon seit zwei Stunden im Bett sein. Morgen musst du unheimlich früh zurück fahren, weil du mittags noch einen Termin am Studienort hast, bei dem sich andere auf dich verlassen.&lt;br /&gt;Sie fragt, ob du noch mit rauf kommen willst, die Bilder von dem letzten Wochenendtrip gucken. Dein Herz sagt ja, dein Kopf sagt nein. Deine Zunge entscheidet sich für die Botschaft aus dem Herz. Schlafen kannst du auch noch, wenn du tot bist, denkst du dir.&lt;br /&gt;Oben angekommen sagt sie, dass du in den Keller gehen sollst, Wein holen. Sie zieht sich in der Zeit etwas Bequemeres an. Als du wieder oben ankommst, steht sie in grauen Schlabberklamotten vor dir. Die pinken Streifen auf ihrer Jogginghose wirken auffällig, jedoch nicht so auffällig, wie ihre Zahnpastaflecken auf dem grauen Oberteil, das ihr über die eine Schulter hängt. Mit der Zahnbürste im Mund steht sie im Flur.&lt;br /&gt;„Warum putzt du dir die Zähne?“, fragst du, auf die Weinflaschen in deiner Hand zeigend.&lt;br /&gt;„Ich hab vergessen, dass du da bist“, sagt sie zahnpastaschäumend, „und dachte ich wollte mich bettfertig machen, nachdem ich schon mal meinen Schlafanzug anhabe.“&lt;br /&gt;Du schüttelst grinsend den Kopf. Ein Mensch, der schusseliger ist als sie, den kennst du nicht.&lt;br /&gt;„Geh schon mal in mein Zimmer, ich komm gleich.“&lt;br /&gt;Gesagt, getan.&lt;br /&gt;Ihr Kater schleicht um dich herum, während du ihr Bücherregal begutachtest und wahllos das ein oder andere Buch durchblätterst. Sie schiebt eine DVD in den Player und fängt schließlich an dir Bilder zu zeigen. Zu jedem Bild hat sie wieder eine kleine Geschichte parat, der du versuchst so gut es geht zu folgen. Du machst wieder Anmerkungen und erzählst ebenfalls Geschichten und irgendwann werden die Bilder immer nebensächlicher.&lt;br /&gt;„Was machst du an Silvester“, fragst du sie. Deine Schnapsidee will endlich raus.&lt;br /&gt;„Wahrscheinlich arbeiten, wie jedes Jahr. Warum?“&lt;br /&gt;„Du kannst nicht irgendwie tauschen, oder so?“&lt;br /&gt;„Ich glaube nicht, dass ich jemanden für Silvester finde. Warum denn?“&lt;br /&gt;„Wir hätten nach Paris fahren können.“ &lt;br /&gt;Du erzählst ihr von deiner Idee. Hattest alles schon genau geplant und ausgearbeitet. Am Ende ist sie fast beleidigt, weil es nicht funktionieren wird und du ihr jetzt den Floh ins Ohr gesetzt hast. Für den Ball hat sie auch keine Zeit. Da muss sie auch arbeiten. Auch wenn sie sich das spaßig vorgestellt hätte. Mit Ballkleid, ein bisschen tanzen und viel trinken.&lt;br /&gt;Sie drückt dir irgendwann die Fernbedienung in die Hand und sagt, du müsstest jetzt immer die Bilder weiterschalten, weil sie sich ja schon die ganze Zeit verausgabt, ständig die passende Geschichte dazu zu erzählen.&lt;br /&gt;Sie lehnt sich zurück und während ihr versucht den Wein leer zu machen und immer betrunkener werdet, erzählt sie immer noch genug zu jedem Bild, so dass ihr beide nicht merkt, wie ihr irgendwann eingeschlafen seid.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du wachst auf. Versuchst dich zu erinnern.&lt;br /&gt;Irgendwas bohrt sich gerade in deinen Bauch. Du guckst an dir runter. Es ist so hell draußen, dass es viel zu spät ist um heute noch pünktlich zu deinem Termin zu kommen. &lt;br /&gt;Dein erster Gedanke ist: du bist nicht dort, wo du sein solltest. &lt;br /&gt;Dein zweiter Gedanke ist: du bist genau da, wo du sein willst. &lt;br /&gt;Scheiß auf den Rest der Welt. Der ist hier noch viel weniger von Bedeutung als er es schon im Normalfall ist. Du bist bei ihr. Das entspannt dich mehr als alles andere.&lt;br /&gt;Dir steigt &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/08/vom-duft-der-heimat.html"&gt;dieser angenehme Duft&lt;/a&gt; in die Nase, den du über alles andere liebst.&lt;br /&gt;Neben dem Arm auf deiner Brust tappst ihr Kater auf deinem Bauch rum und versucht es sich gemütlich zu machen. Der Arm gehört Nummer 1. Wenn man genau hinhört, kann man sie ein bisschen schnarchen hören. Allerdings wirklich nur ein kleines bisschen. Muss am Wein liegen, denkst du dir, ehe du feststellst, dass es mit zu den angenehmsten Geräuschen gehört, die du dir vorstellen kannst. &lt;br /&gt;Du versuchst ihre Zahnpastaflecken auf dem Shirt zu zählen, kommst aber nicht weit, weil das Meiste von ihr unter der Decke liegt unter der du ebenfalls liegst. Du hast deine Klamotten noch an und sie muss dich zugedeckt haben.&lt;br /&gt;Du richtest dich auf. Willst möglichst geräuschlos gehen. Sie wacht auf und guckt dich an.&lt;br /&gt;„Wie viel Uhr?“, will sie verschlafen wissen.&lt;br /&gt;Du guckst selbst das erste Mal nach. Es ist kurz nach neun. Eigentlich wolltest du schon auf der Rückfahrt in den Studienort sein. Du hast vielleicht vier Stunden geschlafen. Viel zu wenig, wenn man den Kater mit einrechnet, den du vom Wein hast.&lt;br /&gt;„Das ist ja viel zu früh“, gähnt sie dich an.&lt;br /&gt;„Ich muss trotzdem gehen“, sagst du leise.&lt;br /&gt;Sie winkt dir müde zu, sagt dir, dass man sich nächstes Wochenende sieht, wenn du wieder da bist und du machst dich auf zum alten Elternhaus, wo du eigentlich übernachten wolltest, packst deine Sachen und versuchst die Rückreise anzutreten. Doch es ist Sonntag. Es wird zur Tortur. Busse und Züge machen nicht das was sie sollen. Dein Termin für heute ist sowas von in die Hose gegangen. Aber dir ist das egal. &lt;br /&gt;Irgendwann sitzt du im Zug. Du nickst kurz ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du wachst auf. Versuchst dich zu erinnern.&lt;br /&gt;Draußen ist es schon wieder dunkel. Der Zug zuckelt gemütlich durch die Landschaft, draußen regnet es. Du kannst draußen nichts erkennen, nur die Regentropfen die sich ein Wettrennen an der Scheibe liefern.&lt;br /&gt;Du versuchst dich zu erinnern.&lt;br /&gt;War ja eigentlich ein fast perfektes Wochenende.&lt;br /&gt;Oder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als du später am Bahnhof aussteigst, ist von diesem Wochenende irgendwie nichts übrig. Außer Erinnerungen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-3973916957084859592?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/3973916957084859592/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/12/vom-pefekten-wochenende.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3973916957084859592'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3973916957084859592'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/12/vom-pefekten-wochenende.html' title='Vom pefekten Wochenende...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-8144334428432822027</id><published>2010-12-12T20:25:00.002+01:00</published><updated>2010-12-12T20:33:14.360+01:00</updated><title type='text'>Von Fiktion und Realität...</title><content type='html'>Das Eine bedingt das Andere. Ohne die Fiktion, ohne das Träumen, ist die Realität nichts wert und andersrum genauso. So verhält sich das auch mit den Kurzgeschichten die ich bisweilen hier so reinschreibe. Nicht alles darin ist mir so passiert aber alles basiert auf einer wahren Begebenheit und geht auf echte Menschen zurück. Manchmal dichte ich was hinzu, damit ich was aufschreiben kann, das mir auf dem Herzen liegt, manchmal lasse ich unwichtiges weg und hin und wieder schreib ich die Geschichte so um, wie sie mir richtig erscheint ohne auch nur den geringsten Wert auf Objektivität zu legen. Dann wird aus einem Hund eine Katze oder der gute Freund wird durch einen flüchtigen Bekannten in der Geschichte vertreten.&lt;br /&gt;Gemein ist allen, dass sie mir wichtig sind und irgendwas zum Ausdruck bringen oder von etwas berichten, dass mir so passiert ist und worüber mein Kopf beim Grübeln verrückt wird. &lt;br /&gt;Das bedeutet, ob nun letztlich Realität oder Fiktion: es betrifft mich zu 100%.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was nun letztlich Fiktion und was Realität ist, das muss der Leser mit sich selbst ausmachen. Ich ebenso.&lt;br /&gt;Und manchmal wünscht ich mir, Fiktion wäre Realität und Realität wäre Fiktion. Aber das bleibt in diesem Blog unwichtig.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-8144334428432822027?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/8144334428432822027/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/12/von-fiktion-und-realitat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/8144334428432822027'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/8144334428432822027'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/12/von-fiktion-und-realitat.html' title='Von Fiktion und Realität...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-2721066469231571801</id><published>2010-12-11T17:59:00.002+01:00</published><updated>2010-12-11T18:07:20.684+01:00</updated><title type='text'>Vom Rad der Zeit...</title><content type='html'>Stehen bleiben. Loslassen. Die Gegenwart an sich vorüber ziehen lassen. Der Zukunft hinterher blicken und in der Vergangenheit verweilen. Wenn es nur so einfach wäre. &lt;br /&gt;Doch das Rad der Zeit dreht sich unermüdlich weiter und reißt jeden mit. Die, die sich trotzdem versuchen zu erwehren, gehen früher oder später daran kaputt, geben sie nicht vorher auf.&lt;br /&gt;Doch dir kann's egal sein. Denn es zerreißt dich so oder so, wenn du daran denkst, dass du sie nie wieder so halten können wirst, wie du es einst getan hast.&lt;br /&gt;Bleibst du also stehen oder gehst doch weiter; dein Herz verweilt an diesem Ort der Zeit, während der Rest leblos mitgerissen wird. So bleibt die Zeit das was dich am Ende auffrisst und in den Wahnsinn treibt, welcher dich anspornen wird immer mehr zu unternehmen, in dem vergeblichen Versuch das Rad der Zeit wieder zurück zu drehen und sie wieder so in die Arme zu schließen wie dein Herz sich nichts sehnlicher wünscht.&lt;br /&gt;Denn alles andere würde dein Herz aufgeben, selbst dich, den es alleine weiterziehen lassen will, wenn nicht irgendwer sich bereit erklärt es in die Gegenwart zurück zu holen und dich wieder vervollständigt. Am besten sie persönlich.&lt;br /&gt;Bis dahin bleibst du rastlos und zerissen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-2721066469231571801?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/2721066469231571801/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/12/vom-rad-der-zeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/2721066469231571801'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/2721066469231571801'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/12/vom-rad-der-zeit.html' title='Vom Rad der Zeit...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-4283268408004642782</id><published>2010-10-25T18:35:00.003+02:00</published><updated>2010-10-25T18:45:28.854+02:00</updated><title type='text'>Von Befreiung...</title><content type='html'>Das wird mein vorerst letzter persönlicher Eintrag in diesem Blog werden. Denn ich habe nichts mehr zu sagen, glaub ich. Die meisten meiner Gedanken trieben sich irgendwie ohnehin immer um einen Menschen. Doch wenn ich mal objektiv genug bin, dann muss ich wohl feststellen, dass wir voneinander doch sehr weit entfernt sind. Ich hatte diese Erkenntnis schon einmal, doch nachdem man sich dann wiedergesehen hatte, war ich dem ganzen Umstand wieder verfallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sich zu lösen, loszulassen, ist nicht so einfach.&lt;br /&gt;Lieben bedeutet wohl vor allem das. Nicht loslassen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ich habe &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/08/vom-duft-der-heimat.html"&gt;irgendwie&lt;/a&gt; &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/07/vom-letzten-gedanken.html"&gt;alles&lt;/a&gt; &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/06/memory-ii.html"&gt;zu dem Thema&lt;/a&gt; &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/06/vom-tanz-am-abgrund.html"&gt;auf die eine&lt;/a&gt; &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/05/vom-wink-mit-dem-zaunpfahl.html"&gt;oder andere Weise&lt;/a&gt; bereits geschrieben. Und letztlich wurde dieser Blog aus dem Impuls heraus geboren hin und wieder mal in mir aufzuräumen. Das meiste Chaos in mir hat sie verursacht. Nicht immer auf angenehme Art.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich bin ich auch kein Mensch der sich an andere auf irgendeine Art bindet. Denn jede Art von Bindung schränkt ein. Bedauerlicherweise ist das wohl einer unserer Urinstinkte, immer auf der Suche nach etwas zu sein, dass uns letztlich einschränkt. Und diese Einschränkung kann ja auch angenehmer Natur sein, wenn man zufrieden mit den abgesteckten Grenzen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber mit dieser Einschränkung ist jetzt Schluss. Wenn ich es ihr nicht wert bin, dann soll es halt nicht sein. Und hey, man kann niemandem einen Vorwurf machen, dass er einen nicht liebt. Vielleicht hat sie ja auch Recht, wenn sie behauptet, dass wir nicht zusammen passen. Glaub ich zwar nicht, aber muss ich ja auch nicht.&lt;br /&gt;Ob wir ganz normal miteinander befreundet sein können, weiß ich nicht. Denn wir meiden bereits jetzt Themen (vor allem wohl ich), damit wir nicht irgendetwas erfahren, was uns vielleicht nicht passt.&lt;br /&gt;Am Wochenende werde ich sie wohl wiedersehen, dann bin ich wieder in der Heimat. Mal schauen wie es wird und mit was für einem Gefühl ich sie dann wieder verlasse. Aber in mir macht sich wieder diese Ödnis breit, die ich abgeschüttelt vermutete, nachdem ich sie kennen gelernt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe ist ja leider nichts anderes, als tonnenweise Süßkram in sich rein zustopfen. Es macht dich glücklich und dick. Nicht erwiderte Liebe hingegen macht unglücklich und verursacht Stimmungsschwankungen. Davon hab ich erst einmal genug, ehrlich gesagt. Zudem ist das mit der Liebe und Schmerzen ähnlich. Hat beides viel mit Willenskraft zu tun. Vielleicht ist das der passende Zeitpunkt um mir mein Herz, welches ich ihr geschenkt hatte, zurückzuholen. Keine Ahnung.&lt;br /&gt;Aber ich wird‘s wohl versuchen und dann erst einmal für mich behalten. Der nächste der es will, der muss es sich dann schon stehlen. Vielleicht stiehlt sie es ja auch. Ist auf jeden Fall die bessere Alternative als es herzu schenken. Denn erstaunlicherweise bin ich ein wirklich guter Menschenkenner. Nur beim Verlieben, da versage ich immer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Grunde ist das hier auch nur eine konsequente Herangehensweise an die Sache mit dem &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/09/vom-weg-zum-nullpunkt.html"&gt;Nullpunkt&lt;/a&gt;. Abhängigkeiten beenden. Nachteil ist halt, dass man aufgrund von sehr viel Freiraum viel zu viel Raum hat, den man allein nicht gefüllt bekommt… und das macht einsam.&lt;br /&gt;Dabei würde ich eigentlich einfach nur gerne irgendwie gerettet werden. Oder retten dürfen. Am liebsten beides. Es ist alternativlos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt werde auf uns beide trinken. Auf diesen unerfüllten Traum. Auf diese trostlose Welt. Auf den Rückschritt. Auf neuen Anlauf. Auf die Menschheit. Auf das Leben an sich.&lt;br /&gt;Auf die gute alte Zeit.&lt;br /&gt;Und vor allem auf mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ihr da draußen: erzählt mir nix über die Liebe. Ich weiß alles darüber, was ich wissen muss. Früher oder später find ich sie auch noch. Die eine die glücklich macht. Und wenn nicht, dann nicht. Aber wenigstens bin ich jetzt erst einmal frei - abgesehen von Freundschaften keine Verpflichtungen. Das muss ja auch reichen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-4283268408004642782?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/4283268408004642782/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/10/von-befreiung.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/4283268408004642782'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/4283268408004642782'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/10/von-befreiung.html' title='Von Befreiung...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-8505559948306827976</id><published>2010-09-22T14:08:00.004+02:00</published><updated>2010-09-22T14:15:20.550+02:00</updated><title type='text'>Von den Fakten des Lebens...</title><content type='html'>&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Layer_Cake"&gt;Layer Cake&lt;/a&gt;, einer meiner liebsten Filme, beinhaltet auch eines meiner liebsten Zitate. Einfach das Gesagte wirken lassen. Die Szene macht mir jedesmal wieder eine leichte Gänsehaut...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="480" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/XnUUuPUmq6w?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/XnUUuPUmq6w?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;You're born, you take shit. You get out in the world, you take more shit. You climb a little higher, you take less shit. Till one day you're up in the rarefied atmosphere and you've forgotten what shit even looks like. Welcome to the layer cake son. &lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo er recht hat, hat er recht, der gute &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Gambon"&gt;Dumbeldore&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-8505559948306827976?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/8505559948306827976/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/09/von-den-fakten-des-lebens.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/8505559948306827976'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/8505559948306827976'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/09/von-den-fakten-des-lebens.html' title='Von den Fakten des Lebens...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-3566762593404382947</id><published>2010-09-20T23:22:00.004+02:00</published><updated>2010-09-21T00:10:00.411+02:00</updated><title type='text'>Von Leuten die mir das Leben schwer machen...</title><content type='html'>Dieser Eintrag wird unter Umständen arrogant daher kommen. Damit muss ich aber leben. Damit kann ich auch sehr gut leben. Denn mir geht da eine Sache ziemlich auf den Sack. &lt;br /&gt;Wenn man sich vor Augen hält, wie viele Leute ständig irgendwas sagen, ohne groß darüber nachzudenken, was sie da eigentlich sagen, dann macht das Menschen wie mir das Leben schwer, die sich gründlich überlegen was man sagt und wie man was empfindet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich einem Menschen sage, dass ich ihn als einen Freund schätze, dann hat das unheimlich viel zu bedeuten. Freunde habe ich nämlich nur 3 an der Zahl. Der Rest sind (gute) Bekanntschaften, Idioten und ein &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/08/vom-duft-der-heimat.html"&gt;Sonderfall&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;Wie böse und irritiert Leute gucken können, sagt man ihnen, dass sie nicht dein Freund sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiß eigentlich überhaupt noch jemand, vor lauter studiVZ-Freunden und Facebookbuddies was echte Freundschaft bedeutet? Was man dabei für Verantwortungen eingeht. Was man sich für Verpflichtungen auferlegt. Was man für eine Bindung eingeht?&lt;br /&gt;Ich glaube nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genauso wird, wie mir scheint, diesese "ich hab dich lieb" einem schon fast inflationär um die Ohren gehauen. &lt;br /&gt;Jemanden lieb haben. Jemanden lieben. An sich zwei unterschiedliche Sachen, aber der Einfachheit halber (und weil beides gern hohl gebraucht wird), packen wir das jetzt mal zusammen.&lt;br /&gt;Die meisten wissen doch gar nicht mal, was man da überhaupt lieb hat, weil sie den gegenüber kaum kennen. Sie lieben ein Idealbild, ja. Aber sie übersehen dabei gerne, dass der andere auch noch Ecken und Kanten hat. Die gehen dann gern bei und sagen sich, dass sie nur dies (seinen tollen Humor) und das (seinen Sanftmut) aber nicht dieses (seine Unpünktlichkeit) oder jenes (seine Wehleidigkeit) am anderen lieb haben.&lt;br /&gt;Will man jemanden lieb haben, dann muss man auch seine schlechten Eigenschaften lieb haben. Denn sonst gerät man immer unweigerlich in die Versuchung den anderen ändern zu wollen (die Person die man ja angeblich lieb hat) oder man ignoriert teile der Persönlichkeit des anderen, was dazu führt, dass ich mich nie voll und ganz auf den anderen einlassen kann.&lt;br /&gt;Will man jemanden als Freund gewinnen, dann muss man sich vor Augen halten, dass auch die schlechten Seiten eines Menschen dazu gehören. Dass sie ihn zu dem Menschen machen, den man eben lieb hat - oder zumindest behauptet lieb zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß auch nicht... mir kommts manchmal so vor, als würden andere mit einem "ich hab dich lieb" einfach nur die Hoffnung zum Ausdruck bringen wollen, dass man es ihnen genauso oft sagt.&lt;br /&gt;So nach dem Motto "Wie ich dir, so du mir!"&lt;br /&gt;Ist ja auch irgenwie gut fürs Ego, wenn man so ein "ich hab dich lieb" zu hören bekommt. Wenn man denn ignorieren kann, dass da eigentlich kaum was dahinter steckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leute? &lt;br /&gt;Ihr nervt.&lt;br /&gt;Und zwar gewaltig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meinem Alltag bin ich eigentlich keiner der verbal auf Kuschelkurs geht. Eben weil ich Höflichkeit meist für unnötig erachte und ein Mensch bin, der brutale Offenheit und Ehrlichkeit gern lebt. Freunde sollten sowas aushalten... und Bekanntschaften die daran zerbrechen... ja, mein Gott. Kommt vor. Kann ich mit leben.&lt;br /&gt;Heute Mittag hab ich jemanden gesagt, dass ich ihn lieb habe. Einfach so. Weils mir ein Anliegen war. Eigentlich könnt ich ihm das in letzter Zeit ständig sagen, wenn man sich mal spricht. Ich mach das, weil ich dem anderen damit zeigen will, was er mir bedeutet.&lt;br /&gt;Manchmal krieg ich ein "ich hab dich auch lieb" zurück, aber meistens kommt nix und damit kann ich sehr gut Leben. Denn ich liebe auch, ohne, dass man mich zurück liebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne Scheiß.&lt;br /&gt;Hört auf eure Eitelkeit zu befriedigen, indem ihr versucht andere einzulullen mit euren holen Phrasen von Freundschaft und "lieb haben", "lieben", wenn dann am Ende, wenns mal drauf ankäm, aber nix bei rum kommt und man merkt, dass ihr euch nur die Rosinen bei einem rausgepickt habt.&lt;br /&gt;Setzt euch mit dem Menschen, den ihr da lieb haben wollt und der angeblich euer Freund ist, wirklich auseinander. Dann könnt ihr auch mit Überzeugung behaupten, dass ihr den lieb habt. Dass er euer Freund ist.&lt;br /&gt;Unterstreicht mit Taten das Gesagte. Nichts beweist mehr, was wir sind und wie wir denken, &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/08/vom-schrei-der-die-welt-anhielt.html"&gt;als das was wir tun&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und warum ihr mich jetzt aufregt?&lt;br /&gt;Weil ich jemand bin, der sich eben dies macht: Gedanken um die Person, die er vorgibt lieb zu haben. Der Freundschaften noch als das begreift was sie sind: selten, kostbar, unersetzlich. Der gern öfter mal weniger von all diesem Hollywoodstoff um sich rum hätte. Liebe. Dieses Wort scheint so alltäglich geworden zu sein, wird in jedem Film auf die Leinwand gebannt, in jeder Daily-Soap bis zum Erbrechen vergewaltigt, in (fast) jedem Buch wortschwer über hunderte Seiten ausgedehnt und im Alltag so leichtfertig gebraucht, dass man es gar nicht mehr versteht, befürchte ich.&lt;br /&gt;Alles stumpfe Konsumenten, von den Medien verblödet, einfach wiederkäuend, was man im Nachmittagsprogramm vorfindet, weils ja alle so machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So Leute wie ich, die damit kostbar umgehen, es nur wenigen Menschen schenken, denen macht ihr damit das Leben schwer.&lt;br /&gt;Denn uns glaubt man nur schwer, wenn wir es dann mal in den Mund nehmen. Da wird dann auch geglaubt, dass es genauso leichtfertig daher kommt, wie bei all den anderen Spacken vorher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn vor uns, haben das schon Hundert andere getan, die es nicht verstanden haben. Und die es einfach nur gebraucht haben, um sich selbst besser zu fühlen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch darum geht es eigentlich nicht beim Lieben...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...darum geht es beim geliebt werden... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...aber das begreift ihr vielleicht irgendwann auch nochmal.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-3566762593404382947?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/3566762593404382947/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/09/von-leuten-die-mir-das-leben-schwer.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3566762593404382947'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3566762593404382947'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/09/von-leuten-die-mir-das-leben-schwer.html' title='Von Leuten die mir das Leben schwer machen...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-3619201063619413679</id><published>2010-09-11T10:57:00.001+02:00</published><updated>2010-09-11T10:59:51.484+02:00</updated><title type='text'>Von der Beziehungsarithmetik...</title><content type='html'>Die meisten Menschen träumen davon, dass &lt;span style="font-style:italic;"&gt;1+1=1&lt;/span&gt; wäre. Doch das ist nicht der Fall. Spätestens mit sechs Jahren lernen die Meisten von uns, dass &lt;span style="font-style:italic;"&gt;1+1=2&lt;/span&gt; ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was noch anzumerken ist, ist, dass es hin und wieder vorkommt, dass &lt;span style="font-style:italic;"&gt;1+1=0&lt;/span&gt; ist. Das passiert immer dann, wenn man akribisch versucht aus &lt;span style="font-style:italic;"&gt;1+1&lt;/span&gt; eine neue &lt;span style="font-style:italic;"&gt;1&lt;/span&gt; zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei Beziehungen zwischen zwei Menschen entsteht also etwas neues, das für sich genommen vollkommen selbstständig ist, doch ohne die Bestandteile seiner Summe nicht überlebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur wer also akzeptiert, dass es neben dem "wir" noch ein "ich" und "du" gibt, wird auf Dauer seine Rechnung vernünftig halten. Dem Anderen Raum zur Entfaltung geben, das Individuum als solches akzeptieren und lieben (und nicht nur &lt;span style="font-style:italic;"&gt;3/4&lt;/span&gt; davon, denn &lt;span style="font-style:italic;"&gt;3/4+1&lt;/span&gt; ergibt auch nicht &lt;span style="font-style:italic;"&gt;2&lt;/span&gt;) und die Rechnung bleibt unantastbar für äußere Einflüsse. Denn solange sie nicht von innen heraus bereits auf tönernen Füßen steht, kann sie unerschütterlich bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider ergeben die meisten Beziehungen schon im Vorfeld kein 2 und gehen daher früher oder später auseinander. Dafür muss man sich nur vor Augen führen, wie viele Beziehungen man kennt, die gehalten haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einfach mal nachrechnen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-3619201063619413679?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/3619201063619413679/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/09/von-der-beziehungsarithmetik.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3619201063619413679'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3619201063619413679'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/09/von-der-beziehungsarithmetik.html' title='Von der Beziehungsarithmetik...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-6371111214964702000</id><published>2010-09-11T00:36:00.005+02:00</published><updated>2010-09-11T07:21:21.215+02:00</updated><title type='text'>Vom Weg zum Nullpunkt...</title><content type='html'>&lt;iframe src="http://player.vimeo.com/video/5638326" width="500" height="350" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://vimeo.com/5638326"&gt;Fight Club OST - This Is Your Life (Animation)&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Furcht besiegen:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst musst du wissen, nicht fürchten, sondern wissen, dass du einmal sterben wirst. Nur wer sich mit dem Tod konfrontiert, fängt wahrhaft an zu leben. Wir haben nur dieses eine Leben und das müssen wir begreifen, denn mit jeder Sekunde sterben wir. Wer die Furcht vor dem Tod verliert, verliert auch die Furcht vor dem Leben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Abhängigkeit beenden:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles, was du hast, hat irgendwann dich. &lt;br /&gt;Wir richten unser Leben im Allgemeinen darauf aus, sinnliche und materielle Befriedigungen zu erlangen. Je mehr wir uns so befriedigen wollen, desto mehr Angst haben wir, das Erlangte wieder zu verlieren. Alles, wofür wir so lange gekämpft haben, könnte wieder so schnell verloren gehen. Jegliche Veränderung ruft Unruhe in uns hervor. Je mehr Unruhe wir in uns haben, desto größer wird unsere Sehnsucht festzuhalten. Wir werden abhängig. &lt;br /&gt;Wir opfern den Großteil unseres Lebens dafür diese Befriedigung nicht wieder zu verlieren. Wir beginnen unter der enormen Abhängigkeit, in die wir uns begeben, um der Befriedigung unserer Sinne nachzujagen, zu leiden. Deshalb müssen wir uns von der Abhängigkeit und der Sorge um diese Unwichtigkeiten befreien. &lt;br /&gt;Wir sind nicht unser Job, nicht das Geld auf unserem Konto, nicht das Auto, das wir fahren, und nicht der Inhalt unserer Brieftasche. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Verlegenheit überwinden:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kleine Benimmfrage: Wenn ich vorbei gehe, wende ich Ihnen den Arsch oder den Schritt zu? &lt;br /&gt;Wir haben ständig Angst davor unser Gesicht zu verlieren, dass man uns bloß stellt, dass uns etwas Peinliches passiert, dass wir durch unehrenhafte, unanständige oder erfolglose Handlungen sozialen Erwartungen oder Normen nicht entsprochen haben. Warum? Wir fürchten uns vor einer Demütigung, vor einen Achtungsverlust in unserem sozialen Umfeld. &lt;br /&gt;Was uns fehlt ist das nötige Selbstbewusstsein. Nur wem es egal ist was andere über ihn denken, kann so sein wie er will. Wer seine Verlegenheit besiegt, kann auch seine Eitelkeit ablegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Eitelkeit ablegen: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir tun die Menschen leid, die versuchen so auszusehen, wie es ihnen Calvin Klein oder Tommy Hilfiger einreden. Wir sind nichts Besonderes. Wir sind keine wunderschönen, einzigartigen Schneeflocken. Wir sind genauso verwesende Biomasse wie alles Andere. &lt;br /&gt;Selbstverbesserung ist Masturbation… &lt;br /&gt;Uns wird ständig gezeigt wie wir aussehen müssen, wie wir uns verhalten sollen. Die übertriebene Sorge um die eigene körperliche Schönheit oder die geistige Vollkommenheit nimmt kein Ende. &lt;br /&gt;Die Grenzen zwischen der natürlichen Freude am eigenen Körper und der übertriebenen Sorge um die eigene Attraktivität sind fließend. Denn jeder versucht durch sein Äußeres eine Bestätigung in unserer Gesellschaft zu finden. Doch die Eitelkeit führt schnell zur Selbstsucht und Überheblichkeit. Nur wer sich auch „unmaskiert“ selbstbewusst in der Öffentlichkeit verhalten und zeigen kann, ist nicht mehr in sich selbst verliebt, sondern mit sich selbst zufrieden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Überheblichkeit aufgeben:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hör auf alles kontrollieren zu wollen, lass einfach los, lass los!!! &lt;br /&gt;Wir halten uns für einzigartig und unersetzlich. Auf diesem Planeten haben bereits Milliarden Menschen vor dir gelebt, die das Gleiche dachten. Sie hatten Unrecht. Die Welt dreht sich noch immer. Auch ohne sie. Wir sind überzeugt von uns und unseren Fähigkeiten. Wir wollen alles beherrschen und besser wissen können. Und wir fangen an uns für etwas Besseres zu halten. Doch in Wahrheit wissen wir, dass es nicht so ist. &lt;br /&gt;Während wir uns nach außen hin hervortun, fühlen wir uns innerlich minderwertig. Wir beziehen unser Selbstwertgefühl darüber, dass wir uns rechthaberisch und überlegener geben. Andere klein halten. Durch unsere Überheblichkeit schaffen wir eine Distanz zu unserem Gegenüber, um uns zu schützen. Wir glauben, wenn wir alles manipulieren können haben wir die absolute Kontrolle und Macht. &lt;br /&gt;Nur wer in sich ruht und selbstbewusst auftritt ohne andere Menschen abzuwerten, Dinge zu manipulieren oder sich mit seinen Taten zu brüsten, ist wirklich von sich überzeugt. &lt;br /&gt;Er lebt nach dem Motto: Leben und leben lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Furcht besiegen&lt;br /&gt;Abhängigkeit beenden&lt;br /&gt;Verlegenheit überwinden&lt;br /&gt;Eitelkeit ablegen&lt;br /&gt;Überheblichkeit aufgeben&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frei nach &lt;a href="http://www.amazon.de/Fight-Club-Roman-Chuck-Palahniuk/dp/3442542103/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1284158270&amp;sr=8-2"&gt;Tyler Durden&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Erfolg.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-6371111214964702000?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/6371111214964702000/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/09/vom-weg-zum-nullpunkt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/6371111214964702000'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/6371111214964702000'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/09/vom-weg-zum-nullpunkt.html' title='Vom Weg zum Nullpunkt...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-8621170193446072951</id><published>2010-09-09T19:37:00.003+02:00</published><updated>2010-09-09T21:00:27.138+02:00</updated><title type='text'>Vom Erinnern...</title><content type='html'>Ich sitze momentan hinter einem Berg von Büchern. Was geil ist. Ich lese unheimlich gern. Ich kann das stundenlang machen. Manchmal auch tagelang. Meistens fehlt mir aber die Zeit dazu, speziell dann wenn das Studium auf Hochtouren läuft.&lt;br /&gt;Im Moment sind aber Ferien und gestern kam mein neuer Wälzer an &lt;a href="http://www.amazon.de/Unendlicher-Spa%C3%9F-Infinite-Jest-Roman/dp/3462041126/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1284053938&amp;sr=8-1"&gt;Unendlicher Spaß: Infinite Jest&lt;/a&gt;. Damit ich für diese 1.600 Seiten aber den Kopf frei habe, wollte ich zuerst alle anderen Bücher zu Ende lesen, die ich momentan noch am Lesen war. Der Berg schmilzt also vor sich hin und ich hoffe am Samstag endlich einsteigen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich dann heute so am Lesen war, kam mir die Idee mal meine alte Box mit all den Briefen aus der Vergangenheit hervorzukramen. Die meisten Briefe aus der Box stammen von meiner besten Freundin. Und wenn ich den Quatsch von damals so lese, dann weiß ich mal wieder, was für ein Glück ich mit diesem Menschen habe und dass ich ihm das vermutlich viel zu selten offen gezeigt habe.&lt;br /&gt;Aber egal. Es geht eigentlich um einen ganz anderen Brief, der da auch in dieser Box schlummert. Leider ist er der einzige seiner Art. Ich hätte gerne unzählige mehr von dieser Person bekommen. Aber es blieb nur bei diesem einen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Mensch der immer zu seinem Wort steht, habe ich mich auch bei der Verfasserin dieses Briefes an mein Versprechen gehalten. Trotzdem bin ich ein Vollidiot.&lt;br /&gt;Das ganze ist schon einige Jahre her und genau zuordnen kann ich es leider nicht mehr. Zumindest zeitlich. Denn was so passiert ist, das weiß ich noch, als wäre es gestern passiert.&lt;br /&gt;Wir, das heißt ich und ein paar Kollegen, haben eine Woche Ferien gemacht. Ein paar dutzend Kilometer entfernt von unserem Heimatort gibt es einen See, der eine Feriensiedlung hat. Dort hatten wir uns eine Hütte gemietet und wollten eine Woche lang wild Party machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Erfahrungen mit der Frauenwelt beschränkten sich damals eigentlich hauptsächlich darauf, mich von eben dieser Welt gedümtigt und eigentlich nicht wirklich wahrgenommen geschweige denn verstanden zu fühlen. Hier und da hatte man schon Erfahrungen gesammelt, aber alles nix, was einem groß die Schuhe ausgezogen hätte und was das Leben nachhaltig beeinflußt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann war da dieses Mädchen. Ich sehe sie noch heute ganz genau vor mir. Ihren schüchternen Blick. Ihre vorsichtigen Bewegungen. Ihr Versuch bei allem was sie sagt und macht unscheinbar zu sein.&lt;br /&gt;Sie versteckte sich.&lt;br /&gt;Ich war da ein bisschen anders. Bei mir kristallisierte sich damals bereits heraus, dass ich mal eine etwas unangenehmere Person für mein Umfeld werde. Laut und rechthaberisch, wie ich war (und bis heute bin, nur heute mit mehr Überzeugung), wirk(t)e ich auf viele ein bisschen einschüchternd. So wie sie sich versuchte unsichtbar zu machen, wehrte ich schon damals mit meinem Verhalten alles ab, was mir zu Nahe kommen könnte und meine verletzlichen Seiten offenbarte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir kamen Sonntags an. Sie fiel mir direkt auf. Die Hütten waren alle in einem großen Rund angeordnet und sie saß damals am Grillplatz, der in der Mitte der Häuser war und unterhielt sich mit einer Freundin.&lt;br /&gt;Ihr langes, glattes, blondes Haar strahlte und trotzdem blickte sie vollkommen zurückhaltend drein.&lt;br /&gt;Für mich war die Woche eigentlich schon fest verplant. 7 Tage lang trinken, grillen, schwimmen gehen, chillen und einfach ausspannen vom Schuljahr (damals waren Sommerferien).&lt;br /&gt;Diese Frau hat nicht nur diese eine Woche vollkommen aus dem Konzept gebracht, sie hat mich nachhaltig so berührt, dass ich ihr heute noch für vieles dankbar bin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damals war ich nicht so recht von mir überzeugt. Viel von meinem Verhalten kam nur im Bekanntenkreis zur Geltung und ich war doch eher schüchtern, wenn man mich aus der gewohnten Umgebung raus riss (und auch im Bekanntenkreis war ich nicht unbedingt immer Vorlaut). Mir mangelte es eigentlich vollkommen an Selbstvertrauen.&lt;br /&gt;Trotzdem hab ich es irgendwie hinbekommen, Jessica (so hieß sie) und ihre Freundin damals anzusprechen (allerdings erst am zweiten Tag), ob sie nicht Bock hätten mit uns allen ein bisschen zu feiern.&lt;br /&gt;Um mich jetzt nicht in zu viel Details zu verlieren, sei an dieser Stelle einfach nur erwähnt, dass wir von Montag an, bis Freitag, dem Tag ihrer Abfahrt, jeden Tag miteinander verbracht haben. Eigentlich war die Woche ja fest mit Kollegen und Kolleginnen eingeplant, aber ich war selten in unserer Hütte, bei unseren Leuten anzutreffen. So oft es ging, waren Jessica und ich spazieren oder sonst irgendwie zu zweit.&lt;br /&gt;Den Kuss, den sie mir in dieser Woche schenkte, als wir unter irgendeinem Vorwand nachts spazieren waren, den werde ich nie wieder vergessen. Jeder der schon mal geküsst worden ist, und dem dabei fast die Knie weggebrochen sind, der wird wissen, wie ich mich gefühlt habe.&lt;br /&gt;Ich weiß nicht genau warum, aber ihr Kuss hat mir Selbstvertrauen geschenkt. Klingt total bescheuert, ich weiß. Aber sie gab mir in dieser Woche wirklich zu verstehen, dass ich eigentlich ein toller Mensch bin und dass ich daran auch glauben sollte.&lt;br /&gt;Andere Menschen, wie meine beste Freundin, die ich eingangs erwähnte, waren daran immer kläglich gescheitert, auch wenn sie sich viel Mühe gaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich jetzt diesen alten Brief von ihr lese, dann überkommt mich immer das schlechte Gewissen. Wir hatten damals Adressen ausgetauscht und auch danach ab und zu mal miteinander telefoniert (sie kam übrigens aus dem französisch-deutschen Grenzgebiet, konnte aber perfekt Deutsch), aber irgendwie und ich weiß heute nicht mehr wieso, hat der Kontakt aufgehört.&lt;br /&gt;Als sie damals fahren musste, hatten wir uns voneinander verabschiedet, wie ich mich danach nie wieder von einem Menschen verabschiedet habe. So voller Schwermut. Sie blickte mich traurig an und ich wusste nicht, was ich zum Abschied sagen sollte. Doch sie ergriff das Wort und hauchte nur einen Satz, während sie mich mit ihren Armen umschlung, der mir bis heute, jeden Tag in den Ohren klingelt: "Vergiss mich bitte nicht!"&lt;br /&gt;Ich versprach es ihr und drückte sie sanft und fest zugleich.&lt;br /&gt;Sie gab mir einen leichten Kuss auf die Wange und verschwand im Auto Richtung Heimat.&lt;br /&gt;Dieses Bitte in dem Satz war unglaublich schmerzlich. Zumal auch das meine größte Sorge bei ihr war. Dass sie mich einfach vergessen würde.&lt;br /&gt;Vergessen zu werden ist eigentlich das grausamste was einem Menschen widerfahren kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch leider habe ich weder ihre alte, geschweige denn neue Anschrift, noch eine Telefonnummer, eMail-Adresse oder sonst was. Aber jeden Tag denke ich an sie. Ich versuche es zumindest. Allein schon wegen diesem Kuss, werde ich sie nie vergessen. Und da waren auch noch ganz andere Sachen mit ihr, die ich so schnell nicht vergessen werde, eben weil ich das bis zum damaligen Zeitpunkt immer nur geahnt habe, aber nie wirklich gespürt: Verbundenheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich gabs damals auch meinen besten Freund und meine beste Freundin. Aber bei diesen ist das weniger Verbundenheit, sondern vielmehr Vertrautheit, die über Jahre wachsen konnte. &lt;br /&gt;Jessica und ich hatten nur eine Woche und fühlten uns einander direkt näher als den meisten anderen Menschen in unserer sonstigen Umgebung.&lt;br /&gt;Das war wundervoll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß nicht was aus ihr geworden ist.&lt;br /&gt;Aber ich würde fast alles dafür geben, sie noch einmal wiedersehen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher rate ich euch: lasst niemals, niemals, niemals, niemals, nie den Kontakt zu Menschen abreißen, die euch was bedeuten.&lt;br /&gt;Denn wenn nur ein paar Erinnerungen bleiben, macht es das eigentlich nur schwerer an die gemeinsame schöne Zeit zu denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne Jessica wäre ich heute definitiv ein (ganz) anderer Mensch. Und mit ihrem müden Blick am Lagerfeuer, als ich sie in den Arm nahm und sie ihre Decke um uns beide ausbreitete, geh ich jetzt in die Nacht hinaus und werde versuchen mir die Melancholie, die mich dabei jedesmal überfällt runterzuspülen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich vermisse sie.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-8621170193446072951?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/8621170193446072951/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/09/vom-erinnern.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/8621170193446072951'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/8621170193446072951'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/09/vom-erinnern.html' title='Vom Erinnern...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-1956110556342633958</id><published>2010-08-29T16:35:00.003+02:00</published><updated>2010-08-29T17:15:11.034+02:00</updated><title type='text'>Vom Gefühl nur auf Besuch zu sein...</title><content type='html'>Dieser Eintrag hier wird kompliziert. Weil ichs elber nicht so genau weiß, was ich eigentlich sagen will. Ich hab nur dieses (er)drückende Gefühl in der Magengegend, was nicht gerade für Wohlwollen sorgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war jetzt vor kurzem fast 2 Wochen mal wieder in der alten Heimat. Und was soll ich sagen? Es war schön. Richtig befreiend. Vor allem &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/08/vom-duft-der-heimat.html"&gt; weil man sich frisch in vermeintlich wohlbekanntes verlieben konnte&lt;/a&gt;. Doch trotzdem. Ich kriege dieses Gefühl nicht los. Nur auf Besuch zu sein.&lt;br /&gt;Vielleicht kennt das der ein oder andere auch. Man ist zum Beispiel bei Oma und Opa zu Gast. Man wird mit viel Liebe umsorgt, es wird versucht es einem so angenehm wie möglich zu machen. Doch irgendwie ist man immer der Fremdkörper. Nie wirklich heimisch. Eben nur zu Besuch.&lt;br /&gt;Hier am Studienort ist das wirklich am schlimmsten. &lt;br /&gt;Aber dieses Gefühl geht noch viel weiter. Es begleitet mich auch in der Heimat. Egal wo ich gehe und stehe, überall komm ich mir fremd vor. Ich fühl mich immer nur als Gast. Bei S. und C. bin ich ein gern gesehener Gast, das weiß ich. Doch ich bleibe eben nur der Gast. Nur in der "Sommerresidenz" meiner Hexe nicht. Da fühl ich mich zu Hause. Dort wäre ich gern 24 Stunden. Dort kann ich abschalten und alles an Sorgen vor der Tür lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Gefühl ist wohl vor allem selbstverschuldet. Mit den meisten Leuten kann ich nichts anfangen. Stellenweise bin ich regelrecht froh, muss ich manchen nicht sehen. Erst vor kurzem hab ich jemanden wieder gesehen, den ich wochenlang nicht ertragen musste. 3 Minuten haben mir gereicht um das Elend der Welt wieder personifizieren zu können. Keine Ahnung, ob ich einen dümmeren Menschen kenne. &lt;br /&gt;In der Heimat ist das alles noch erträglich, weil ich da meine zwei besten Freunde um mich sammeln kann und die Abstecher in die Sommerresidenz meiner Hexe tun auch gut. Vor allem letztgenanntes ist der Wahnsinn. Ich geh aus jeder Begegnung wie neu geboren hervor. Keine Ahnung wie sie das macht.&lt;br /&gt;In der Heimat sorgen also vor allem die Menschen die ich liebe dafür, dass ich nicht ausflippe.&lt;br /&gt;Das einzige was mich hier oben am Studienort keine unkontrollierten Bahnen schlagen lässt ist - und das klingt jetzt sehr bescheuert, ich weiß - der Alkohol.&lt;br /&gt;Ich trinke hier am Studienort mehr als in der Heimat. Einfach ums erträglicher zu haben. Damit kann ich bequem auf Durchzug schalten und hab meine Ruhe vor den meisten Kleingeistern, von denen mir viel zu viele um mich rumschwirren.&lt;br /&gt;Der einzige Mensch der mir hier von Bedeutung ist, ist in der Regel ständig ausgebucht mit anderen Terminen und dafür kann und will ich ihm auch keinen Vorwurf machen.&lt;br /&gt;Trotzdem führt diese selbstgewählte Einsamkeit nur dazu, dass ich, wenn ich dann mal mit den Leuten in Kontakt treten muss, immer kurz davor bin, zu explodieren. Es gibt ein paar Ausnahmen. Mein Mitbewohner zum Beispiel ist ein Spitzentyp. Aber die überwiegende Mehrheit hier, ist für mich einfach unerträglich. Ernsthaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Crux an der Sache ist halt, dass ich in der Heimat kein eigenes Zimmer mehr habe. Der einzige Mensch bei dem ich mich wirklich heimisch fühle, kann mir auch kein eigenes Zimmer zur Verfügung stellen, zumal ihre Mutter vermutlich einen Kollaps bekommen würde, würde ich dort einziehen.&lt;br /&gt;Hier oben am Studienort hab ich zwar mein eigenes Zimmer und damit auch meine Privatsphäre, was mir wichtig ist, doch dafür zahl ich dann den Preis in Form von Idioten, die ich nicht um mich rum haben will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wäre gern einfach heimisch. Zufriedener. Noch nicht mal glücklich. Ich will nur einfach nicht ständig mit der Gewissheit durchs Leben laufen müssen, nur auf Besuch zu sein.&lt;br /&gt;Ich würde einfach gerne öfter in ein lachendes Gesicht gucken, an dem ich mich erfreuen kann oder von Armen umschlossen werden, mit dem Gefühl zu Hause zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich einen angemessenen Schlafplatz in der Heimat hätte, würde ich schon morgen wieder meine Sachen packen und abhauen, aber den hab ich nicht...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... aber zum Glück ist noch Bier im Haus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-1956110556342633958?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/1956110556342633958/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/08/vom-gefuhl-nur-auf-besuch-zu-sein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/1956110556342633958'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/1956110556342633958'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/08/vom-gefuhl-nur-auf-besuch-zu-sein.html' title='Vom Gefühl nur auf Besuch zu sein...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-2006364309908336572</id><published>2010-08-20T05:44:00.006+02:00</published><updated>2010-08-20T20:55:46.959+02:00</updated><title type='text'>Vom Duft der Heimat...</title><content type='html'>Sie duftet wie Heimat. Ihre Augen verraten das Gleiche wie meine. Nur mit weniger Müdigkeit. Sie ist voller Fehler. Jeden Einzelnen find ich zum Knutschen. Stellenweise ist sie neurotisch. Jeder Sack Flöhe ist wohl pflegeleichter. Ihr Lachen lässt die Zeit anhalten. Sie bereitet mir schlaflose Nächte, weil sie mich zu Wein und anderen Köstlichkeiten einlädt. Wir vergraben uns in Debatten über Sein und Nichtsein, die fruchtbarer, desillusionierender und erfreulicher nie waren. Fühle mich ihr näher als sonst irgendwem, ohne sie zu berühren.&lt;br /&gt;Ich weiß wieder was ich an ihr gefunden hatte, ehe ich glaubte es verloren zu haben, zwischen törichten Mutmaßungen und falschen Annahmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das was uns kaputt macht, ist diese Rastlosigkeit, das hab ich erkannt. Unser Feind bleibt der Morgengrauen. Immer ist es die Zeit, die uns dahinrafft. Jetzt braucht es nur noch einen Schlüssel zu ihrem Herzen. Nicht ich brauche diesen Schlüssel von irgendwem.&lt;br /&gt;Er muss erst noch geschaffen werden. Fraglich ist, ob ich das sein werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fürchte, ich werde das nicht sein. Denn auch wenn ihre Aussagen hin und wieder Hoffnung geben, so ist doch erkennbar, dass nicht ich der Träger mit dem Schlüssel sein werde...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... dabei würde ich sie bis ans Ende der Welt tragen. Auch wenn wir beide wissen, dass es das Ende der Welt nicht gibt. Hauptsache sie ist bei mir. Denn eine Last wird sie nie sein. Und alles was sie erbittet, will ich versuchen zu geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rest der Woche ist fast wie Schall und Rauch...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... vergessen in ihrem Antlitz und bei unseren nächtlichen Streifzügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hoffnungslos verbleibe ich,&lt;br /&gt;ein Liebender.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-2006364309908336572?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/2006364309908336572/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/08/vom-duft-der-heimat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/2006364309908336572'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/2006364309908336572'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/08/vom-duft-der-heimat.html' title='Vom Duft der Heimat...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-9116289844173533889</id><published>2010-08-05T21:38:00.003+02:00</published><updated>2010-08-05T21:53:23.248+02:00</updated><title type='text'>Vom Schrei, der die Welt anhielt...</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich habe nie ihren Namen erfahren. Nie erfahren wo sie herkam. Ich weiß nicht wie alt sie war. Doch diesen Abend, den werde ich nie vergessen, auch wenn die Namen und Gedanken nur erdacht sind.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht war kalt. Wie all die Nächte zuvor. Aus dem Club kam der dumpfe Bass wie eine heilsbringende Ankündigung von Wärme und Geborgenheit. Und dann stand da dieses Mädchen auf dem Asphalt vor dem Club, die nichts von der Wärme und Geborgenheit mitgebracht hatte, sondern nur Kälte und Unverständnis dort geerntet hatte, wo sich der Rest eine freudige Nacht versprach.&lt;br /&gt;Sie trug keine Jacke. Nur dieses schwarze Top und diesen blauen Schal, der mehr Zierde war als dass er wärmte. Sie stand etwas abseits von der Meute, die eingelassen werden wollte und angestrengt von einem Bein aufs andere hüpfte, damit die Zehen nicht abfroren. &lt;br /&gt;Ihr blondes strahlendes Haar zu einem Dutt geknotet, die Augen kristallblau, die kleine Stubsnase, dieses Gesicht, rund und voller feiner Züge, schmale Lippen, meterlange Beine und insgesamt wirkte sie eher zierlich in ihrer Erscheinung und trotzdem stark.&lt;br /&gt;Ihr Blick schweifte ziellos durch die Gegend. Als ob sie was zu finden gedachte, von dem sie selbst nicht wusste wonach sie suchte. Sie streifte mit ihrem Blick die Menschenmasse vor dem Eingang, die kaum Notiz von ihr nahm, da sie nur eine unter wenigen war, die den Club im Sekundentakt verließ, während dafür umso mehr einströmten. Ich versuchte ihr ein Lächeln zu schenken, doch sie blickte nur leer zurück. &lt;br /&gt;Ihr ganzer Körper dampfte, so kalt war es und so heiß muss ihr gewesen sein. Ihr Atem, der in kleinen weißen Wölkchen ihre Lunge verließ war kaum merklich.&lt;br /&gt;Sie konnte keinen Gedanken finden. Keinen klaren. Am liebsten wäre sie einfach gelaufen. Doch irgendwie fehlte ihr der Mut. Denn sie wusste nicht wohin. Ihr fiel ein, dass sie ihre Jacke hatte drin liegen lassen. Und ihre Handtasche. Außerdem war Christina verschwunden. Sie war doch eben noch direkt neben ihr. Ihr Blick ging Richtung Ausgang in der Hoffnung, dass ihr Christina mit Jacke und Handtasche entgegen kam und da erschrak sie, ob des Menschen der ihr entgegen eilte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei hatte alles so gut angefangen, vor ein paar Monaten. Er hatte ihr ständig kleine Aufmerksamkeiten entgegengebracht. SMS geschrieben, eMails getextet, die sie alle fein säuberlich in einem eigenen Ordner verstaut hatte, weil es mit der Zeit so viele schöne Worte waren, die sie bei Bedarf immer wieder hervorholen konnte um sich daran zu erinnern, was sie da für einen liebevollen Menschen kennen gelernt hatte. Er machte ihr kleine Geschenke, oft ungewöhnlicher Natur und versprach ihr stets vollmundig, dass er sie lieb habe und dies zwischen ihnen etwas Besonderes sei. Gemeinsam hatte man schon Urlaub gemacht, man verbrachte so viele Stunden zusammen, dass von dem alten Leben, dem Leben ohne ihn, nur noch blasse Erinnerungen blieben. Er machte aus ihr einen anderen, einen glücklicheren Menschen. Sie konnte ihr Glück schlichtweg nicht fassen.&lt;br /&gt;Und in der Tat: sie konnte es nicht festhalten, denn heute Abend zerplatzte alles.&lt;br /&gt;Sie und Christina, eine Freundin von ihr, wollten eigentlich ins Kino gehen. Diesen Film gucken, der nichts für ihn war, wie er beteuerte. Sie solle sich einen schönen Abend machen. Man könnte sich ja dann morgen sehen. Da hätte er eh frei. Auch wenn er es schade fände, dass sie sich heute Abend nicht sehen. Viele Küsse und viel Spaß. Außerdem einen schönen Gruß von seinen Freunden. Die fanden sie auch toll und hätten sich gefreut, wenn sie heute Abend mitgekommen wäre. Das waren seine Worte. Die machten ihr das Herz leicht und die Entscheidung nicht schwer.&lt;br /&gt;Also ging sie mit Christina ins Kino. Christina war nicht ihre beste Freundin, aber eine gute. Man konnte viel Blödsinn mit ihr machen. Und auch wenn sie Christina nicht als ihre beste Freundin begriff und ihr nicht ständig sagte, was für eine tolle Freundin sie ist, so war auf Christina immer Verlass. Manchmal, so hatte sie den Eindruck, war ihr Christina näher als Melanie. Melanie war ihre beste Freundin seit der fünften Klasse. Und trotz all der Briefchen die mit HDGDLFIUEBSDTUS BIFDD gezeichnet waren, konnte hin und wieder der Zweifel an diesen Worten aufkommen.&lt;br /&gt;Christina sagte sowas nie. Aber sie war wirklich immer da ohne dabei lautstark jedem erklären zu müssen, dass sie deine beste Freundin ist.&lt;br /&gt;All die Worte der beiden waren auf einmal wie der pure Hohn. Sie fühlte sich mit jeder Silbe, die die die beiden je geschrieben oder gesagt hatten, wie bloß gestellt. Es war die reinste Demütigung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er fiel aus dem Ausgang. Sie machte ein paar Schritte zurück, schloss die Augen und drehte ihm den Kopf weg. Den einen Arm reckte sie ihm entgegen, die Handfläche nach außen, um ihm zu zeigen, dass er bloß auf Abstand bleiben sollte.&lt;br /&gt;„Es tut mir Leid“, brach es hilflos und unüberlegt aus ihm hervor, „aber so wie du denkst ist das nicht.“&lt;br /&gt;„Sprich mich nicht an!“, sagte sie bestimmt, ohne ihn dabei anzuschauen.&lt;br /&gt;Er öffnete den Mund, war aber nicht in der Lage irgendwelche Worte in die Freiheit zu entlassen. Alles was aus ihm hervortrat war sein heuchlerischer, warmer Atem. Zwei Frauen bauten sich hinter ihm auf, beide dunkle Haare, die eine mit einer Handtasche und Jacke zu viel beladen.&lt;br /&gt;Sie blickte an ihm vorbei und erkannte Christina, die etwas verschämt an ihm vorbeitrat um ihr kommentarlos ihre Sachen übergab. Christina blickte sie besorgt an. „Alles okay?“, fragte sie flüsternd.&lt;br /&gt;Melanie, ihre beste Freundin, war das andere Mädchen was sich hinter ihm aufgebaut hatte: „Hör mal Jessi“, setzte sie fast schon lakonisch an, ehe Jessi sie unterbrach: „Sprich &lt;span style="font-style:italic;"&gt;du&lt;/span&gt; mich auch nicht an!“&lt;br /&gt;Das &lt;span style="font-style:italic;"&gt;du&lt;/span&gt; war dabei so giftig, dass es selbst die Atmosphäre der Menschen die drum rum standen, vergiftete und jeder sich irgendwo peinlich berührt fühlte.&lt;br /&gt;Christina hatte Jessica den Vorschlag gemacht, nach dem Kino doch noch in den Club zu gehen. Martin würde sich bestimmt freuen. Christina würde sie sogar dahin fahren. Also sind sie dort hin. Sie hatte ihm extra keine SMS geschrieben, weil sie ihn überraschen wollte.&lt;br /&gt;Dann kommt sie dort an, steht eine halbe Stunde in der Kälte mit Christina um die Wärme und Geborgenheit in diesem Club suchen zu gehen, die sich für sie in Martin personifizierte. Er war ihr Glück, das sie anlachte und sie vollstopfte mit all diesen angenehmen Gefühlen, ausgelöst durch seine Worte, die er ihr ins Ohr säuselte oder in jeden Brief schrieb.&lt;br /&gt;Doch als sie ihn dann drinnen fand, stopfte er gerade seine Zunge in Melanie.&lt;br /&gt;Verrat der aller ersten Güte.&lt;br /&gt;Doppelt betrogen.&lt;br /&gt;Die Menschen auf die sie sich am meisten verlassen hatte, haben sie beide fallen gelassen. Ohne Grund.&lt;br /&gt;„Hör mal“, wagte er einen neuen vorsichtigen Vorstoß, den sie mit einem scharfen Blick versuchte zu unterbinden. Er legte ihr sogar die Hand auf die Schulter, die sie wegschleuderte und die Worte hinterherwarf: „&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Fass&lt;/span&gt; mich nicht an!“&lt;br /&gt;Das &lt;span style="font-style:italic;"&gt;fass&lt;/span&gt; war dabei so scharf, dass es die klirrende Kälte durchschnitt und dem Quartett nun noch mehr Aufmerksamkeit einbrachte, die vor allem Melanie und Martin peinlich schien.&lt;br /&gt;Christina versuchte die Situation zu beruhigen und Jessica höflich, einfühlsam aber bestimmt zum Auto zu bewegen.&lt;br /&gt;Sie drehten den beiden Betrügern den Rücken zu und Jessica schluckte das erste Mal schwer um ihre Tränen zu unterdrücken. Sie wollte sich nicht noch mehr Blöße geben, den beiden nicht noch mehr Genugtuung verschaffen.&lt;br /&gt;Denn ein schlechtes Gewissen, so dachte sie, würden beide ohnehin nicht haben. Denn dafür sahen beide in diesem Moment viel zu zufrieden aus. Selbst als sie sahen, dass sie ertappt wurden, war es nicht die Schuld die ihnen im Gesicht stand, sondern eher der Ärger.&lt;br /&gt;Dann griff er sie am Arm, sanft, ohne Gewalt, sie drehte sich um und er löste den Griff direkt wieder: „Lass es mich dir doch kurz erklären. Bitte.“&lt;br /&gt;Er legte all seinen Sanftmut in die Waagschale sie zu überzeugen, ihm eine Chance auf Widergutmachung zu geben.&lt;br /&gt;Doch sie blieb hart und wiederholte in aller Giftigkeit, dass er es nicht noch einmal wagen soll, sie jemals wieder anzusprechen oder anzufassen.&lt;br /&gt;„Höch doch zu“, sprach er weiter, ohne auf das von ihr gesagte einzugehen. In der Hoffnung sie beruhigen zu können, legte er ihr die Hand auf die Schulter.&lt;br /&gt;Dann schrie sie. &lt;br /&gt;Sie schrie als wollte sie ihm den Hass der Welt ins Gesicht brüllen. Alle Gespräche im Umfeld verstummten und legten ihren Blick auf die Quelle dieses hasserfüllten Schreis. Ihr Hals schwoll an, wurde rot, vor lauter Wut. Die Halsschlagader trat deutlich hervor und er hielt sich nur die Ohren, wandte sich erschrocken ab, mit schmerzverzerrtem Gesicht. Ihr Schrei war schrill und zugleich so voller Härte, als wollte sie ihn mit tausenden kleinen Nadeln aufspießen. Sie legte alles an Gefühl, was sie für die beiden hatte, in diesen Schrei und ließ es raus, in der Hoffnung, dass es niemals wiederkehrte. Es hörte nicht mehr auf. Der Schrei schien endlos zu dauern. Da war viel, was raus musste. Viele Worte, die sich einen Platz in ihrem Herzen gesichert hatten und auf die sie stets vertraut hat.&lt;br /&gt;Die Welt stand still solang sie schrie.&lt;br /&gt;Erst als sie anfing auf die Knie zu sinken, verebbte ihr Schrei. Keiner schein es zu wagen zu atmen oder irgendwas zu unternehmen. Irgendwann sackte ihr dampfender Körper zu Boden, so leer und kraftlos. Christina legte ihr die Jacke über die Schulter und schloss sie in ihre Arme, während ihre Tränen auf den Asphalt schlugen. &lt;br /&gt;Melanie zog Martin bei der Hand und ließ mit ihm zusammen dieses Häufchen Elend, welches sie erzeugt hatten allein mit Christina zurück. Die beiden konnte ohnehin nichts mehr tun, außer die Schuld, welche sie sich aufgebürdet hatten, bis ans Ende ihrer Tage mit sich rumzuschleppen.&lt;br /&gt;Kein Wort des Bedauerns würde wieder gut machen können, was sie angerichtet hatten.&lt;br /&gt;Worte sind wie Bilder. Nur eine Momentaufnahme. Sie verdammen uns jedoch zu Taten, wollen wir nicht als Lügner oder Heuchler dastehen. Stimmen jedoch die Taten mit den Worten überein, werden die Worte nicht nur zu einer Momentaufnahme, sondern zu einem Zeugnis unserer Taten.&lt;br /&gt;Worte sind beliebig und bei aller Macht die sie besitzen, sind Taten so viel größer einzuschätzen.&lt;br /&gt;Alles was wir tun können, ist so zu handeln, dass unsere Taten mit unseren Worten übereinstimmen.&lt;br /&gt;Martin hatte Jessica gesagt, dass er sie liebe.&lt;br /&gt;Melanie hatte Jessica gesagt, dass sie immer für sie da sei.&lt;br /&gt;Beide haben vielleicht nicht gelogen als sie das sagten, doch das macht es nicht besser. Denn Worte sind nicht so mächtig, weil sie verletzen, sondern weil sie uns dazu anhalten, dass was wir einst gesagt haben auch in die Tat umzusetzen. Sie verpflichten uns.&lt;br /&gt;Denn sie setzen sich im Herzen unseres Gegenübers fest und daran misst er uns.&lt;br /&gt;Bis er uns anschreit und uns all das entgegen schleudert, was wir in ihm gepflanzt haben.&lt;br /&gt;Christina hob Jessica auf und beide marschierten in die Nacht hinaus.&lt;br /&gt;Ihr schluchzen war das letzte was wir sahen, ehe der Bass sich wieder in unser Gehör spielte und die Szenerie sich auflöste. Alles was blieb, war dieser Schrei.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-9116289844173533889?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/9116289844173533889/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/08/vom-schrei-der-die-welt-anhielt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/9116289844173533889'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/9116289844173533889'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/08/vom-schrei-der-die-welt-anhielt.html' title='Vom Schrei, der die Welt anhielt...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-3375004982038346022</id><published>2010-07-30T08:28:00.001+02:00</published><updated>2010-07-30T08:31:48.987+02:00</updated><title type='text'>Mehr als nur Phrasen...</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"The unreal is more powerful than the real. Because nothing is as perfect as you can imagine it. Because its only intangible ideas, concepts, beliefs, fantasies that last. Stone crumbles. Wood rots. People, well, they die. But things as fragile as a thought, a dream, a legend, they can go on and on. If you can change the way people think. The way they see themselves. The way they see the world. You can change the way people live their lives. That's the only lasting thing you can create."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;— Chuck Palahniuk (Choke&lt;/span&gt;) &lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-3375004982038346022?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/3375004982038346022/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/07/mehr-als-nur-phrasen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3375004982038346022'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3375004982038346022'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/07/mehr-als-nur-phrasen.html' title='Mehr als nur Phrasen...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-7086151530267697681</id><published>2010-07-10T14:42:00.003+02:00</published><updated>2010-07-10T14:54:01.244+02:00</updated><title type='text'>Vom letzten Gedanken...</title><content type='html'>Die letzten beiden Wochen waren irgendwie komisch. Meine Laune war die meiste Zeit zum Kotzen, auch wenn ich mir das nur bedingt habe anmerken lassen. Ich hab ja meinen &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/06/vom-tanz-am-abgrund.html"&gt;Tanz am Abgrund&lt;/a&gt; skizziert und kann leider nicht behaupten, dass mir das weitergeholfen hat, wie ich gehofft hatte. Im Normalfall ist es so, dass ich ein oder zwei Tage schlechte Laune habe und dann normalisiert sich alles irgendwie wieder. Doch in letzter Zeit ist das irgendwie anders. Das fing schon lange vor dem besagten Blogeintrag an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst will ich mal festhalten, dass ich das nicht mit Absicht mache. Mir die Laune vermiesen. Das passiert von ganz allein. Für die meisten meiner Gedankengänge kann ich nichts. Viele davon sind deprimierender Natur, die noch nicht mal in Zusammenhang mit meinem Alltag stehen, sondern sich mit Sachen beschäftigen, die überhaupt nicht in meinem Wirkungsbereich liegen. Wenn dieser Gedanke dann spazieren war und beladen mit allerlei Schlechtem wieder zurück kommt, um das bei mir abzuladen, sitz ich da und mir bleibt nur ein Seufzer. Es passier halt einfach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hab die letzten Tage viel darüber nachgedacht, was wohl mein letzter Gedanke wäre, wüsste ich, dass ich die kommende Minute nicht überlebe. &lt;br /&gt;Das Gute ist, es gibt einige Momente die sich da um den ersten Platz beim Foto-Finish gestritten haben. Das heißt unterm Strich, dass mein Leben hin und wieder immer wieder Momente abwirft, die es lebenswert machen. Aber daran hatte ich eigentlich eh nie einen Zweifel, weil ich am Leben ja durchaus interessiert bin. Außerdem hab ich ja auch für die ganze Fahrt bezahlt, warum sollte ich da früher aussteigen wollen? Man macht diese Fahrt schließlich nur einmal. &lt;br /&gt;Interessant fand ich außerdem, dass alle meine Momente mit Menschen zu tun hatten. Keine Gruppenerlebnisse, sondern immer irgendwie etwas, dass man nur mit einem anderen Menschen erlebt hat. Mir ist das Menscheln wohl wichtiger als ich den Eindruck erwecke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Blöde ist, ich komm nicht gerade zu dem Ergebnis, dass ich wirklich an meinem Leben hänge. Da sind, wie gesagt, diese wirklich wundervollen Momente, die ich gegen nichts in der Welt eintauschen würde. Aber die liegen eben in der Vergangenheit. Natürlich weiß man nie, was morgen sein wird, aber ich würde mir wünschen ich könnte mich irgendwie mit dem Gedanken zufrieden geben, vollkommen unbedeutend zu sein.&lt;br /&gt;Unter knapp 7 Milliarden Menschen ist man schon unbedeutend genug. Wenn man das dann noch mit einem Blick in den Sternenhimmel  überprüft, kann einem eigentlich nur die Lust vergehen. Man wird geboren, lebt rund 70 Jahre, dann stirbt man und die Zeit dazwischen hat man versucht irgendwie sinnvoll vollzustopfen (was ironischer weise zur Folge hat, dass man die gefühlte Zeit sogar noch verkürzt).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Groteske ist, dass dieser Gedanke gleichzeitig Ansporn ist, der dieses Leben leichter macht und zugleich macht er einem das Herz auch schwer. Denn es ist eben nur eine Momentaufnahme. Und nach diesem Moment ist alles nur noch schwerer. Aber trotzdem: in diesem Moment ist alles schwerelos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß auch nicht… seit dem ich bewusst denke ist es so wie in dem Text von vor 2 Wochen beschrieben. Ich hab immer das Gefühl, das irgendwas fehlt. Mit steigendem Alter kam dann irgendwann genug Ablenkung in Form von Alkohol, Drogen und Sex dazu, dass man das Grübeln ignorieren konnte und sich, ganz wie Menschen es tun, eher mit kurzfristigen Überlegungen auseinandergesetzt hat. Trotzdem war ich oft genug einfach nur angepisst von den Leuten in meiner Umgebung und diesem sinnentleerten Gehabe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine beste Freundin sagt immer gern, dass mir 'ne feste Freundin fehlt. Da hat sie wohl nicht so ganz unrecht. Denn wenn ich zurück denke, wann ich am zufriedensten mit mir und der Welt war, dann trifft das auf 3 Monate in einem Frühjahr zu. Was auch schon traurig genug ist. 3 Monate in, bis dahin, 23 Lebensjahren, sind auch nicht gerade viel. Natürlich hab ich auch in der Zeit gegrübelt, doch nicht so, dass es mich wirklich irgendwie belastet hätte.&lt;br /&gt;Wenn der Gedanke von der Wanderschaft kam, dann hab ich ihn vor der Tür seinen Ballast abladen lassen und mich nicht wirklich damit beschäftigt. Weil ich jemanden hatte, der mich abgelenkt hat. Als dieser Mensch dann weg war, ist mir diese unermessliche innere (und vor allem äußere) Leere erst so richtig bewusst geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hab der Person damals mal gesagt, dass ich vor allem damit beschäftigt bin, das Leben auf mich regnen zu lassen. Man steht halt einfach da und fühlt auf irgendeine Art und Weise, was um einen herum vor sich geht, durch die Tropfen die auf einen &lt;br /&gt;niederprasseln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meiner Welt regnet es nur Scheiße. In Massen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin einer der Menschen die mit hochgeschlagenem Kragen und tief vergrabenen Händen in den Taschen, durch diesen Moloch von Leben stapft. Dann trifft man auf einen Menschen, der einen Regenschirm dabei hat und der einem tatsächlich die Chance bietet sich dort unterzustellen.&lt;br /&gt;Das Leben regnet dann immer noch auf einen nieder. Aber es ist nicht mehr ganz so ekelhaft. Zusammen steht man dann unter diesem Schirm und ist einfach nur zufrieden mit sich und der Welt. Heute Nacht hat mich diese Person dann im Traum aufgesucht. Sie hat mich genau das gefragt, was ich sie damals auch gefragt habe: „Warum soll das deiner Meinung nach nicht zwischen uns funktionieren?“&lt;br /&gt;Im Traum gab es dann logischerweise auch ein Happy-End. Aber irgendwann muss man halt leider aufwachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist jetzt auch nicht so, dass ich all mein Bestreben auf ihren Schirm ausrichte. Dass das zwischen uns nichts mehr wird, &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/05/vom-wink-mit-dem-zaunpfahl.html"&gt;damit hab ich mich längst abgefunden&lt;/a&gt;. Ich würde nur irgendwie gern die Gewissheit haben, dass ich irgendwann noch mal auf einen Schirm treffe, der mir Unterschlupf gewährt. Denn was mir fehlt, um diese Steine im Schuh, beziehungsweise diese Schuhe, loszuwerden, das weiß ich.&lt;br /&gt;Nur, dass ich das finde, daran habe ich so meine Zweifel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Gedanke, den ich mir übrigens zurecht gelegt, habe, sollte ich mal von meinem Ableben rechtzeitig erfahren, macht mich sehr sorgenfrei. Er hat mir ihr zu tun, wenn er auch nur sehr knapp gewonnen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Die Strecke hat ewig gedauert. Normalerweise legt man sie zu Fuß in knapp 20 Minuten zurück. Wir haben bestimmt 90 Minuten gebraucht. Jetzt sind wir auf diesem Spielplatz auf dem wir uns tagsüber nie rumtreiben würden. Da ist diese Schaukel. Riesig. Ihr Durchmesser mindestens ein Meter, wenn nicht sogar anderthalb. Sie setzt sich auf den Rand und ich gesell mich zu ihr. Wir rollen uns in diese riesen Schaukel, sie dicht an mich gepresst, ihr Kopf auf meiner Brust unter meinem Kinn. Unser Atem steigt in kleinen weißen Wölkchen in die Luft, so kalt ist es. Sie seufzt zufrieden. Die Sterne über uns sind klar zu sehen, die Schaukel wiegt uns sanft unter dem Sternenhimmel und sie guckt mir ins Gesicht um meinen Gedanken, den ich vorher ausgesprochen habe zu kommentieren: „Ich mag die Art, wie du denkst“, sagt sie friedlicher wie es sonst niemand könnte.&lt;br /&gt;Ich lächele. Schaue in das schönste Gesicht das ich kenne und alles was in diesem Moment meine Gedanken bestimmt ist dieser Augenblick. Ich bin glücklich und fühle mich einfach nur erleichtert. Bei so viel empfundenem Glück, aus so einfachen Momenten, kann alles was danach kommt, nicht so schlimm sein. Solang mir dieser Atemzug bleibt, der sich so leicht anfühlt, wie kaum einer zuvor, bin ich auch bereit alles andere zu schultern.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich sie dann irgendwann an dem Abend nach Hause gebracht hatte, war mir alles andere egal. Ich war so glücklich, dass ich am liebsten direkt tot umgefallen wäre. Vor Glück zerspringen wollen. Ich weiß wie sich das anfühlt. Bittersüß ist es.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und deshalb bleibt es lebenswert. Wegen diesem letzten Gedanken. Irgendwie komisch. Denn meine Laune hebt es dennoch nicht. Im Gegenteil. Sobald der Gedanke sich ausgedacht hat, der Augenblick zwinkert, dieser Atemzug entwichen ist, hält der Scheißeregen wieder Einzug und prasselt mir auf meinen Mantel, dessen Kragen ich hochgeschlagen habe, um mich so gut es geht von der Außenwelt abzuschirmen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-7086151530267697681?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/7086151530267697681/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/07/vom-letzten-gedanken.html#comment-form' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/7086151530267697681'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/7086151530267697681'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/07/vom-letzten-gedanken.html' title='Vom letzten Gedanken...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-7233262616542348853</id><published>2010-07-03T13:00:00.003+02:00</published><updated>2010-07-03T13:12:04.790+02:00</updated><title type='text'>Vom Sterben....</title><content type='html'>Ich empfehle ein Interview in der &lt;a href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/in-guten-kliniken-wird-geweint/"&gt;taz&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt; Wie sollen wir sterben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ein nicht unerheblicher Teil der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt, dass wir sterben. Da helfen auch keine Sonntagsreden. Ich weiß, dass ich sterben muss, und ich weiß, dass es einige sehr hässliche Arten gibt. In dieser Gesellschaft kann ich mich gut vor dieser Erkenntnis drücken. Aber diese Verdrängung hat einen Preis. &lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wirklich lesenswert...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz kurz noch was von mir dazu: ich bin der Meinung, dass wir in der Gesellschaft dringend ein anderes Verhältnis zum Tod brauchen. Denn er gehört unweigerlich dazu und beendet unsere Existenz unausweichlich. Niemand kann dem entgehen und trotzdem ist die Furcht davor an sich genau deshalb unbegründet. Weil man ihm nicht entgehen kann.&lt;br /&gt;Man darf es nicht einfach nur akzeptieren, dass man irgendwann stirbt. Man muss es wissen. Das schafft ein vollkommen anderes Bewusstsein für den Alltag.&lt;br /&gt;Und trotzdem ist Sterben ein größeres Tabuthema als Analverkehr. Und das kann ja irgendwie nicht sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jemanden zu sehen, bei dem man weiß, der lebt nicht mehr lange, und sich mit ihm zu beschäftigen ist schwer, das weiß ich aus eigener Erfahrung nur zu gut. Es macht Angst, ja. Unheimlich sogar. Aber es darf nicht hemmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn nichts ist schlimmer als auf der letzten Etappe im Leben allein gelassen zu werden... es gibt fast nichts unmenschlicheres.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Würde stirbt eh niemand. Der Tod ist etwas grausames. Aber muss man mit allen Mitteln versuchen es noch unwürdiger zu machen? Das unausweichliche hinauszugögern? Nicht jedes Leben ist lebenswert...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;[...]Da fragst du dich dann: Ist das, was wir einen Erfolg nennen, die Verlängerung der Lebenszeit, ist es das wirklich wert?&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Und dann ist sie gestorben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Dann ist sie gestorben. &lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-7233262616542348853?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/7233262616542348853/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/07/vom-sterben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/7233262616542348853'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/7233262616542348853'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/07/vom-sterben.html' title='Vom Sterben....'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-6134014454148186102</id><published>2010-07-02T00:48:00.002+02:00</published><updated>2010-07-02T00:53:17.875+02:00</updated><title type='text'>Von Meeresfrüchten und Gebäck...</title><content type='html'>Ein Märchen gilt gemeinhin als eine Prosaerzählung, die von wundersamen Begegnungen erzählt. Dies ist ein solches Märchen. &lt;br /&gt;Es waren einst zwei Wesen, jedes auf seine Weise einzigartig, die einander nicht kannten und doch einander fanden ohne sich zu suchen, zu einer Zeit, da sie es am wenigsten erwarteten. Das eine Wesen wirkte dank einer bunten Schale so leicht, dass es vermuten ließ, nur Frohsinn würde es umtreiben. Doch sein harter Kern, diese Perle, welche die Muschel verbarg, hegte viel mehr Schwermut, und auch Charakter, als die schillernde Schale auf den ersten unscheinbaren Blick vermuten ließ. &lt;br /&gt;Das andere Wesen hingegen zog krümelnd durch die Welt, hinterließ überall Spuren von Bitternis und Trübsinn. Für einen Keks vollkommen unüblich, naschte man nicht gern an ihm. Er war aus einer seltsamen Rezeptur, die, dass erkannte sie, tief verborgen, seine Talente vermuten ließ, mit denen er Gutes bezwecken konnte, wenn er denn nur wollte. Doch meist nutzte er seine Talente eher um seine Umgebung in ein unbehagliches Gefühl zu führen, anstatt ein warmes Gefühl der Geborgenheit zu stiften, so wie es Weihnachtskekse zum Beispiel gerne tun.&lt;br /&gt;Und eines Tages, da trafen sich beide. &lt;br /&gt;Sie, fasziniert von ihm, der zuweilen bitter schmeckte aber dennoch einen zarten, kaum vernehmbaren gutherzigen Duft verströmte, der ihr suggerierte, in seiner Nähe, da kannst du geborgen sein, wie sonst nur selten zuvor. &lt;br /&gt;Und er war interessiert an dieser Perle, die hinter ihrer bunten Schale fast gar nicht zum Vorschein trat. Dieses Rätsel zu verstehen, was sie ausmachte. Aber auch das seiner eigenen Existenz.&lt;br /&gt;Er, dessen Krümel überhaupt nur für die wenigsten verdaulich war, wollte begreifen, warum sie ihn mochte. Er, noch immer voll Schlechtigkeit, versucht ihr seit dem zu beweisen, dass er seine Talente in ihren Dienst stellt. Sie damit vor allen Widrigkeiten schützen wird, wenn sie seiner Hilfe bedarf. Selbst wenn er manches nicht immer versteht. &lt;br /&gt;Sie lernt es vielleicht noch, ihren Kern blind in seine Hände zu legen. Denn auch wenn sie versucht Vertrauen zu schenken, so hält sie bisweilen die Furcht zurück, dass seine Boshaftigkeit sie irgendwann verletzen könnte und ihre Perle zerschlägt. Von dieser Angst geleitet, ist es ihr nur schwer möglich, sich fallen zu lassen. Denn sie hat nur diese eine, einzigartige Perle.&lt;br /&gt;Doch der Keks wird, auch ohne der Muschel tagtäglich hinterher zu laufen, stets bereit sein, seinen Wert jedes Mal aufs Neue unter Beweis zu stellen - selbst dann, wenn sie irgendwann überzeugt sein sollte. &lt;br /&gt;Sollten beide nicht gestorben sein, so schreiben sie weiter zusammen an dieser Geschichte. Und wie die Muschel und der Keks, die beide aus vollkommen anderen Welten kommen, überhaupt zueinander fanden, das ist das wahrhaft märchenhafte an dieser Sache und vielleicht ein guter Beweis dafür, dass manche Begegnungen doch vom Schicksal eingeleitet werden. Zu Zeiten, in denen man nicht damit rechnet, sie jedoch dringender braucht als man ahnt.&lt;br /&gt;Denn weder kann der Keks ins Wasser, noch die Muschel an Land. Doch irgendwo dazwischen, da ist Raum für beide. Die Frage ist nur, ob beide auch immer wieder dorthin zurückkehren, um sich von Zeit zu Zeit wiederzusehen, in dieser Nische zwischen ihren Welten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-6134014454148186102?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/6134014454148186102/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/07/von-meeresfruchten-und-geback.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/6134014454148186102'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/6134014454148186102'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/07/von-meeresfruchten-und-geback.html' title='Von Meeresfrüchten und Gebäck...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-8158334484277244328</id><published>2010-07-01T18:58:00.004+02:00</published><updated>2010-07-01T20:17:13.055+02:00</updated><title type='text'>Vom Drama des Fußballs...</title><content type='html'>Habe heute in der Bibliothek meiner FH ein bisschen Zeitung gelesen. Denn immerhin war ja &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesidentenwahl-ergebnis-der-bundespraesidentenwahl-1.967909"&gt;gestern die Wahl des Bundespräsidenten&lt;/a&gt; und mich hat vor allem &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/pressestimmen-bundespraesident-dritter-wahl-1.968374"&gt;das vernichtende Urteil der Presselandschaft&lt;/a&gt; gegenüber unserer Regierung interessiert, damit ich wenigstens etwas zum Schmunzeln hatte, die letzten Tage. Schadenfreude bleibt ja immer noch eine der Liebsten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass dieser profillose &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Vorzeigepolitiker&lt;/span&gt; (durchaus mit negativer Konnotation zu lesen) jetzt unser Land vertritt und hin und wieder den Armleuchtern in Berlin den Marsch blasen soll, während er den Bürgern die Politik näher bringen soll ist aber nur Nebensache in diesem Blogeintrag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin bei der &lt;a href="http://www.zeit.de/index"&gt;Zeit&lt;/a&gt; auf einen Artikel über &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Netzer"&gt;Günter Netzer&lt;/a&gt; gestoßen. Von seinen Qualitäten als Experte mag man jetzt mal halten was man will. Dennoch hat dieser Mann genug im Fußball erlebt um zu wissen über was er da redet. Ich kann ihm auch nicht immer zuhören, wenn er sich mit &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Delling"&gt;Delling&lt;/a&gt; die verbalen Bälle zuschiebt, doch hin und wieder ist jeder mal für Sätze gut, die man besser nicht hätte zum Ausdruck bringen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fußball ist ein Spiel was von seiner Unvorhersehbarkeit lebt. Jeder kann jeden schlagen und vor dem Anpfiff ist in der Theorie immer alles möglich. In den nächsten 90 Minuten können Helden geboren oder Versager hervorgebracht werden.&lt;br /&gt;Am letzten &lt;s&gt;Samstag&lt;/s&gt; Sonntag hat Deutschland gegen England gespielt. Eines DER Spiele überhaupt in der Fußballwelt. Und ich durfte es miterleben, wenn auch nur auf der Leinwand. Aber es war geil.&lt;br /&gt;Während des Spiels kam es zu einer eklatanten Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns, weil man ein mehr oder minder klares Tor der Engländer nicht gegeben hat. In der Halbzeitpause plädierte daraufhin Delling, dass man sich im Zeitalter, wie dem unsrigen, doch ruhig mal der modernen Technik bedienen könne um solche Fehlentscheidungen zu vermeiden. Netzer sprach sich entschieden dagegen aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeit schrieb folgendes dazu:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Fußball, so Netzer, ist Drama, Blindheit, Fehlentscheidung, Rachlust und Tragödie. Das Spielfeld, so könnte man Netzers Credo vielleicht zusammenfassen, darf kein helles, von Kameras und Sonden beherrschtes Areal sein, es muss vielmehr ein finsterer Wald voller Wegelagerer, eine Tragödienbühne voller Falltüren sein, durchschlichen von einem tückischen Herrscher: dem Schiedsrichter! Wenn Fußball anders wäre, nämlich gerecht und nicht so restlos von Willkür geprägt, dann wäre es ein toter Sport. Es gäbe dann nichts mehr zu bereden. [...]&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Fußball ist erst in zweiter Linie ein Spiel, vor allem aber ist es eine große Erzählung.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und genau das ist es. Und genau deshalb mag ich diesen Sport so. Er lässt Raum für große Geschichten, kleine Dramen und unglaubliche Tragödien. Wer nicht leidensfähig ist, der sollte diesem Sport fern bleiben. Denn wie sagte schon einst &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bill_Shankly"&gt;Bill Shankly&lt;/a&gt; (auch im Artikel erwähnt, aber immer wieder einfach passend): &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Einige Leute halten Fußball für einen Kampf auf Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich versichere Ihnen, dass es weit ernster ist."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich an meine Jugend zurück denke und all die Tage auf dem Bolzplatz in Erinnerung rufe, dann komme ich zu demselben Ergebnis.&lt;br /&gt;Egal, ob dieser Sport in irgend einem Hinterhof gespielt wird oder in einem hochmodernen Stadion vor 90.000 Zuschauern: am Ende steht immer die Geschichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und am Samstag will ich wieder mindestens 90 Minuten erleben, die ich nicht so schnell vergessen werde!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-8158334484277244328?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/8158334484277244328/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/07/vom-drama-des-fuballs.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/8158334484277244328'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/8158334484277244328'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/07/vom-drama-des-fuballs.html' title='Vom Drama des Fußballs...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-6049007413698189803</id><published>2010-06-30T23:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-30T23:01:42.462+02:00</updated><title type='text'>Vom Schreiben...</title><content type='html'>Ein Zitat:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"The worst part of writing fiction is the fear of wasting your life behind a keyboard. The idea that, dying, you'll realize you only lived on paper. Your only adventures were make-believe, and while the world fought and kissed, you sat in some dark room masturbating and making money."&lt;br /&gt;— Chuck Palahniuk (Stranger Than Fiction: True Stories) &lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-6049007413698189803?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/6049007413698189803/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/06/vom-schreiben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/6049007413698189803'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/6049007413698189803'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/06/vom-schreiben.html' title='Vom Schreiben...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-9049524694448476137</id><published>2010-06-29T03:13:00.002+02:00</published><updated>2010-06-29T03:32:08.810+02:00</updated><title type='text'>Memory II</title><content type='html'>Kennst du dieses Spiel „Wer bin ich?“. Irgendeiner deiner Freunde klebt dir einen Post-It auf die Stirn mit dem Namen einer berühmten Persönlichkeit und du musst dann erraten wer du bist in dem du deinen Freunden Fragen stellst, wie zum Beispiel „Bin ich berühmt aus Film und Fernsehen?“. &lt;br /&gt;Irgendwann, eines Tages wachst du auf, dann stellst du fest, dass du für dieses Spiel weder Freunde noch das verdammte Post-It brauchst. Dann stehst du vor dem Spiegel und du fragst dich wer du bist. Du erkennst deinen Namen auf deiner Stirn. Aber du weißt nicht wer du bist. &lt;br /&gt;Welche Fragen würdest du stellen um herauszufinden wer du bist, wenn du bisher damit beschäftigt warst dich selbst zu belügen?&lt;br /&gt;Ein guter Anfang ist der Versuch, durch deine Gedanken zu reisen. An all die Orte und zu all den Personen an die du dich noch erinnern kannst. Die dich irgendwie geprägt haben. Und dann hilft manchmal schon ein einfaches warum weiter. Warum kann ich mich daran noch so gut erinnern? Vielleicht weil es irgendwie prägend war?&lt;br /&gt;Aber auf jeden Fall bedeutet es dir etwas und hat dich unter anderem zu dem gemacht, was du heute im Spiegel vor dir siehst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Du bist wach. Im hier und jetzt. Es ist Sommer. Der Sommer nach dem schönsten Frühjahr das du jemals hattest. Du versuchst seit Ewigkeiten einzuschlafen und woanders zu sein. Doch du bist wach und im hier und jetzt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich kann nicht einschlafen.&lt;br /&gt;Seit einer Woche bin ich nicht mehr arbeiten, hab ich mich nicht mehr rasiert. Seit 3 Tagen bin ich nicht mehr duschen gewesen. Ich hab aufgehört regelmäßig zu essen. Ab und zu esse ich mal ein Brot, aber die Waage im Badezimmer verrät mir, dass ich nicht gerade dabei bin mein Gewicht zu halten.&lt;br /&gt;Das Heer an leeren Bierflaschen wird immer größer, sammelt sich auf dem Balkon. Ein Heer an Melancholie, welches mich niederwerfen will. Es hält mir so derzeit ständig vor Augen, dass ich nicht nur dabei bin im Trübsal zu baden, sondern geradezu darin ersaufe. Für die Arbeit hab ich mich krankschreiben lassen. Das erste Mal überhaupt. Ich habe seit Jahren keinen größeren Urlaub mehr eingereicht. Und jetzt ließ ich mich krankschreiben, weil mir die Arbeit unerträglich geworden war. &lt;br /&gt;Die Arbeit. &lt;br /&gt;Das einzige dem ich irgendwie Bedeutung beimaß. Das einzige, was ich annähernd mit Spaß verband. Normalerweise schleppte ich mich mit jeder Erkältung in die Kanzlei. Mit jeder Stimmung. Aber das hier ist mir neu.&lt;br /&gt;Einzigartig.&lt;br /&gt;Während meine Kollegen also damit beschäftigt sind, sich durch den Berg von Akten zu arbeiten, den ich ihnen hinterlassen habe, verbringe ich meine Zeit damit Schlaf zu finden. Zumindest versuche ich das.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Erinner dich. Du bist in deinem Geburtsort. Hier hast du gelebt, bis du aufs College gingst. Du bist diesmal nur zu Besuch. Deine beste Freundin hat dich fast schon genötigt hinzugehen. Du hast dir extra drei Tage Urlaub genommen und arbeitest dennoch wieder an irgendeinem Fall. Urlaub sieht eigentlich anders aus. Aber du bist ja eh nicht freiwillig hier. Klassentreffen. Vollkommen unnötig. Doch du kannst nebenbei auch Leute besuchen, die dir wichtig sind. Das Klassentreffen wird dann eben zur Pflicht, zwischen dem Vergnügen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich kann nicht einschlafen.&lt;br /&gt;Wenn man nicht schlafen kann, dann ist alles weit weg. Man ist zwar da, aber irgendwie auch nicht. Alles um einen herum gewinnt auf einmal an Schärfe, nur man selbst droht irgendwie zu verschwimmen. Es ist als würde man zu einem Beobachter seiner selbst. Schlaflosigkeit bedeutet vor allem Einsamkeit. Wie in einem endlosen Wald, in endloser Nacht, streift man Stunde um Stunde umher und entrückt merklich aus dem hier und jetzt. Man fühlt sich, als würde man neben sich stehen und beobachtet sich und seine Umwelt wie durch einen Fernseher. &lt;br /&gt;Der Fernseher ist seit einigen Tagen mein einziger Kontakt zur Welt da draußen. Ich gehe nicht mehr online, checke keine E-Mails, ich wollte eh niemanden sprechen. An meiner Tür hängt das Schild, welches den Zimmerservice fern hält. Ich ging nicht unter Leute, weil ich deren Anwesenheit ohnehin nicht ertragen würde. Ich habe die Welt ausgesperrt. Es gibt nur mich, das Bier und den Fernseher. Doch das Bier geht langsam zu Ende. Und die Wiederholungen nerven mich langsam. Nicht nur die im Fernsehen. Auch die in meinem Kopf.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Erinner dich. Du bist in der Kanzlei. Dort wo dich alle respektieren oder fürchten, für das was du tust. Du bist Anwalt. Kein schlechter. Die dreckigen Fälle landen alle auf deinem Tisch. Denn du bist der, der ohne Moral handelt. Du bist der, für die kreativen Lösungen. Der, den eigentlich keiner um Rat fragen will, weil du immer einen hast. Auch wenn der manchmal nicht schmeckt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich kann nicht einschlafen.&lt;br /&gt;Bereits die Menschen die ich im Fernseher sehe, machen mich aggressiv. Eigentlich habe ich auch nur die Hoffnung irgendwann mal einzuschlafen. Ich gucke nicht aktiv. Vielmehr lass ich mich berieseln. Es ist 11 Uhr am Vormittag. Glaube ich zumindest. Denn wenn man schlaflos ist, dann verliert man jeden Bezug zur Zeit. Erst verschwimmen die Stunden, dann die Tage, dann, irgendwann, fehlt einem sogar mal der Monat. Alles scheint sich ständig zu wiederholen. Man lebt in einem Zustand ständiger Wiederholungen. Alles kommt einem bekannt vor, es verwirrt einen dennoch, weil man es nicht klar zuordnen kann. Es ist als wäre man in einer Endlosschleife gefangen. Man will ausbrechen, ist todmüde. Aber man kann die Augen nicht schließen um einzuschlafen. Irgendwas hält einen wach und man ist kurz davor auszurasten. Wenn man dafür noch die Kraft hätte. Entweder weiß man was einen so ankotzt und man kann nichts Effektives dagegen tun, oder aber, was angenehmer sein kann, man weiß es eben nicht.&lt;br /&gt;Ich weiß es.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Erinner dich. Du bist gerade angekommen. Biegst in die Straße ein, in der du früher Softball gespielt hast. Links und rechts parken die Familienautos am Straßenrand und der Frühling schickt sich an, die letzten warmen Sonnenstrahlen zu später Abendstunde durch die noch fast leeren Baumkronen zu schicken. Du bist wieder zuhause. Dort wo alles anfing. Dein altes und dein neues Leben. Aber von dem neuen Leben wusstest du damals noch nichts.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich kann nicht einschlafen.&lt;br /&gt;Eigentlich ist mir alles egal. Das Schlimmste an Schlaflosigkeit ist, dass man irgendwann nicht mehr in der Lage ist irgendwas effektiv zu machen. Man vegetiert nur noch. Ich hänge im Sessel, zappe durch das Fernsehprogramm, reize die 178 Kanäle aus, selbst die spanischen und russischen Sender lass ich immer mal ein paar Minuten zur Geltung kommen, obwohl ich nichts verstehe, außer ein paar Fetzen Russisch. Es ist mir als würde ich in dem Sessel festkleben, ich bin zu leblos um aufzustehen. Selbst neues Bier will ich mir nicht holen gehen beziehungsweise an der Rezeption bestellen.&lt;br /&gt;Zimmermädchen und Rezeption.&lt;br /&gt;Das muss ich vielleicht kurz erklären. Ich besitze kein schickes kleines Appartement oder Eigenheim. Ich übernachte in Hotels. Nicht weil ich mir kein Haus leisten könnte, sondern vielmehr, weil das Leben in Hotels interessanter und anonymer ist. Ständig wechseln die Nachbarn, die einzigen die sich wirklich für dich interessieren sind die Hotelangestellten und die wollen nur dein üppiges Trinkgeld. Das Zimmer kann man schön steril halten und muss es nicht mit persönlichen  Habseligkeiten ausstaffieren, von denen ich eh kaum welche besitze an denen ich wirklich hänge. Besuch braucht man keinen zu empfangen und wenn man doch mal nicht drum rum kommt, die Frau für die Nacht mit zu sich zu nehmen, kann man ihr alles erzählen, ohne was von sich preis geben zu müssen, denn man lebt weder hier noch dort. Man ist ständig woanders und nirgends zuhause.&lt;br /&gt;Das Leben in Hotels ist wunderbar anonym und ermöglicht einem die höchste Form der Privatsphäre. Man pendelt zwar ständig und hat eigentlich keinen Ort an dem man sich mehr heimisch fühlt. Man ist stets wer anders, nur nicht man selbst. Aber das stört nur bedingt, wenn man sowieso die meiste Zeit mit Arbeit beschäftigt ist. Nur in dieser Woche, da war ich ausnahmsweise mal nicht mit Arbeit beschäftigt.&lt;br /&gt;Seit Stunden bin ich nicht mehr aufgestanden aus meinem Sessel. Mein Kopf liegt soweit in Schräglage, dass mir mein Hals schon wehtut. Doch selbst die Ruheposition auf meinen Schultern, verleitet meinen Kopf nicht dazu einfach mal abzuschalten und einzuschlafen. Ab und zu döse ich mal für ein paar Minuten weg, nur um dann wieder geweckt zu werden von irgendeiner Banalität. Ich habe keine Ahnung wann ich zuletzt geträumt habe.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Erinner dich. An dieses kleine Mädchen. Ihr verdankst du deinen ersten Moment in Zeitlupe. Dabei kanntest du sie noch gar nicht. Du warst 6 Jahre alt und es war Sommer. Tag der Einschulung. Du hast dich das erste Mal bis über beide Ohren verliebt. Warst bereit alles aufzugeben. Nur für dieses eine Mädchen. Doch du warst erst 6 Jahre alt. Du warst ein ziemlich großer Idiot für deine 115 Zentimeter. Hättest du damals schon geahnt was das mal anrichten würde, du hättest versucht sie zu ignorieren. Auch wenn das nicht funktioniert hätte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich kann nicht einschlafen. &lt;br /&gt;Es fühlt sich an wie eine Ewigkeit, dass ich das letzte Mal geträumt habe.&lt;br /&gt;Die Sonne fällt durchs Fenster, sie flutet das Zimmer mit Licht und Wärme und blendet den Bildschirm so, dass ich nicht mehr in den Fernseher gucken kann. Doch ich schalte weiter umher. Belausche die Leute dabei, wie sie sich gegenseitig anschreien, Verkaufsgespräche führen, Gerichtsverhandlungen abhalten, Nachrichten verlesen, etwas zu Essen kochen, den Versuch unternehmen die Welt zu retten, den Versuch unternehmen die Welt ins Chaos zu stürzen, finde eine Dokumentation über Panzer, über einen Pharao, den ersten Weltkrieg, ein Mann erzählt mir wie ich mein Geld anlegen soll und was die Aktienkurse machen, eine Frau kämpft um das Sorgerecht für ihre Kinder, eine Familie wandert aus, eine Zeichentrickfigur verprügelt eine andere, eine Footballzusammenfassung, Golf, Tipps fürs Angeln, weinende Menschen, lachende Menschen, noch mehr Nachrichten, eine Quizshow, ich weiß die Antwort nicht, weil ich mich nicht auf die Frage konzentrieren kann, ein Ehestreit, Musik, Indianer und Cowboys, Autowerbung, die die Freiheit auf der Straße verspricht, auf dem nächsten Sender soll ich irgendwas fürs Hometraining bestellen, ein Bericht über einen neuen Kinofilm. Egal wo ich hin schalte, überall herrscht so unerträglich viel Leben.&lt;br /&gt;Alles bedeutungsloser Scheißdreck. Nichts dabei, was irgendwie wichtig wäre. Für mich. Ich bin wie ein teilnahmsloser Beobachter einer Welt die mir wohl auf ewig fremd zu bleiben scheint. Fühle mich nur noch auf Besuch. Dieses Gefühl, dass man hat, wenn man Tante und Onkel besuchen fährt. Man wird aufgenommen, aber man gehört nicht dazu. Man ist hier nicht an seinem Platz. Man ist woanders. Bei aller Liebe, bleibst du irgendwie ein Fremdkörper.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Erinner dich. Es ist wieder Sommer. Du hast gerade das erste Mal in deinem Leben von einer Frau eine Ohrfeige bekommen. Und du hattest sie verdient. Doch anstatt dich selbst zu hassen, beginnst du fortan die Welt zu hassen. Denn diese hasst dich ebenfalls. So werdet ihr einander erträglich. So kämpfst du Tag für Tag gegen alles und jeden. Auch gegen dich selbst. Und du bist erst 10 Jahre alt. Du beginnst die Welt Stück für Stück abzutragen und legst sie dir offen. Wirst jeden Tag müder.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich kann nicht einschlafen.&lt;br /&gt;Mein Handy klingelt. Ich schrecke auf. Das Display verrät mir wer dran ist. Ich lächel müde und hebe ab: „Hey Megan.“&lt;br /&gt;„Na du Idiot!“, klingt es mal wieder viel zu fröhlich von der anderen Seite der Leitung, „Wie geht’s dir?“&lt;br /&gt;Ich blicke an mir runter, als ob ich dort irgendwie die Antwort finden würde. „Ich lebe noch“, stelle ich nicht gerade erfreut fest.&lt;br /&gt;„Wie jetzt?“, will sie, hörbar irritiert, wissen.&lt;br /&gt;„Na ja“, ich raffe mich aus dem Sessel auf um aktiv zu werden, den Kreislauf mal in Schwung zu bringen, „es geht mir ganz gut“, lüge ich.&lt;br /&gt;Sie weiß, dass ich lüge. Sie weiß auch warum es mir nicht gut geht. Doch sie übergeht das einfach.&lt;br /&gt;„Was machst du heute Abend?“, will sie voller Enthusiasmus wissen und schiebt direkt hinterher, dass ich mir bloß nicht einfallen lassen sollte, schon was vorzuhaben.&lt;br /&gt;„Ach“, seufze ich, „wie soll ich sagen. Heute Abend ist schlecht.“&lt;br /&gt;„Wieso?“, spielt sie entrüstet.&lt;br /&gt;„Bin schon mit Sebastian und ein paar Kollegen aus dem Büro verabredet.“ Auch das ist eine Lüge. Aber nur eine kleine. Ich will einfach nur niemandem auf den Sack gehen. Vor allem nicht der Frohnatur, die sich meine beste Freundin nennt. Das würde mich nur noch depressiver machen. Mir tat die Lüge auch gleich leid. Ich würde sie gerne sehen, gern was mit ihr machen. Mich von ihr auf andere Gedanken bringen lassen. Aber ich denke, dass das sinnlos ist.&lt;br /&gt;„Ach so“, resigniert sie, „Was macht ihr denn?“&lt;br /&gt;„Wie gesagt: bin mit Kollegen verabredet. Mal sehen was wir anstellen werden.“&lt;br /&gt;„Na ja, Hauptsache du kommst mal wieder unter Leute!“&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Erinner dich. Du hast die letzten Jahre so viel Zeit darauf verschwendet zu begreifen wie Menschen funktionieren, dass du vollkommen vergessen hast, das Gelernte auch anzuwenden. Du weißt wie das Spiel funktioniert. Doch irgendwas fehlt dir, dieses Spiel auch mitzuspielen. Und dann ist da wieder einer dieser Momente, die alles weitere in deinem Leben umstürzen. Er gibt dir das was du brauchst um das Spiel jetzt zu bestimmen. Das Selbstbewusstsein. Obwohl dir fast die Knie wegbrechen  in diesem Moment, kommst du erhobenen Hauptes daraus hervor und bist von nun an in der Lage das Gelernte auch anzuwenden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich kann nicht einschlafen. &lt;br /&gt;Ich murmel nur bestätigend.&lt;br /&gt;Sie schiebt ein „Und sonst?“ zwischen mein Gemurmel. Das ist immer der Anfang vom Ende. Die Frage ist eigentlich vollkommen oberflächlich, aber immer wenn sie die mir stellt, dann geht es ans Eingemachte. Ich erzähle ihr, dass ich seit Tagen nur daheim rumgammel, lass aber die Details aus. Für sie ist das unverständlich, dass ich so fertig bin. Menschen wie ich, die nur mit Steinen im Schuh durchs Leben laufen, sind für Menschen wie Megan, die allem Anschein nach auf Wolken durchs Leben schweben doch sehr unbegreiflich fürchte ich. Doch das basiert auf Gegenseitigkeit.&lt;br /&gt;Menschen die immer gut gelaunt sind, kann ich eigentlich nicht leiden. Also noch viel weniger als normale Menschen. Sie gehen mir auf den Sack mit ihrem fröhlichen Getue und wirken auf mich affektiert. Bei solchen Leuten bekomme ich immer das Bedürfnis irgendwas kaputt zu machen. Am liebsten die ganze Welt in Brand setzen, einfach  nur um ihnen zu zeigen, dass eben nicht alles auch sein Gutes hat, sondern eigentlich alles dazu vorgesehen ist in Scheiße zu ersticken. Die meisten Menschen die ständig gute Laune haben sind schlicht und ergreifend Vollidioten. Und es ist unglaublich wie viele es davon gibt.&lt;br /&gt;Viel zu viele.&lt;br /&gt;Keiner ist kritisch genug, für eine eigene Meinung.&lt;br /&gt;Jeder wäre kein Verlust, den man bereuen müsste.&lt;br /&gt;Bei Megan ist das anders.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Erinner dich. Es regnet in Strömen. Du bist den ganzen Weg aus Yakima, deiner Heimatstadt, nach Seattle gefahren um dich einzuschreiben. Warum weißt du selbst nicht so genau. Die Auftritte bei Gericht, in Film und Fernsehen haben dich irgendwie dazu inspiriert dich mal daran zu versuchen. Wenn es dir nicht gefällt, dann kannst du dich nach ein oder zwei Semestern ja immer noch ausschreiben und was anderes versuchen. Außerdem ist dein einziges Talent wohl der Umgang mit Menschen und Sprache. Du weißt wie man manipuliert. Wo wärst du also wohl besser aufgehoben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich kann nicht einschlafen. &lt;br /&gt;Ich nehm ihr ihre gute Laune ab. Jedes Lächeln, jedes Grinsen, jedes Lachen. Das ist alles echt bei ihr. Sie hat Spaß am Leben. Selbst dann wenn es ihr mal schlecht geht und man ihr das ansehen kann, hat sie noch Spaß an dem was sie ihr Leben nennt. Ich weiß nicht wie sie das macht, aber ich beneide sie darum. Ich beneide sie darum und gönn es ihr von ganzem Herzen. Ich würde alles dafür tun, damit sie sich dieses sonnige Gemüt erhält. Nur wie sie das macht, das bleibt mir ein Rätsel. Sie ist auch keine Idiotin. Im Gegenteil. Sie begreift die Dinge um sich herum nur zu gut. Doch wie sie es schafft, sich gegen das Elend des Alltags abzuschirmen, das begreif ich nicht.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Erinner dich. Eigentlich ist alles ganz anders gekommen als du dir das noch im Kindergarten erträumt hast. Schon damals musstest du erkennen, dass du dich älter fühlst, dass du älter denkst und älter sprichst als die anderen Kinder in deinem Alter. Du bist immer der Gefangene. Gefangen unter gleichaltrigen empfindest du bereits damals schon, dass irgendwas mit den Leuten in deiner Umgebung nicht stimmt. Diese Kinder. Die passen nicht zu dir. Dieses Kind sein. Das passt nicht zu dir. Also eigentlich stimmt irgendwas nicht mit dir.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich kann nicht einschlafen.&lt;br /&gt;„Habt ihr euch mal gesprochen?“, fragt sie vollkommen unerwartet für mich und mit nachdenklichem Unterton.&lt;br /&gt;Ich komme ins stocken. Würde gerne ja sagen. Doch das wäre des Lügens zu viel. Denn es gibt dafür ja auch keine Veranlassung. Immerhin erzähl ich ihr sonst auch immer die Wahrheit. Also sage ich ihr die Wahrheit.&lt;br /&gt;Sie schweigt erst einmal. Und dann tut sie das was nur sie kann: mich auf verständnislose Art und Weise zusammenkacken, nur um mich dann mit dem Gefühl zurück zu lassen, dass die Welt nicht ganz so aussichtslos vor einem liegt, wie ich sie mir immer ausmale. Jedes Mal wenn das passiert dringt ihre Stimme gnadenlos an mein Ohr, und ich, der sonst immer was zu erwidern hat, lass das einfach über mich ergehen, weil ich weiß, dass sie ohnehin nicht locker lässt bis ich ihr Recht gebe. Widersprechen wäre sinnlos. Denn sie hat ja auch Recht. Da wo ich mich in komplexen Gebilden sinnloser Trübsinnigkeit ergehe erhascht sie stets irgendeinen Sonnenstrahl.&lt;br /&gt;Das Schlimme ist nur, dass selbst, wenn sie mir diesen Fußtritt verpasst der mich dann kurzzeitig aufrafft und mir vor Augen führt, dass es auch anders geht, sich nach kurzer Zeit wieder die Steine im Schuh melden, die ich Tag für Tag mit mir herumschleppe. Ich weiß nicht wie man die loswerden kann. Mancher würde vielleicht sagen ich bade im Selbstmitleid.&lt;br /&gt;Dabei kotze ich eigentlich nur vor Selbsthass.&lt;br /&gt;Denn vor gar nicht allzu langer Zeit, da war ich diese Steine tatsächlich los.&lt;br /&gt;„Jetzt vergiss die Fotze mal“, erbost sich Megan in mein Ohr.&lt;br /&gt;„Sprich nicht so von ihr“, erwidere ich scharf und das erste Mal in unserem Gespräch ist meine Stimme mit Leben erfüllt.&lt;br /&gt;„Trotzdem“, merkt sie angriffslustig an, „vergiss sie!“&lt;br /&gt;„Ich versuch’s“, sage ich wieder emotionslos und weiß, dass diese Vorgabe zum Scheitern verurteilt ist.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Erinner dich. Du bist ganz zufrieden mit dem was andere ein glückliches Leben nennen. Deine Frauengeschichten wechseln mindestens jedes halbe Jahr. Du bist ungebunden und frei. Darfst tun und lassen was du willst. Dein Job macht dir Spaß. Gewissensbisse gibt es nur von außen, wenn Christoper oder Megan sich zu Wort melden. Doch im Großen und Ganzen hast du genug Geld um es sinnlos auszugeben, zu versaufen und hin und wieder irgendeine dumme Kuh auszuhalten. Beliebt bist du sogar auch noch. Trotz der Tatsache, dass du nicht Gandhi oder Jesus bist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich kann nicht einschlafen.&lt;br /&gt;Du bist wach. Im hier und jetzt. Es ist Sommer. Du sagst Megan, dass du jetzt auflegen musst. Sonst kämest du zu spät zu deiner Verabredung.&lt;br /&gt;„Na gut“, sagt sie fast schon wehleidig, was mir, ob meiner Lüge, wirklich leid tut.&lt;br /&gt;„Wir sprechen uns.“&lt;br /&gt;„Dann mal viel Spaß!“, wünscht sie mir ehrlich.&lt;br /&gt;„Danke“, sage ich teilnahmslos.&lt;br /&gt;Als wir aufgelegt haben, starre ich wieder in den Fernseher. Wieder dringen nur die Stimmen zu mir durch. Das Bild ist immer noch überblendet vom Sonnenschein. Sie versuchen gerade im Teleshopping irgendeinen Urlaub anzupreisen.&lt;br /&gt;Urlaub.&lt;br /&gt;Ich beschließe Christopher anzurufen. Er ist mein bester Freund. Der andere Teil meines Gewissens. Er ist mein ältester Freund. Der einzige neben Megan, der mich versteht und mir Verständnis entgegenbringt. Auch wenn ich Fehler mache. Von denen ich viele mache. Jeden Tag.&lt;br /&gt;Es klingelt.&lt;br /&gt;150 Meilen von hier fort zu können, ist mit Sicherheit nicht das verkehrteste. Auch wenn es mich dann genau dorthin führt, wo alles anfing. Unter Umständen wird es also nur noch schlimmer. Aber vielleicht kann ich dort auch mal vergessen üben.&lt;br /&gt;Irgendwann hebt jemand ab.&lt;br /&gt;Es ist mein Gewissen: „Was gibt’s?“&lt;br /&gt;„Was machst du heute Abend?“, frage ich.&lt;br /&gt;„Nichts. Warum, biste in der Stadt?“, will Christopher wissen.&lt;br /&gt;„So gut wie“, antworte ich. Das erste Mal lächelnd seit Tagen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Erinner dich.&lt;br /&gt;Wer bist du?&lt;br /&gt;Auf geht die Reise.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-9049524694448476137?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/9049524694448476137/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/06/memory-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/9049524694448476137'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/9049524694448476137'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/06/memory-ii.html' title='Memory II'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-261231142613182831</id><published>2010-06-29T02:00:00.003+02:00</published><updated>2010-06-29T02:21:20.657+02:00</updated><title type='text'>Vom Tanz am Abgrund...</title><content type='html'>Leere. Das ist das Gefühl, welches dich am Öftesten begleitet. Du bist nicht dumm. Leider. Wärst du es, hättest du manch Last weniger zu tragen. Hach ja, was klingt das Arrogant und was ist dir das egal. Du hast die letzten Wochen nichts anderes gemacht als dich abzufucken für Sachen, von denen du quasi keinerlei praktischen Nutzen haben wirst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber der Reihe nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Momentan fühlst du dich einfach nur ausgelaugt. Als hätte man dir das letzte bisschen Motivation abgepumpt und irgendwo gelagert, wo du nicht hinkommst. In deinem Studium sind hin und wieder sogenannte &lt;span style="font-style:italic;"&gt;„Leistungsnachweise“&lt;/span&gt; erforderlich, die zum Ende des Semesters anfallen. Du hattest jetzt zwei zu erbringen, bei denen der letzte Versuch dazu bestand. Ein Scheitern hätte das Ende deines Studiums zur Folge gehabt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was hast du dich geärgert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht weil du bis zum sechsten Semester solche Altlasten mit dir rumgeschleppt hast, sondern die Art und Weise wie sich diese Altlasten dir anhängen. Wie gesagt: du bist nicht dumm. Für das eine Fach, deren Prüfung du letzten Mittwoch abgelegt hast, warst du allem Anschein nach clever genug um eine halbe Woche lang Vollgas zu geben und den Stoff von einem Semester komplett nachzuholen. Für das andere Fach haben gar 1,5 Tage gereicht um den Stoff eines gesamten Semesters aufzurollen und zu verinnerlichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt hast du beides hinter dir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich sollte sich sowas wie Erleichterung einstellen. Tut es aber nicht. Generell hast du kein schlechteres Gefühl, als bei anderen Klausuren auch. Dennoch bekommt der Pessimismus einen zusätzlichen Schub, aufgrund der Tatsache, dass es dein letzter Versuch war. Man denkt dann gern etwas konservativer. Aber das ist hier nicht das Entscheidende. Das Entscheidende ist, dass, selbst wenn du bestehen solltest (was zumindest bei der Klausur von heute wirklich in den Sternen steht), es dich ankotzen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und zwar so richtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sinnlosigkeit treibt dich in dem Fall um. Es geht dir nicht rein, dass du deine Zeit mit Sachen verschwendest, die keinerlei Erforderlichkeit besitzen, für dein späteres Leben. Jaja… klar… man weiß nie, was einen erwartet, was dich erwartet. Ich weiß es aber. Also Schnauze. &lt;br /&gt;Solltest du also bestehen, dann gewährst du dir nur eine Fristverlängerung für ein Leben, das dir so eigentlich nicht gefällt. Du studierst nicht zwingend das Falsche, aber keinesfalls das Richtige.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was für Alternativen sind da?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nüchtern betrachtet keine. Du würdest dir kein Talent für irgendwas bescheinigen, was Arbeitsmarkttauglich ist. Ich auch nicht. &lt;br /&gt;Du kannst lügen wie kein Zweiter und auch dein Gespür für manche Ungereimtheiten ist durchaus bemerkenswert, genauso wie deine Menschenkenntnis. Dennoch hilft einem das nicht weiter. Sowas kann man ja niemandem in eine Bewerbung schreiben. Du bist jetzt mitte Zwanzig. So langsam musst du irgendwie in die Puschen kommen und irgendwas mit deinem Leben anstellen. Aber was?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du hast keine Ahnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum auch? So verbittert wie du bereits jetzt bist, aufgrund der Dinge, die sich dir im Alltag immer wieder präsentieren hast du für nichts eine (wirkliche) Passion. Du entwertest so ziemlich alles was dir begegnet aus gutem Grund. In letzter Konsequenz bleibt ohnehin nichts übrig. Ja, man könnte Kinder in die Welt setzen. Aber Kinder sind scheiße. Du magst sie nicht und willst schon zweimal keine eigenen. Mit der Einstellung bleibt nicht viel im Leben. Materielles verschafft dir keinerlei Befriedigung. Du hast schlicht und ergreifend so gut wie nichts, dass dich antreibt. Einzig und allein die Erwartungen von C. und S. sind vielleicht sowas wie der Versuch deinem Leben eine gewisse Struktur zu verleihen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch auch das ist schwieriger als es den Anschein hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal, da fühlt du dich wie eine leere Hülle. Wie ein Geist. Die Projektion der Erwartung anderer. Die Erwartung von C., die will, dass du dein Studium ordentlich zu Ende bringst. Die Erwartung von S., der ins selbe Horn stößt. Außerdem willst du dir nicht die Blöße vor den ganzen Spacken und Einfaltspinseln geben, mit denen du tagtäglich zu tun hast. Du machst dieses Studium schon lange nicht mehr, weil es dir irgendwie Spaß macht. Du machst es nur noch, weil du keine Ahnung hast, was du sonst machen sollst und weil du nicht enttäuschen willst. Nicht die wenigen Menschen, die an dich glauben. Wenn du schon nicht an dich selbst glaubst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum du nicht an dich glaubst?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allem deshalb, weil es dafür keinen einzigen vernünftigen Grund gibt. Auf diesem Scheißplaneten gibt es genug Arschlöcher, die besser sind als du. Es gibt genug Menschen, die netter sind als du. Es gibt genug Leute, die talentierter sind als du. Und es gibt genug Sachen die dich einfach regelrecht ankotzen und dir irgendwie den Mut nehmen, was ändern zu wollen. Wozu auch? Menschen kannst du größtenteils sowieso nicht ausstehen und die wären schließlich die Einzigen, für die man sich letztlich einsetzt. Da guckst du lieber beim gesamtmenschlichen Scheitern zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du würdest manchmal gern anpacken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch dann fühlst du dich bereits verbraucht. Womit wir fast wieder bei dieser inneren Leere wären, die unglaublich bedrückend ist. Es gibt Tage, da schaffst du es nur unter größten Umständen aus dem Bett. Nicht weil du müde vor Müdigkeit wärst, sondern einfach, weil du nicht in der Lage bist, den Tag anzugehen. Es ist schwer das zu beschreiben. Doch am Ehesten lässt sich das damit vergleichen, dass man jeden einzelnen Muskel spürt. Man weiß, man könnte sich bewegen, wenn nicht diese unglaubliche Last einen niederreißt.  Dann liegt man da und starrt einfach nur die Zimmerdecke an, in der Hoffnung, dass man sich irgendwie aus dem Bett gerollt bekommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wenn du das dann geschafft hast?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann stehst du mit beiden Beinen wacklig in dieser Sache, die sich dein Leben nennt. Bereits mit diesem verbrauchten Gefühl in der Magengegend, hast du dich unter größten Anstrengungen aus dem Bett gequält, keine Ahnung wofür. Und dann… dann kommt dieses lange zehrende Gefühl der Schlaflosigkeit dazu. Der Tag wird mindestens zwanzig Stunden haben. Nicht weniger. Jede Stunde wird dir wie eine Ewigkeit vorkommen. Jeder Moment wird sich wie Kaugummi anfühlen, der unter dem Schuh kleben geblieben ist. Er wird dich verfolgen und nur Ärger machen. Du willst ihn loswerden. Abschütteln. Aber es wird immer was übrig bleiben. Dieser zähe Rest, den man einfach nicht los wird, zwischen dem Profil der Sohle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du bist kurz davor einfach durchzudrehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einfach irgendwas zerfetzen. Genauso wie dein Herz. Das schon lange nicht mehr in dem ruhigen Takt schlägt, den es braucht, um dir das Leben angenehm zu machen. Da war diese Begegnung, die dafür gesorgt hat, dass nichts übrig ließ von deinem Herzen, was irgendwie verwertbar blieb. &lt;br /&gt;Nichts Materielles. Keine Kinder. Nichts für die Zukunft. Du würdest gern für den Moment leben. Aber nicht flüchtig, sondern bedeutend. Doch diese Bedeutung ist dir fern, weil dein Herz ihr zerfetzt zu Füßen liegt und sie momentan die Einzige ist, die es zusammen setzten könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine andere Liebe ist nicht in Sicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und somit bleibst du einsam. Und deshalb ist eigentlich deine einzige Hoffnung das Scheitern, auf dass du vielleicht einen Neuanfang wagen kannst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welch grausamer Tanz am Abgrund…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-261231142613182831?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/261231142613182831/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/06/vom-tanz-am-abgrund.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/261231142613182831'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/261231142613182831'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/06/vom-tanz-am-abgrund.html' title='Vom Tanz am Abgrund...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-5701214707801007993</id><published>2010-05-28T21:50:00.003+02:00</published><updated>2010-05-28T22:08:29.398+02:00</updated><title type='text'>Von Freunden...</title><content type='html'>&lt;a href="http://twitter.com/NauriEstel/status/14927072355"&gt;Sie sind kein Statussymbol, nicht das Ziel. Sie sind allesamt der Weg.&lt;/a&gt; So würde ich Freundschaft definieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man schmückt sich nicht mit seinen Freunden. Man führt sie nicht vor. Man braucht sie, um sich selbst zu finden. Um zu finden, wer man ist, was man will und um hin und wieder ein Netz zu haben, was einen auffängt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und auch wenn sie einen hin und wieder auf diesem Weg stolpern lassen, so richten sie einen doch wieder auf. Denn ohne sie, würden wir länger liegen bleiben, oder gar nicht mehr aufstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn hin und wieder, kann es nicht schaden, wenn sie uns mal ins straucheln bringen, auf das wir unseren Gang auf diesem Weg noch einmal überdenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne diese vier Säulen, wäre ich nicht der, der ich bin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für das Signalfeuer ein Dankeschön.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-5701214707801007993?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/5701214707801007993/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/05/von-freunden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/5701214707801007993'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/5701214707801007993'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/05/von-freunden.html' title='Von Freunden...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-1064544152320018477</id><published>2010-05-21T18:53:00.004+02:00</published><updated>2010-05-21T19:24:12.582+02:00</updated><title type='text'>Vom Wink mit dem Zaunpfahl...</title><content type='html'>Eigentlich wollte ich heute nach Trier fahren. Zum einen um mich mit meinem Vater zu treffen um ein paar finanzielle Details zu klären, aber auch um an meinem Seminar vernünftig arbeiten zu können (die Bibliothek dort ist einfach nicht mit der Rumpelkammer hier am Studienort zu vergleichen). Außerdem wollte ich aber auch noch ein paar andere Sachen erledigen, zum Beispiel meine Praktikumswahl vorantreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nebenbei stand auch noch der Geburtstag meiner Hexe auf dem Plan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider sitze ich immer noch in Hopptown fest, weil meine Mitfahrgelegenheit sich als unzuverlässig erwiesen hat. Abgesehen davon, dass mir das jetzt finanziell ein bisschen Kopfschmerzen bereitet, hat das noch einen angenehmen Nebeneffekt. Wobei angenehm in dem Zusammenhang fast schon zynisch klingt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzten Monate habe ich mir viel den Kopf darüber zerbrochen, wie lange ich mehr oder weniger auf Abruf bereit stehen will, falls sich an dieser Herzenssituation, doch nochmal was ändern sollte.&lt;br /&gt;Warum die Situation so kam, wie sie kam würde jetzt zu weit führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach wie vor denke ich, dass es richtig wäre, wären wir zusammen. Es hilft nur leider nicht, wenn diese Meinung nicht von der Gegenüber geteilt wird. Eine Freundin von mir hat in letzter Zeit so eine nette Floskel benutzt: "jemanden in eine Beziehung reinquatschen."&lt;br /&gt;Damit ist gemeint, dass man den anderen versucht auf biegen und brechen zu überzeugen, dass es das beste wäre, man käme zusammen.&lt;br /&gt;Davon halte ich nicht viel.&lt;br /&gt;Liebe ist eine Herzensangelegenheit und sollte wenig mit einer guten Argumentation zu tun haben. Natürlich soll am Ende auch irgendwie eine &lt;span style="font-style:italic;"&gt;vernünftige&lt;/span&gt; Entscheidung stehen, aber nicht weil man eine Pro und Contraliste angefertigt hat, sondern weil man &lt;span style="font-style:italic;"&gt;fühlt&lt;/span&gt;, dass es richtig ist, was man da macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei A. scheint dieses Gefühl nicht vorhanden zu sein.&lt;br /&gt;In letzter Zeit habe ich zunehmend den Eindruck, dass wir immer weiter auseinandertreiben. Unsere Gespräche haben jegliche Dynamik verloren, die sie mal besaßen und generell speißt sich vieles an Gefühlen für sie, wohl aus meiner Erinnung bzw. der Vergangenheit, wie mir &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/04/memory.html"&gt;die Arbeit an einer anderen Sache verdeutlicht&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann muss man wohl auch mal loslassen.&lt;br /&gt;Ich tue das heute.&lt;br /&gt;Loslassen, alte Küsten hinter sich lassen und wieder unbefangen in See stechen (was nicht ganz so sexuell klingen soll, wie es das für den geneigten Leser tun könnte).&lt;br /&gt;Das fällt mir wohl vor allem deshalb augenscheinlich so leicht, weil ich diese Konsequenz eigentlich schon hätte vor Wochen ziehen müssen. Ich hab auf der nötigen Klaviatur eigentlich bereits jede Taste angeschlagen um ihr deutlich zu machen, was sie mir bedeutet. Wenn ihr das mehr oder minder so egal ist, dann bleibt am Ende nichts als eine Freundschaft übrig.&lt;br /&gt;Oder vielleicht sogar weniger, wer weiß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Im Moment fühlt sich das irgendwie enttäuschend an. Dankbar und verbunden bleibe ich ihr trotzdem. Immerhin weiß ich dank ihr, was ich nicht will.&lt;br /&gt;Und das ist wohl mehr als die meisten anderen Menschen wohl von sich behaupten können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe einige Lektionen aus der ganzen Geschichte mitgenommen. Wer weiß: vielleicht wird es am Ende auch nochmal ganz anders kommen. Aber dafür müsste von ihrer Seite schon deutlich was kommen.&lt;br /&gt;Und hoffentlich steht am Ende nicht auch noch die Lektion, dass am Ende aus den Begegnungen die einen berühren, nicht einfach nur ein "Danke" übrig bleibt. Mir passiert sowas nämlich jetzt schon zum zweiten mal. &lt;br /&gt;Denn im loslassen bin ich echt schlecht, obwohl ich von Besitz nichts halte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgesehen davon steh ich damit wieder vor dem Dilemma, dass ich wieder diesen Lebensweg vor mir sehe, dessen Ziel mir nicht behagt. Mal sehen wann ich beziehungsfähig werde, weil mir die passende über den Weg läuft bzw. ich der passende für sie sein werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das ist dann eine andere Geschichte. Heute endet erst mal diese und ob es eine Fortsetzung geben wird oder ich nun eine andere schreiben werde, wird die Zeit zeigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nya... hoffentlich komme ich morgen irgendwie nach Trier. Sonst habe ich noch ganz andere Probleme. In diesem Sinne: Danke und bis bald.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-1064544152320018477?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/1064544152320018477/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/05/vom-wink-mit-dem-zaunpfahl.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/1064544152320018477'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/1064544152320018477'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/05/vom-wink-mit-dem-zaunpfahl.html' title='Vom Wink mit dem Zaunpfahl...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-3107506982111974489</id><published>2010-05-09T20:19:00.004+02:00</published><updated>2010-05-09T20:33:03.650+02:00</updated><title type='text'>Vom Verlust der Menschlichkeit...</title><content type='html'>Menschen nur noch als Material für andere Menschen. Sie haben zu funktionieren und ihren Zweck zu erfüllen. Es kann auch eine Metapher auf den Krieg sein.&lt;br /&gt;Für mich persönlich ist es eine Metapher auf unsere Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schön "eingefangen" in diesem animierten Kurzfilm (nichts für zarte Gemüter):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="400" height="300"&gt;&lt;param name="allowfullscreen" value="true" /&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always" /&gt;&lt;param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9821111&amp;amp;server=vimeo.com&amp;amp;show_title=1&amp;amp;show_byline=1&amp;amp;show_portrait=0&amp;amp;color=&amp;amp;fullscreen=1" /&gt;&lt;embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9821111&amp;amp;server=vimeo.com&amp;amp;show_title=1&amp;amp;show_byline=1&amp;amp;show_portrait=0&amp;amp;color=&amp;amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="400" height="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://vimeo.com/9821111"&gt;Fallen Art von Tomek Baginski&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-3107506982111974489?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/3107506982111974489/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/05/vom-verlust-der-menschlichkeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3107506982111974489'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3107506982111974489'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/05/vom-verlust-der-menschlichkeit.html' title='Vom Verlust der Menschlichkeit...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-5253459552755964195</id><published>2010-05-07T15:26:00.003+02:00</published><updated>2010-05-07T16:04:13.457+02:00</updated><title type='text'>Ein Plädoyer gegen den öffentlichen Personennahverkehr...</title><content type='html'>Gestern war ich in Frankfurt unterwegs und bin dementsprechend viel Bahn gefahren. Straßenbahn, Schnellbahn, U-Bahn und sogar die Regionalbahn sowie den Intercity durfte ich erleben.&lt;br /&gt;Was man dabei vor allem erlebt: Menschen.&lt;br /&gt;Viele Menschen.&lt;br /&gt;Ich mag diese Art des Reisens. Auch wenn ich kein großer Fan der Menschheit bin, so bin ich an sich gern in der Gesellschaft von Menschen. Solange sie mir meine Ruhe lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammengepfercht in Stahlröhren sitzen und stehen sie zuhauf in den Bahnen rum und versuchen die Zeit totzuschlagen, bis ihre Station erreicht wird. Die meisten Leute reisen in der Regel immer allein und beschäftigen sich dementsprechend eher mit sich selbst als mit ihrem eventuellen Nachbarn.&lt;br /&gt;Sie lesen Zeitung, hören Musik, lösen Kreuzworträtsel oder starren einfach nur aus dem Fenster. Meistens sehen die Menschen ziemlich desillusioniert aus, die da so allein rumsitzen und warten, dass die Bahn endlich an ihrer Haltestelle hält.&lt;br /&gt;Ihre Gesichter sind von Unlust und Müdigkeit gezeichnet, während sie der Welt da draußen zuschauen, wie sie an ihnen vorüberzieht.&lt;br /&gt;Haltestelle um Haltestelle.&lt;br /&gt;Immer wieder steigen welche dazu. Hier und da verlässt einer einen.&lt;br /&gt;Alle sitzen zusammen in derselben Bahn, doch für sich genommen ist jeder allein, da jeder ein anderes Ziel hat. Keiner hat großes Interesse an dem Anderen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Menschen die nicht alleine Reisen, sondern in Begleitung unterwegs sind, haben es da schon etwas besser. Blickt man in deren Gesichter, so ist das meist von einer Gelassen- und Zufriedenheit erfüllt. Wissen sie sich doch nicht allein auf ihrem Weg zur Haltestation. Man kann sie beim gemeinsamen Lachen beobachten oder einfach nur ein Gespräch zwischen zwei Bekannten belauschen, dass beiden die Zeit vertreibt, während sie darauf warten ihre Haltestelle zu erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern hat es bezeichnenderweise noch ziemlich stark in Frankfurt geregnet, was der Welt einen ziemlich grauen Anstrich verlieh und die Aussicht aus dem Fenster noch trostloser erscheinen ließ als es das meistens eh schon tut. Denn man sieht all die Dinge, die man gerade verpasst, weil man einen Termin hat, dem man eine höhere Priorität einräumt als es der Typ tut, der gerade in der Sonne im Stadtpark liegt und sich selbige auf den Pelz scheinen lässt oder auch all die anderen Sehnsüchte, mit denen man sich im Alltag so rumschlägt, begegnen einem im Fenster der Straßenbahn immer wieder. Und seien es nur die Werbeplakate, die einem das Paradies auf Erden versprechen.&lt;br /&gt;Das Traumauto.&lt;br /&gt;Das Traumhaus.&lt;br /&gt;Den Traumjob.&lt;br /&gt;Den Lottogewinn.&lt;br /&gt;Die Traumkinder.&lt;br /&gt;Die Traumfrau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Träumen. Damit verbringen wohl die meisten Menschen ihre Zeit, die so desillusioniert in der Bahn sitzen. Sie träumen sich an andere Orte und hoffen auf irgendeine Verbesserung der gegenwärtigen Situation.&lt;br /&gt;Da draußen lag gestern alles in regnerischem Grau und trotzdem starren die Menschen aus dem Fenster. Sobald dann ihre Haltestelle erreicht ist, sind sie auf einmal voller Pep. Springen auf, sprinten zur Tür hinaus und gehen ihr Werk an.&lt;br /&gt;Manche schleppen sich auch eher zum Ausgang, weil sie wissen, dass ihnen die Haltestelle nix Gutes verheißt. &lt;br /&gt;Die Einen freuen sich eben auf ihr Ziel, die Anderen empfinden es eher als eine Last.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bahnfahren ist irgendwie so ein bisschen wie das richtige Leben. Alle warten auf ihre Haltestelle.&lt;br /&gt;Manche fahren jeden Tag dieselben Haltestellen an und sind dementsprechend irgendwann gelangweilt.&lt;br /&gt;Andere fahren immer unterschiedlich, wissen aber wo sie hin wollen, wundern sich jedoch bisweilen an welch komischen Orten sie gerade gelandet sind.&lt;br /&gt;Und wieder andere lassen sich einfach nur treiben. Setzen sich in den Zug, steigen irgendwo aus und gucken was das Leben bringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin vor knapp einem Jahr an einer Haltestelle ausgestiegen, an der ich eine ganze Weile orientierungslos herumgehangen habe, nachdem ich dort allein zurück gelassen wurde. &lt;br /&gt;Ich warte aber nicht auf den Anschlusszug. Die Endstation ist mir bekannt und eigentlich hab ich da keine große Lust (mehr) drauf. Ich überlege im Moment eher in welche Straße ich meine Schritte lenken soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn die eigenen Füße zu benutzen, ermöglicht einem dann doch auch hin und wieder mal Sachen mitzunehmen, die man, wenn man nur aus dem Bahnfenster guckt, nur erträumen kann.&lt;br /&gt;Das endet dann zwar nicht so geradlinig wie eine Straßenbahnlinie ist aber irgendwie auch aufregender, oder nicht?&lt;br /&gt;Man läuft halt nur Gefahr, so wie gestern, dann auch mal hin und wieder nass zu werden, in dem Regen, den das Leben so bereithält.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-5253459552755964195?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/5253459552755964195/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/05/ein-pladoyer-gegen-den-offentlichen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/5253459552755964195'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/5253459552755964195'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/05/ein-pladoyer-gegen-den-offentlichen.html' title='Ein Plädoyer gegen den öffentlichen Personennahverkehr...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-6466652060463689524</id><published>2010-05-01T22:57:00.004+02:00</published><updated>2010-05-01T23:15:24.175+02:00</updated><title type='text'>Von der Wertschätzung...</title><content type='html'>Wertschätzung: das bedeutet einem anderen Menschen zu zeigen, dass er mir etwas Wert ist. Meine Zeit. Meine Nähe. Meine Worte. Mein Handeln. Meine Gedanken. Meine Aufrichtigkeit. Meine Liebe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je mehr ich ihm davon zu Teil werden lasse, desto wertvoller ist er mir. &lt;br /&gt;Je mehr er ich ihm allein davon zu Teil werden lasse, desto unersetzbarer wird er mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich vergebe nicht viel von oben genanntem. Denn ich bin geizig zu vielen und dafür umso großzügiger zu wenigen. Das verspricht weniger Enttäuschungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn Wertschätzung ist immer damit verbunden, dass man einen Menschen zu sehr schätzt und ihn am Ende überschätzt, auf ein Podest erhebt, dass man nicht mehr zu erreichen vermag. &lt;br /&gt;So bleibe ich lieber knauserig und wäge dafür die wenigen Menschen, die ich wertschätze, umso stärker ab. Denn diese Menschen wissen meine Wertschätzung für ihre Person ebenfalls zu schätzen und zahlen mir zurück, was ich ihnen gebe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre Zeit. Ihre Nähe. Ihre Worte. Ihr Handeln. Ihre Gedanken. Ihre Aufrichtigkeit. Ihre Liebe.&lt;br /&gt;Ihre Wertschätzung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-6466652060463689524?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/6466652060463689524/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/05/von-der-wertschatzung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/6466652060463689524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/6466652060463689524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/05/von-der-wertschatzung.html' title='Von der Wertschätzung...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-9192887048299127998</id><published>2010-05-01T16:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-01T16:01:43.210+02:00</updated><title type='text'>Jedem Ende wohnt ein Anfang inne...</title><content type='html'>Wir nehmen jetzt Abschied voneinander, oder?&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ja.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Uns war beiden klar, dass dieser Tag kommen würde.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ja.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Warum schaust du dann so traurig?&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich hatte gehofft er würde später kommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Du lügst.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;In der Tat. Ich hatte gehofft der Tag würde nie kommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Das ist naiv.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ja, das ist es. Aber das sind ja letztlich alle Hoffnungen. Deshalb klammern wir uns doch so an diese. Weil sie treuherzig für uns bereit stehen, wenn sonst nichts bleibt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Aber wer sagt denn, dass ein Abschied das Ende sein muss?&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;So lass uns einen Anfang daraus machen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Du wirst mir dennoch fehlen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Du mir auch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;So sage ich dir nicht lebe wohl, sondern viel Erfolg bei unserem Neuanfang.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Viel Erfolg, den wünsche ich dir auch.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-9192887048299127998?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/9192887048299127998/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/05/jedem-ende-wohnt-ein-anfang-inne.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/9192887048299127998'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/9192887048299127998'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/05/jedem-ende-wohnt-ein-anfang-inne.html' title='Jedem Ende wohnt ein Anfang inne...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-7645206339253954333</id><published>2010-04-30T23:30:00.002+02:00</published><updated>2010-04-30T23:40:11.789+02:00</updated><title type='text'>Von traumhaften Stränden...</title><content type='html'>Ich hatte letztens einen ziemlich bezeichnenden Traum, wie ich finde. Ich war auf einer einsamen Insel gestrandet, mit einer Menge Menschen. Wie wir dort gelandet sind, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass fast ausschließlich Bekannte meinerseits dabei waren und auch drei meiner engsten Freunde.&lt;br /&gt;Bis auf meine drei Freunde ging mir der Rest unserer unfreiwilligen "Reisegruppe" ziemlich auf den Piss. Das Dilemma wurde jedoch dadurch gemildert, dass ich der Einzige war, der wusste, wie man die Insel wieder verlassen konnte. Größer wurde das Dilemma dadurch, dass meine Freunde mehr oder weniger beharrlich von mir verlangten, dass ich auch den Rest mitnehmen müsse. Denn darunter waren auch Menschen, die ihnen was bedeuteten. Widerwillig habe ich das dann getan und wir kamen alle von der Insel runter.&lt;br /&gt;Wie das im Detail ablief, weiß ich nicht mehr so genau. Spielt aber auch keine Rolle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Endeffekt ist es wohl einfach so, dass die Menschen, die uns besonders nahe stehen als eine Art Gewissen fungieren. Denn diese Menschen wollen wir nicht enttäuschen und sie sind auch irgendwo unser Maßstab, für unser Sozialverhalten. Ich hätte, ohne mit der Wimper zu zucken, jeden auf der Insel im Stich gelassen, bis auf meine drei Freunde. Durch ihre Bitte (betteln mussten sie dafür noch nicht einmal), ließ ich mich aber überreden, einen jeden zu retten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freunde sollten einen also irgendwie zu einem besseren Menschen machen. Sonst sind es keine Freunde, die man in Sicherheit wissen will, sondern einfach Bekannte, die man auf einer einsamen Insel zurück lässt.&lt;br /&gt;Denn Menschen die einen nicht wirklich weiterbringen, trifft man an jeder Straßenecke. Freunde hingegen sind es, die einem manchmal den passenden Arschtritt verleihen, ein besserer Mensch zu sein ohne dass man sich dabei selbst belügt. Sie kitzeln quasi die fehlenden Prozente zum Vorschein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin schon richtig froh mit meinen Freunden. Anders kann ich das nicht sagen, ohne dass es zu schnulzig wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Sinne...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-7645206339253954333?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/7645206339253954333/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/04/von-traumhaften-stranden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/7645206339253954333'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/7645206339253954333'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/04/von-traumhaften-stranden.html' title='Von traumhaften Stränden...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-533200290926375892</id><published>2010-04-30T22:49:00.005+02:00</published><updated>2010-05-01T12:33:34.242+02:00</updated><title type='text'>Die Geister die man rief...</title><content type='html'>Ich bin ein Fan der Serie &lt;a href="http://www.southpark.de/"&gt;South Park&lt;/a&gt;. Jeder wird wohl schon mal irgendwo einem der vier Jungs aus dem Dorf in Colorado begegnet sein. So herrlich politisch inkorrekt bringen sie oft Sachen zur Sprache über die man sich mit einem gewissen Sinn für Humor wirklich amüsieren kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor ca. 2 Wochen kam jetzt die 200. Folge heraus. In dieser geht es, kurz zusammen gefasst, darum, dass einer der Jungs Tom Cruise beleidigt, woraufhin dieser von den Einwohnern South Parks verlangt, dass sie ihn ihm ein Treffen mit dem Propheten Mohammed arrangieren. Der Hintergedanke bei Cruise ist, dass er vom Propheten die Gabe haben will, die es ihm ermöglicht, nicht kritisiert zu werden.&lt;br /&gt;Die Einwohner von South Park wissen sich leider nicht zu helfen und stecken den Weihnachtsmann in ein Bärenkostüm um ihn als Mohammed auszugeben.&lt;br /&gt;Dass der Weihnachtsmann in dem Bärenkostum steckt, erfährt man leider erst in Folge 201. Warum leider?&lt;br /&gt;Weil ein paar religiöse Spinner es sich nicht nehmen lassen konnten, vorher schon Stunk zu schieben und den Machern von South Park mit Gewalt zu drohen, sollten sie nicht davon absehen den Propheten weiter zu verunglimpfen. Seit dem sind die Folgen entweder gar nicht mehr zu sehen oder nur noch stark zensiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt mal ernsthaft: geht's noch?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit dem 11.9. zensiert sich der Westen immer wieder selbst, wenn es um Kritik am Islam geht. Ich will jetzt hier gar nicht auf dem Islam als solches rumreiten, denn dafür kenn ich mich zuwenig mit der Religion im Speziellen aus. Aber es kann doch nicht sein, dass wir noch nicht mal ein paar Karikaturen zeichnen können ohne dass dem Nahen Osten und Mittleren Osten die Hutschnur platzt.&lt;br /&gt;Das lustige an der Sache ist ja: die Islamisten reagieren immer genauso wie es die Satire skizziert: hitzköfpig, intolerant, gewaltbereit. &lt;br /&gt;Q.E.D.?&lt;br /&gt;Dass man den Katholizismus immer wieder, auch satirisch, ins Fadenkreuz nimmt, ist mittlerweile Standard. Ich finde das auch nicht mehr als richtig so. Denn auch Religion muss sich Kritik gefallen lassen. Auch, oder vor allem weil sie immer etwas selbstgerecht daher kommt. Natürlich können sich die Gläubigen dann darüber auch beschweren, dass man mit ihrem Gott schindluder betreit. Aber muss man immer gleich mit Mord und Todschlag drohen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es hat sich übrigens heraus gestellt, dass die Proteste zu den oben genannten South Park-Folgen nur von einer unbedeutenden kleinen Gruppe Islamisten stammte. Eine handvoll Leute, die einen Furz quer sitzen haben, beschneiden also mal wieder die Meinungsfreiheit.&lt;br /&gt;Wir schrecken also jetzt schon hoch, wenn nur irgendwo ein paar wenige damit drohen, dass sie bereit sind gewalt anzuwenden. Soweit sind wir schon. Tolle Sache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Simpsons haben das ganz gut aufgegriffen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S9tGI0jrWFI/AAAAAAAAACA/qKgqLryg-V8/s1600/news-simpsons.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 180px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S9tGI0jrWFI/AAAAAAAAACA/qKgqLryg-V8/s320/news-simpsons.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5466039690105411666" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meinungsfreiheit ist wichtig. Aber man muss auch bereit sein sie zu verteidigen. Sonst gewinnen diejenigen, die am lautesten drohen, die Meinungshoheit. Und das kann es auch nicht sein...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachtrag: bezeichnender Weise haben die Macher von South Park bereits einmal ein ähnliches Thema zum Inhalt einer Doppelfolge gehabt. &lt;a href="http://www.southpark.de/alleEpisoden/1003/"&gt;Cartoon Krieg Teil I&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.southpark.de/alleEpisoden/1004/"&gt;Teil II&lt;/a&gt; sind hier durchaus sehenswert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-533200290926375892?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/533200290926375892/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/04/die-geister-die-man-rief.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/533200290926375892'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/533200290926375892'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/04/die-geister-die-man-rief.html' title='Die Geister die man rief...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S9tGI0jrWFI/AAAAAAAAACA/qKgqLryg-V8/s72-c/news-simpsons.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-476952379371330679</id><published>2010-04-30T21:53:00.004+02:00</published><updated>2010-04-30T22:39:41.182+02:00</updated><title type='text'>Vom Bürogeschwätz...</title><content type='html'>Ich hatte gestern mal wieder nach langer Zeit das Vergnügen an meiner alten Arbeitsstelle vorbeizuschauen. Es ist nicht so, dass ich das nicht vorher auch hätte machen können, aber es gab keine Veranlassung dafür.&lt;br /&gt;Meine Kommilitonin (bin ich eigentlich der Einzige, der das für ein totales Scheißwort hält?) und ehemalige Arbeitskollegin Maria wollte sich von mir den verpassten Vorlesungsstoff erklären lassen. Da Maria einer der wenigen Menschen an meinem Studienort ist, die ich über mehrere Stunden aushalte ohne Zustände der Verzweiflung zu bekommen war es da nicht schwer ja zu sagen. Zumal sich bei dieser Lernerei manchmal noch ganz andere amüsante Sachen ergeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu meiner größten Überraschung hat man im Büro jetzt endlich neue Computer bekommen. Ein Grund mehr, der Bitte meines ehemaligen Chefs nachzugeben und meinen alten Job wieder anzutreten. Trotz neuem Mobiliar und neuer Computer blieben aber erfreulicherweise andere Dinge brav beim Alten: das Bürogeschwätz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl wir nur zu zweit da rumhocken (oder vermutlich genau deswegen) entspannen sich manchmal die absurdesten Gespräche, während wir nebenbei ein bisschen was fürs Studium tun. Entspannen ist hier übrigens genau das richtige Wort, fällt mir auf. Denn die Dialoge "gleiten" einfach so dahin. Ich glaub, ich muss Maria bei Gelegenheit dafür mal ein Kompliment machen. &lt;br /&gt;Egal, weiter im Text.&lt;br /&gt;Einer der Kerne unseres gestrigen Gesprächs war unter anderem das Thema Beziehungen.&lt;br /&gt;Maria hält mich nicht für den typischen Beziehungsmenschen und könnte sich auch nicht vorstellen, dass ich sowas wie eine Freundin habe. Als ich ihr vor einem Jahr erzählt habe, dass ich sowas ähnliches wie eine Freundin habe, war sie schon fast schockiert, weil sie mich eher für den Kerl gehalten hätte, der sich der Promiskuität verschworen hat. Sie selbst ist eher so der sesshafte Mensch, mit Freund in gemeinsam eingerichteter Wohnung, zwei Hunden und demselben Freundeskreis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während Maria mit ihrer Einschätzung meiner Person (leider) gar nicht mal so falsch liegt, bewundert sie zugleich diese Art von Freiheit, obwohl sie selbst sagt, dass sie in der Beziehung an sich glücklich ist.&lt;br /&gt;Dieses "an sich" ist übrigens ein erstklassiges Alibi um sich selbst zu belügen. Dazu später mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben uns beide darüber unterhalten ab wann man etwas macht, dem Partner zu Liebe und ab wann man es macht, weil man das selbst so möchte. Zudem kam noch die Frage auf, woher man wissen will, dass er/sie die/der Richtige ist.&lt;br /&gt;Es gibt da diesen ausgelutschten Spruch, den ich ihr dann auch um die Ohren gehauen habe: "Liebe ist, wenn Treue Spaß macht." Das trifft es an sich ganz gut. Man lässt Chancen auf Seitensprünge (oder auch andere Dinge, die dem Partner unangenehem sein könnten) einfach am Wegerand liegen, weil man sie auch gar nicht wahr nimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist natürlich unmöglich. Ich treffe jeden Tag, wenn ich in die Vorlesung gehe, immer diese eine Frau, die mir Sex im Kopf macht. Und das würde sie wohl auch tun, wenn ich in festen Händen wäre.&lt;br /&gt;Und vor sowas ist man nie gefeit. Vor kurzem habe ich noch eine weitere Frau kennen gelernt, bei der ich mir denke "Rrrr...". Ich denke Frauen kennen das Problem ähnlich. Und nein, ich bin kein notgeiler Stelzbock der untervögelt durchs Leben rennt. Ich will mit diesen beiden genannten Frauen auch noch nicht mal zwingend im Bett landen. Aber trotzdem befallen mich jedesmal, wenn ich diese Frauen treffe, sexuelle Phantasien, die ich mir dann ganz schnell aus dem Kopf schlagen muss, ehe ich "Hallo" sage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Worauf will ich jetzt eigentlich hinaus: auf diese Verlockungen im Alltag, die man in einer Partnerschaft immer runterschluckt. Man ist quasi auf einmal Vegetarier, weil der Partner kein Fleisch mag, der armen Tiere wegen, und verzichtet ihm zu Liebe auch darauf. Maria sagt, sie würde ihrem Freund einen Seitensprung durchaus verzeihen. Auch wenn sie sauer wäre.&lt;br /&gt;Und jetzt kommt dieses "an sich" ins Spiel. Tagtäglich trifft man auf diese Verlockungen (das muss übrigens nicht unbedingt Sex oder ein Kuss sein, das können auch andere Dinge sein, von denen man dem Partner versprochen hat, sie nie wieder zu tun, ihm zu Liebe) und verzichtet aber drauf, weil man weiß, dass sie dem Anderen sauer aufstoßen würden. Und irgendwann kommt man dann wohl an den Punkt und fragt sich, warum man das überhaupt mitmacht? Ach stimmt! Weil "an sich" ist man ja zufrieden in der Beziehung.&lt;br /&gt;Maria hat übrigens zwischen den Zeilen durchblicken lassen, dass sie so "an sich" vielleicht doch nicht zufrieden mit der Beziehung ist. Aber ich hatte es mir gespart da nachzubohren. Warum weiß ich grade selber nicht. Vermutlich weil ich sie echt irgendwo mag. Was mir jetzt gerade erst bewusst wird. Lustig...&lt;br /&gt;Auf jeden Fall fängt man dann, dank der liegen gelassenen Versuchungen immer stärker an alles in Frage zu stellen um irgendwann an den Punkt zu gelangen, dass man "an sich" ja doch nicht mehr so zufrieden in der Beziehung ist.&lt;br /&gt;Weil man ständig auf so vieles verzichten muss (wie gesagt: nicht nur Sex mit Megan Fox oder Brad Pitt - sucht euch selbst nonsexuelle "Versuchungen". Ihr hattet bestimmt schon genug Beziehungen), was vorher selbstverständlich war.&lt;br /&gt;Und da kommen wir zu der Antwort auf die Frage, woher man weiß, dass man die Richtige getroffen hat (die Antwort kam mir am Donnerstag nicht sofort, weil ich nebenbei mit einer Hälfte meiner Gedanken ständig beim &lt;a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/823.html"&gt;§ 823 BGB&lt;/a&gt; war): man nimmt diese Verlockungen am Wegerand einfach nicht mehr so wahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz ausblenden kann man die nie. Sie werden einem immer unter die Nase gerieben. Und es ist ja auch nicht verwerflich, hin und wieder mal den Blick über den Tellerrand zu wagen. Ganz im Gegenteil. Das Leben da draußen dreht sich ja auch weiter, wenn man einen auf Pärchen macht.&lt;br /&gt;Aber wenn man dann ruhigen Gewissens seinen Blick wieder abwenden kann und man nicht von einer gewissen Ruhelosigkeit gepackt wird, weil man sich gerade eine super Chance hat entgehen lassen, dann hat man wohl gefunden, was man suchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das doofe ist nur: dass sich zwei Menschen finden, die beide gleichermaßen ruhig sind, wenn sie die Verlockungen am Straßenrand liegen lassen, halte ich für fast ausgeschlossen. Einer von beiden wird das bestimmt schaffen. Aber schafft das dann auch der andere?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaub nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das stimmt irgendwie traurig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn einer von beiden wird dann immer unruhig da sitzen und die Argumente für das "an sich" aufzählen, bis sie ihm ausgehen... und dann sind beide wieder alleine und einer von beiden versteht dann noch nicht mal mehr die Welt, weil doch eigentlich alles gepasst hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist doch große Scheiße...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... beim nächsten Mal, werden wir mehr fürs Studium tun und diese desillusionierenden Gespräche sein lassen. Hoffentlich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis dahin: schönen 1. Mai wünsche ich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-476952379371330679?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/476952379371330679/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/04/vom-burogeschwatz.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/476952379371330679'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/476952379371330679'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/04/vom-burogeschwatz.html' title='Vom Bürogeschwätz...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-6239235749230654477</id><published>2010-04-14T22:44:00.003+02:00</published><updated>2010-05-21T19:26:28.073+02:00</updated><title type='text'>Memory...</title><content type='html'>Kennst du dieses Spiel „Wer bin ich?“. Irgendeiner deiner Freunde klebt dir einen Post-It auf die Stirn mit dem Namen einer berühmten Persönlichkeit und du musst dann erraten wer du bist in dem du deinen Freunden Fragen stellst, wie zum Beispiel „Bin ich berühmt aus Film und Fernsehen?“. &lt;br /&gt;Irgendwann, eines Tages wachst du auf, dann stellst du fest, dass du für dieses Spiel weder Freunde noch das verdammte Post-It brauchst. Dann stehst du vor dem Spiegel und du fragst dich wer du bist. Du erkennst deinen Namen auf deiner Stirn. Aber du weißt nicht wer du bist. &lt;br /&gt;Welche Fragen würdest du stellen um herauszufinden wer du bist, wenn du bisher damit beschäftigt warst dich selbst zu belügen?&lt;br /&gt;Ein guter Anfang ist der Versuch, durch deine Gedanken zu reisen. An all die Orte und zu all den Personen an die du dich noch erinnern kannst. Die dich irgendwie geprägt haben. Und dann hilft manchmal schon ein einfaches warum weiter. Warum kann ich mich daran noch so gut erinnern? Vielleicht weil es irgendwie prägend war?&lt;br /&gt;Aber auf jeden Fall bedeutet es dir etwas und hat dich unter anderem zu dem gemacht, was du heute im Spiegel vor dir siehst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geh und such die Antwort.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-6239235749230654477?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/6239235749230654477/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/04/memory.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/6239235749230654477'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/6239235749230654477'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/04/memory.html' title='Memory...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-5409570499917483103</id><published>2010-04-08T18:23:00.002+02:00</published><updated>2010-04-08T18:23:41.720+02:00</updated><title type='text'>Allein aber nicht einsam...</title><content type='html'>Beziehungen die bereits zu Ende sind, sind für alle Beteiligten immer die peinlichsten. Für Alle. Das beginnt bei den Partnern selbst, die nicht verstanden haben, dass es für sie keine Zukunft gibt, und das gilt auch für die Menschen in ihrem Umfeld, die bereits verstanden haben, dass da keine Zukunft für die Beiden ist, es ihnen jedoch nicht sagen, weil das Gerede über den nächsten Beziehungsstreit zu den alltäglichen Dramen gehört, nach denen sich die sogenannten Freunde mehr sehnen, als nach den inszenierten Dramen im Privatfernsehen.&lt;br /&gt;Und jetzt steht sie wieder vor mir und sagt „Ich erkenne dich nicht wieder.“&lt;br /&gt;Kopfschütteln ist alles was mir dazu einfällt.&lt;br /&gt;Auch die Kinder, sollten welche vorhanden sein, werden davon irgendwie peinlich berührt sein. Denn sie verstehen nicht, warum Vater und Mutter sich ständig streiten, sich nicht mehr küssen oder vielleicht auch noch nicht mal mehr in den Arm nehmen. Muss das so sein? Muss man so eine Beziehung führen wenn man älter wird? Will man das? Was will man überhaupt? Eine Beziehung? Schwierige Ausgangslage für einen Knirps der erst 4 Jahre alt ist und seinen Penis bisher nur fürs Pinkeln wichtig findet und noch nicht darüber nachdenkt ihn irgendwo reinzustecken.&lt;br /&gt;Ich wollte das nie, denke ich mir und schüttel weiterhin den Kopf, während sie versucht sich zwischen Wut und Trauer zu entscheiden.&lt;br /&gt;Bereits im Kindergarten ist man darauf bedacht zu verstehen, wie das mit dem „miteinander gehen“ funktioniert. Wohin will man eigentlich? Dahin wo die Eltern sind und niemals hinwollten oder doch lieber eigene Entdeckungen machen? Das Schlimme ist: diese Frage wird sich auf ewig fortsetzen, wenn man Pech hat. Ständig getrieben von der Angst allein zu sein, flüchtet man sich unter Umständen in die Beziehung, die einem im ersten Moment so logisch erscheint und im letzten Moment nur ein beschissenes Gefühl im Magen zurück lässt.&lt;br /&gt;Wenn man älter wird und im Kindergarten die ersten Küsse mit seinen gespitzten Lippen verschenkt hat, nur um nach Hause zu kommen und zu berichten, dass man eine Freundin hat, stellt man fest, dass das so einfach doch nicht geht. Miteinander gehen bedeutet mehr als nur ein lustiger Kuss unter Kindern. Miteinander gehen bedeutet sich zu frusten nur um von Schmetterlingen im Bauch berichten zu können. Aber das kann man mit 4 oder 5 Jahren noch nicht verstehen. &lt;br /&gt;Sie wirft mir wieder Sachen vor, bei denen ich weiß, dass ich was falsch gemacht habe, aber ich nicht weiß, warum ich es getan habe.&lt;br /&gt;Ich zucke jetzt auch noch mit den Schultern und vermittele so eine Scheiß-egal-Haltung.&lt;br /&gt;Wenn man dann irgendwann in die Pubertät kommt und aufhört Mädchen doof zu finden, erwacht in einem dieses Bedürfnis Beziehungen führen zu wollen und natürlich auch das Bedürfnis seinen Penis irgendwo reinzustecken. Aber das ist jetzt mal unwichtig. Also das mit Penis reinstecken.&lt;br /&gt;Vermutlich resultiert ein Teil der glücklichen Kindheit daher, dass man sich nicht so sehr für Beziehungen und den ganzen Kram drum herum interessiert hat. Aber damit ist jetzt Schluss! Denn früher oder später ist man dazu verdammt dem Gruppenzwang zu folgen und die erste Freundin zum Gesprächsthema im Freundeskreis zu machen. Alle anderen hatten unter Umständen schon eine, auch wenn die selbst nicht so recht wissen, warum. Diese „Du musst eine Beziehung haben“-Dynamik ist schlimmster Faschismus. Es ist furchtbar und der reinste Massenmord an Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung. Aufgezwängt von Freunden, die das von ihren Eltern haben. Und auch unsere eigenen Eltern haben uns ja gezeigt, dass kein Weg an einer schlechten Beziehung vorbeiführt. Eine braucht man mindestens. Manche Menschen wollen, so der Eindruck der sich aufdrängt, auch gar keine Guten.&lt;br /&gt;Meine Scheiß-egal-Haltung lässt sie in traurige Wut stürzen. Trauer darüber, dass sie nicht versteht, was mit mir los ist, Wut darüber, dass sie nicht versteht, warum mir das so egal zu sein scheint.&lt;br /&gt;Dabei ist mir das eigentlich gar nicht egal.&lt;br /&gt;Während man also die Pubertät unter Umständen damit verbringt seine Freundinnen öfter zu wechseln als die eigene Unterwäsche, was bei Jungs durchaus mal vorkommen kann, auch wenn man nur 2 Freundinnen pro Jahr schafft, so findet man irgendwann die Frau für den vermeintlichen Rest seines Lebens. Wie man sie kennenlernt ist dabei Nebensache. Aber man hat ja mittlerweile so viele schlechte Beispiele gesammelt, dass man nun die Richtige gefunden haben muss. Geht ja gar nicht anders. &lt;br /&gt;Geht es doch. Aber leider hat man sich ja bereits festgelegt und die Einbahnstraße gewählt, die alle anderen Beziehungen auch wählen. Festgestellt wird das Ganze, wenn man wieder nüchtern ist und nicht nur der Alkohol, sondern auch das erste heftige Verliebt sein nachgelassen hat. Im Grunde fühlt sich das also doch so an, wie die letzte Beziehung. Nur der Sex ist besser. Und na ja, witziger ist sie auch. Intelligenter auch, klar. Aber ansonsten?&lt;br /&gt;„Warum?“, fragt sie, „Warum bist du so?“&lt;br /&gt;Ich bleibe stumm, denn ich weiß keine Antwort.&lt;br /&gt;Dank ihrem Sinn für Humor, ihren geistreichen Kommentaren hin und wieder, sowie dem guten Sex, vögelt, diskutiert und lacht man sich also durch die Beziehung, die eigentlich schon von Grund auf zum Scheitern verurteilt war. Aber warum? Man verstand sich doch so gut. Man hatte sogar irgendwie dieselben Interessen und die Interessen die bisher nur der andere hatte, fand man auch immerhin so interessant, dass man das ein oder andere Gespräch darüber führen konnte. Man wollte alt werden. Zusammen. Jetzt ist man zwar zusammen, aber älter wird man wahrscheinlich nicht mehr. Zusammen.&lt;br /&gt;„Gib mir doch bitte eine Antwort“, fleht sie schon fast.&lt;br /&gt;„Ich“, beginne ich meinen Satz stockend, nur um ihn dann zu verwerfen und mich wieder in Stille zu hüllen, denn mir schießt in diesem Moment zu viel durch den Kopf. Sie will wissen warum ich so bin? Ich würde das gerne selbst wissen und falle in ein tiefes Loch, an einem gewaltigen Gewicht hängend, das mich nach unten reißt und auf dem Grund bitterlich aufschlagen lässt. Vor meinem geistigen Auge zerfalle ich in meine Bestandteile und überlege, warum ich so bin, wie ich bin.&lt;br /&gt;Ich sehe mich im Kindergarten, die anderen Kinder rennen um die Wette, spielen Ball oder verprügeln sich. Ich stehe in der Ecke, blicke auf die anderen Kinder und suche. Ich wusste damals nicht im Geringsten was ich suche, doch irgendwas trieb mich innerlich an, ließ mir keine Ruhe und ich verstand… nichts.&lt;br /&gt;Die Szene wechselt und ich bin in der Schule. Ich beobachte unser Vorzeige-Klassenpaar. Schon seit 2 Stufen miteinander zusammen. Unsere Promis. Zum anfassen nah. Unser Klatsch und Tratsch, wenn sie mal wieder in Streit verfallen und am Ende doch wieder zusammen kommen. Ich habe immer gedacht, ich müsste mich auch nach sowas sehnen. Eine Bindung. Irgendwas, dass mir das Gefühl gibt, nicht allein zu sein. Ich habe im Gegensatz zu den anderen Kerlen in meiner Klasse nie sehr viele Freundinnen gehabt. Ich war zu wählerisch, dachte ich immer. Dabei hätte es mir damals schon klar sein können. Ich hielt mich selbst zurück. Mein wahres Ich hielt sich im Hintergrund und mich an der Leine, ohne dass ich es merkte.&lt;br /&gt;Sie reißt mich wieder aus der Szenerie, die sich mir offenbarte und greift meine Hand und haucht fast schon mit letzter Kraft, ehe ihr eine Träne über die Wange rollt: „Jetzt sag!“&lt;br /&gt;Ich spüre wie mein Körper sich schüttelt, so als ob die Worte, die sie mir entgegenkommen lässt ihn tief durchdringen. Es ist mir so, als könnte ich hören, wie sie auf meine Seele treffen und dieses dünne Glas, hinter dem sie sitzt und sich all die Jahre verborgen hielt, mit einem großen Riss zerspringt.&lt;br /&gt;„Ich“, beginne ich schon wieder, doch diesmal fällt mir ein was ich zu sagen habe.&lt;br /&gt;Denn jetzt liegt alles klar und deutlich vor mir. Ich werde geflutet, mit dem was all die Jahre angestaut hinter dem feinen Glas darauf wartete frei gelegt zu werden. Diese Momente der Klarheit, in denen man Gewissheit findet, die sind so selten, dass sie sich wohl für die wichtigen Momente aufheben. Ich weiß jetzt, dass ich selbst nie verstanden habe, wo ich hinwollte. Immer auf der Suche zu verstehen, wie andere ihr Leben leben und man das am besten adaptieren könnte, fürs eigene Seelenheil, habe ich ganz vergessen mich zu fragen, wo ich eigentlich hin will. Ich habe irgendwann aufgehört mich zu fragen, ob das alles so sein muss, wie es ist. Stattdessen habe ich mich auf belangloses gestürzt und erlebe nun diesen bitteren Moment so klar und deutlich, dass ich in Leid verfalle. &lt;br /&gt;Denn ich habe keine Ahnung wer ich bin und was ich will.&lt;br /&gt;Ich bin verstört.&lt;br /&gt;Konfus.&lt;br /&gt;Desillusioniert.&lt;br /&gt;Vollkommen nackt.&lt;br /&gt;Und sie sieht mich an und ich sage ihr: „Ich weiß es nicht.“&lt;br /&gt;Stille.&lt;br /&gt;Ich wende meinen Blick von ihr ab und starre ins Leere. Was hab ich getan? All die Jahre war ich immer darauf bedacht, es so zu machen, wie alle es machen. Den verkackten Deckel zu finden, der zu meinem Topf passt. Und jetzt, wo es so weit war, da verstand ich gar nicht was für ein Topf ich war. Ich hatte diese Frau, dieses Wesen, welches angeblich so gut zu mir zu passen schien. Doch da ich nicht wusste, wer ich war, konnte ich diese Frage niemals zu meiner inneren Zufriedenheit klären. Ständig trieb mich diese Unruhe. Ich machte Dinge, nur um ihr zu missfallen und verstand am Ende selbst nicht warum ich das getan hatte. Und es ging dabei nicht immer nur um den verkackten Abwasch, wie heute.&lt;br /&gt;Vermutlich hab ich es getan um sie wieder loszuwerden. Nicht ich. Sondern mein anderes ich. Mein wahres ich. Denn ich bin nicht dazu geschaffen, das zu führen, was andere eine Beziehung nennen. Ich bin ein Getriebener. Auf ewig. Dazu verdammt allein zu sein. Allein aber nicht einsam.&lt;br /&gt;Darin liegt der Unterschied. Und das hab ich all die Jahre übersehen.&lt;br /&gt;„Dann vergiss es“, raunt sie mich an, dass es mir das Herz zerfetzt, „wenn es dir so egal ist!“&lt;br /&gt;Ehe ich erwidern kann, dass es mir nicht gleichgültig ist, hat sie schon kehrt gemacht und die Küche verlassen.&lt;br /&gt;Sich auf andere Menschen einzulassen ist immer ein schwieriges Unterfangen. Denn man läuft Gefahr am Ende verlassener zu sein als zuvor. Da alles grundsätzlich zum Scheitern verurteilt ist, bestraft man sich mit jeder Art von Bindung eigentlich nur selbst.&lt;br /&gt;Frei ist nur der, der losgelöst von allem lebt.&lt;br /&gt;Doch man kann nicht ohne andere Menschen. Der Mensch ist eben Mensch. Er braucht das menscheln.&lt;br /&gt;Dass ich sie liebe, daran besteht kein Zweifel. Wir leben seit Jahren zusammen. Haben Urlaube miteinander verbracht und auch diese vermeintlich magischen drei Worte kamen uns ohne Anstrengung und aus tiefstem Herzen über die Lippen.&lt;br /&gt;Doch Liebe ich sie anders als sie mich. Ich brauche sie nicht zwingend pausenlos um mich herum.&lt;br /&gt;Ich höre die Tür knallen und mache mich in den Wohnungsflur auf, greife meine Jacke und spurte Richtung Wohnungstür.&lt;br /&gt;Die Absätze ihrer Stiefel rattern die Treppen hinunter und ich rufe ihr hinterher. Doch alles was ich aus dem Erdgeschoss schließlich vernehme ist die schwere Haustür, ehe ihre Schritte verstummen.&lt;br /&gt;Der Nachbar aus dem dritten Stock steckt seinen beharrten Kopf aus der Tür und ich werfe ihm nur einen Blick zu, der suggeriert, dass ich damit gerechnet habe und ich ihm jetzt nicht schon wieder Rechenschaft ablegen will.&lt;br /&gt;Auf dem Weg nach unten, ihr hinterher, lass ich meinen Gedanken um den Auslöser für den Streit kreisen. Es ging eigentlich nur um den Abwasch. Mal wieder. Seit Wochen hab ich damit geschlampt. Kein Interesse gehabt ihr damit entgegen zu kommen. Irgendwas hat mir gestunken. Sie hat mir gestunken. Doch konnte ich ihr das nicht sagen, ohne dass ich sie damit verletzt hätte. Ich wäre am liebsten für ein paar Tage ausgezogen. Einfach so. Um Ruhe zu finden. Nicht weil ich ihr fern sein wollte, sondern weil ich für mich sein wollte. Allein. Allein aber nicht einsam. Eigentlich hab ich mir selbst gestunken.&lt;br /&gt;Also war ich passiv aggressiv. Ließ den Geschirrstapel unberührt, tat auch hier und da etwas, was ihr vor den Kopf stieß, ließ mir ihre Predigten gefallen, die immer wieder darauf hinaus liefen, dass es so auf Dauer nicht weitergehen konnte. Natürlich meinte sie damit nicht, dass sie Schluss machen will, wenn ich das beschissene Geschirr nicht spülte. So eine Drama-Queen hatte ich mir nicht ins Haus geholt.&lt;br /&gt;Aber sie wollte weiter Rabatz schlagen, bis ich mich Einsichtig zeigen würde und die Teller endlich mal in altem Glanz erstrahlen würde dank meiner Sorgfältigkeit.&lt;br /&gt;Draußen auf der Straße angekommen ist nichts von ihr zu sehen. Unser Auto steht auch nicht da wo es sollte. Die Straßenlaternen werfen ihre Kegel auf den Bordstein und die blattleeren Bäume tauchen die Straße in eine trostlose Szenerie. Ich stecke meine Hände in die Jackentasche und stapfe los.&lt;br /&gt;Mein Schlüssel liegt nämlich noch oben. Und sie jetzt auf dem Handy anzurufen erscheint mir sinnlos.&lt;br /&gt;Was für Zeiten, in denen wir eher das Handy als den eigenen Haustürschlüssel dabei haben. Aber egal. Darum geht es ja nicht.&lt;br /&gt;Was ich will, was ich wollte, das ist hier das Thema.&lt;br /&gt;Jetzt hab ich die Antwort. Ich will sie. Daran besteht kein Zweifel. Aber ich will nicht mit ihr zusammen sein. Nicht so wie es die Eltern einem erfolglos vorgelebt haben, nicht so wie mein Bruder der seit sechs Jahren eine Verlobte aushält und vor allem nicht so wie meine große Schwester die gerade die zweite Scheidung mit macht und noch nicht mal 40 ist, dafür aber drei Kinder aus zwei Ehen miteinander bekannt machen darf, die  mich alle Onkel nennen.&lt;br /&gt;Ich will das Beste aus beiden Welten.&lt;br /&gt;Ich will nicht einsam sein.&lt;br /&gt;Aber ich will für mich allein sein.&lt;br /&gt;Diese drei Sätze pochen mir durch den Kopf, während ich versuche sie unter ein bisschen Alkohol zu begraben und mich die Melancholie wieder aus dem Club raus spült und durch die Straßen meiner Stadt treibt.&lt;br /&gt;Ich glaube nicht an Seelenverwandte, ich glaube an Menschen die einander nahe sein können, auch wenn sie einander fern sind. Sowas will ich. Mit ihr. Ob das gelingt? Ich weiß es nicht.&lt;br /&gt;Ich stehe jetzt auf diesem kleinen Hügel am Stadtrand.&lt;br /&gt;Jetzt weiß ich was ich will.&lt;br /&gt;Ob ich das bekomme, weiß ich nicht.&lt;br /&gt;Seit Stunden wird jetzt nur ins Tal geblickt. In den fern beleuchteten Straßen pulsiert langsam das Leben. Der eigene Atem wiegt ruhig in meiner Brust.&lt;br /&gt;Die Sonne geht gleich auf. Mein Handy brummt. Ich seufze schwer. Ein bisschen Erleichterung ist auch dabei.&lt;br /&gt;Ihr Name im Display macht mir Mut.&lt;br /&gt;Wie spät ist es? Zu spät. Egal. Was ist schon Zeit. Unwichtig. Erkenntnis kann man jederzeit erlangen. Neu anfangen auch.&lt;br /&gt;Ich klappe das Handy auf und sage „Hallo.“&lt;br /&gt;Was auch immer jetzt passiert, ich weiß nun endlich wer ich bin und was ich will.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-5409570499917483103?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/5409570499917483103/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/04/allein-aber-nicht-einsam.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/5409570499917483103'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/5409570499917483103'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/04/allein-aber-nicht-einsam.html' title='Allein aber nicht einsam...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-3771306022234612632</id><published>2010-04-03T03:56:00.007+02:00</published><updated>2010-05-20T15:49:07.025+02:00</updated><title type='text'>Re: Über zwischenmenschliche Beziehungen...</title><content type='html'>Originaltext: &lt;a href="http://is.gd/bc4ms"&gt;http://is.gd/bc4ms&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;"Deswegen will ich von euch hören:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Was macht eine Beziehung aus?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Was sind die "Ziele" oder Erwartungen, die ihr an eine Beziehung habt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Und was sind Voraussetzungen für euch, um eine Beziehung ein zu gehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Was gibt euch eine Beziehung, was ihr nirgends sonst bekommen könnt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder macht ihr das einfach nur, weil alle es so machen?"&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mh... was soll ich sagen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst sei einmal angemerkt, dass immer wenn ich das Wort Beziehung oder Relation benutze, das ganze sehr allgemein gefasst ist. Ich fasse also alle Arten von Beziehungen, die da irgendwie tiefer gehen (echte! Freundschaften, Liebesbeziehungen, etc.) drunter. Außer ich sage explizit was anderes an. Aber für mich ist die Basis einer jeden guten und tiefen Beziehung immer gleich. Egal, ob ich mit demjenigen nur über mein Wohlbefinden rede oder auch Sex mit ihm habe.&lt;br /&gt;Fangen wir also mal an. Und nein, ich denk noch nicht mal im Traum daran, mich für die folgenden 6 Seiten Text zu entschuldigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die meisten Menschen halte ich mir aus gutem Grund auf Distanz. Zum einen will ich die Kontrolle behalten und das geht nur, wenn der andere einem scheißegal ist. Außerdem: früher oder später tun sie das, was alle tun: sie enttäuschen. Dabei stell ich noch nicht mal hohe Ansprüche an meinen Gegenüber. Ehrlichkeit und Offenheit reichen mir da schon aus. Aber außer drei Menschen kenne ich da jetzt keinen, dem ich so weit vertraue, dass ich mich nicht ständig frage "Was führt der im Schilde?"&lt;br /&gt;Ich bin unglaublich misstrauisch und das hat mich schon vor vielen zwischenmenschlichen Enttäuschungen bewahrt, die ohnehin zum Scheitern verurteilt gewesen wären und gibt mir in gewisser Weise auch die Kontrolle über meine Umwelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe einem Menschen noch nie gesagt, dass ich ihn Liebe. Außer meinem "Bruder". Aber das zählt nur bedingt, weil wir beide betrunken waren und ich 'ne Zigarette von ihm wollte... denn dieses Wort wird ohnehin überschätzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was eine Beziehung ausmacht ist für mich ganz simpel: Vertrauen. Kann ich einem Menschen vertrauen, dann hat er es geschafft, dass ich ihn niemals zu einer Alltäglichkeit degradieren werde. Denn ich vertraue, wie gesagt, an sich niemandem. Am wenigsten mir selbst. Jeder der mir einen „Guten Morgen“ wünscht ist potentielles Feindbild, mögen seine Absichten auch noch so freundlich sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich an meine "Schwester", meinen "Bruder" oder meine "Hexe" denke, dann hab ich da drei Menschen zu denen ich eine Beziehung führe die auf Gleichberechtigung beruht. Das sind die einzigen Menschen, von denen ich mir was sagen lasse und deren Argumente bei mir eine längere Halbwertzeit haben als ein "Fick dich!" was ich anderen nur zu gern vor die Füße kotze ehe ich zum verbalen Rundumschlag aushole.&lt;br /&gt;Eine Beziehung, egal welcher Art, besteht für mich aus Vertrauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was unterscheidet jetzt also meine beste Freundin von der Frau die ich meine Lebensgefährtin nennen würde?&lt;br /&gt;Schwierig.&lt;br /&gt;Viel gibt es da nicht.&lt;br /&gt;Zum Einen fehlt mir bei C. schlicht und ergreifend die sexuelle Anziehungskraft (obwohl ich sie als attraktiv bezeichne) und zum anderen weiß ich, so lieb ich sie auch habe, und jede Kugel die ich für sie abfangen würde, dass es Dinge an ihr gibt, die ich mir bei meiner Partnerin, die ich jeden Tag sehen möchte, kein harmonisches Zusammenleben zulassen.&lt;br /&gt;Als ich noch in Trier gelebt habe und C. noch nicht ihren jetzigen  Freund hatte, haben wir manchmal jeden Tag bis zu 12 Stunden aufeinander rumgehangen. Und sei es nur telefonisch gewesen. Unter 2 Stunden Telefonat lief nix. Und das jeden Tag. Ich hab wie oft bei ihr übernachtet, sie oft bei mir. Ich hab sie in unzähligen „Kerl“-Geschichten beraten und mich mehr als einmal schützend vor sie gestellt als es sonst keiner tat. Ich hab mir aufgrund meiner Loyalität zu ihr, sogar fast meine Abschlussfahrt in Klasse 10 versaut. War mir egal. Denn ich würde mir, wenn es sein müsste, das Herz rausreißen. Nicht nur für C. sondern auch für S. und A. Schlichtweg weil ich sie für die besseren Menschen halte als mich selbst und weil ich jeden von ihnen auf seine Art und Weise liebe.&lt;br /&gt;Trotzdem: nie hab ich auch nur einen Gedanken daran verschwendet meinen Penis in C. reinzustecken. Der Gedanke war so absurd, dass ich mir darüber das erste Mal Gedanken gemacht habe, als mich einer drauf angesprochen hat, ob da was zwischen uns lief.&lt;br /&gt;Da hab ich kurz überlegt: "Wie es wohl wäre, wenn ich sie küsse?"&lt;br /&gt;Ungelogen: ich hab mich geekelt. So wie man sich ekelt, wenn man sich vorstellt man küsse den eigenen Bruder oder die Schwester.&lt;br /&gt;Die Beziehung zu meinem kleinen Bruder S. basiert auf ähnlichem Prinzip. Als ich während meines letzten Aufenthaltes in der Heimat bei ihm gewohnt habe, haben wir uns 2 Wochen lang eigentlich nur in den Haaren gelegen. Ich weniger in seinen, weil er trägt ne Glatze. Aber es ging nie unter die Gürtelinie und wir haben uns auch über manches Thema ausgetauscht, was ich sonst niemandem anvertrauen würde. Und meinen Penis hat er nicht mehr zu Gesicht bekommen, seit dem wir 2 Jahre alt waren. Und wird er wohl auch nie wieder. Außer er macht mal wieder einen Schnappschuss von mir auf dem Klo. Egal.&lt;br /&gt;Was zählt ist das Vertrauen was ich ihm schenke. Bedingungslos.&lt;br /&gt;Und A.? Sie ist ein Sonderfall. Ich könnte darüber jetzt Abhandlungen schreiben, will mir das aber nicht kaputt schreiben. Zumindest nicht an dieser Stelle. Ich weiß nur, dass ich sie auf eine speziellere Art und Weise Liebe wie ich das bei S. oder C. tue. Momentan betrachte ich sie eher als Freundin im Sinne von Freundschaft. Was daraus mal werden kann wird die Zeit zeigen. Derzeit ist da weder Raum noch Zeit für. Zumal ich im Moment ohnehin wieder in einer komischen Phase meinerseits stecke in der ich eher darauf aus bin destruktiv zu handeln als mich genüsslich dem Leben hinzugeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Worauf ich hinaus will: eine Beziehung braucht Vertrauen. Vertrauen in den Partner der Relation (das kann also auch die beste Freundin sein), dann bestimmen sich die Regeln von ganz alleine.&lt;br /&gt;Ich musste weder mit S. noch mit C. jemals darüber sprechen wie weit wir beim anderen gehen können. Das ergibt sich von ganz alleine. Bei S. allein schon deshalb weil ich den kenne, da war er noch Joghurt im Regal.&lt;br /&gt;Und C. kenne ich jetzt seit 14 Jahren. Wir hatten einen riesen Streit. Worum gings? Um mangelndes Vertrauen ihrerseits in meine Person. Zu Recht, wie ich zugeben muss (nein, ich habe sie nie „betrogen“. Ich habe einfach nur zu wenig von mir preis gegeben). Aber wir haben uns wieder zusammen gefunden. Und wie? Einfach so. Man kann das wohl beruhigt irgendwie vom „Schicksal gewollt“ nennen. Es führt wohl einfach für uns beide kein Weg am Anderen vorbei. Wir kamen auf einer Party nach fast einem Jahr Funkstille vollkommen ungezwungen ins Gespräch.&lt;br /&gt;Nach 4 Stunden, die wir einsam und verlassen von allen anderen Partygästen zugebracht hatten, kam die Frage: „Warum reden wir eigentlich nicht mehr miteinander?“&lt;br /&gt;Wir haben Dinge aus der Welt geschafft, die unsere Relation nur noch stärker gemacht haben. Dann hatten wir ein paar Jahre später einen weiteren Streit als sie mit ihrem aktuellen Freund zusammen kam. Diesmal verließ mich so ein bisschen das Vertrauen in ihre Person. Die Hintergründe zu erklären würde den Rahmen sprengen.&lt;br /&gt;Wir hatten Streit.&lt;br /&gt;Aber aufgrund der Basis unserer Beziehung, dem Vertrauen, fanden wir hier auch schnell wieder zueinander. Ich würde C. und S. ohne zu zögern alles anvertrauen. Sogar mein Leben. Einfach weil ich ihnen vertraue. Ich kann dieses verfickte Wort nicht oft genug wiederholen.&lt;br /&gt;Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen.&lt;br /&gt;Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen.&lt;br /&gt;Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen. Vertrauen.&lt;br /&gt;Darüber definiert sich bei mir alles. Wer es schafft, dass ich ihm vertraue, schafft etwas, was sonst kaum jemand schafft. Das war auch das „Magische“ an meiner Begegnung mit A. Ich hab in ihre Augen geblickt und erkannte mich und meine Gedanken wieder, dieselbe Traurigkeit. Das klingt jetzt furchtbar kitschig, soll es aber gar nicht. &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/vom-ungluck-im-gluck.html"&gt;Als ich A. das erste Mal geküsst habe&lt;/a&gt;, war das für mich wie eine Erlösung. In dem Moment ist so viel Last von meiner Schulter gefallen. Ich hätte vor Glück zerspringen können. Einfach weil ich das erste mal hoffend war, dass da draußen noch jemand ist, der so denkt und fühlt wie ich. Aber sich noch nicht aufgegeben hat. A. war mein Rettungsring. Später wurde sie zwischenzeitlich zu einem Anker und mittlerweile haben wir ein Level gefunden auf dem sich u.U. aufbauen lässt und bei dem ich sagen kann: vertrauen ist da, ich fühle mich geborgen.&lt;br /&gt;Worauf ich hinaus will, um deine erste Frage zu beantworten: eine Beziehung macht Vertrauen aus. Das ist für mich das höchste der Gefühle. Und auch eines der seltensten. Und im Zweifelsfalle bin ich schnell dabei dieses Vertrauen auch wieder zu entziehen.&lt;br /&gt;Aber bei diesen drei Menschen würde mir das keinesfalls einfallen. Dafür liebe ich alle drei viel zu sehr. Jeden auf seine Art und Weise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ziele oder Erwartungen habe ich konkret keine, wenn ich an Beziehungen denke. Ich will, um mal die eheähnliche Beziehung aufzugreifen, einfach nur jemanden haben auf den ich mich verlassen kann. Sex ist nie verkehrt, genießt aber kein Alleinstellungsmerkmal bei mir, denn im hohen Alter lässt die Libido ohnehin nach und irgendwann hat man das Loch da unten auf jede erdenkliche Art und Weise gepudert, dass kaum noch Raum für neues bleibt. Ich will vielmehr abends auch mal nach Hause kommen und wissen, dass ich jemandem von meinem Tag erzählen kann.&lt;br /&gt;Ich hatte in meinem Leben bisher drei Beziehungen, die man als solche bezeichnen könnte. Zu meinen ersten beiden Freundinnen pflege ich heute noch ein gutes Verhältnis. Mit meiner ersten Freundin rede ich sogar ganz offen über ihr Sexualleben mit ihrem Freund (und sie erfährt hin und wieder was aus meinem, wenn ich sie nach der ein oder anderen amüsanten und deprimierenden Nacht im ICQ antreffe). Ich habe auch keinerlei Berührungsängste bei Gesprächsthemen mit ihr. Ich mag sie unheimlich gern.&lt;br /&gt;Nur mit meiner dritten Freundin rede ich heute kein Wort mehr. Warum? Weil sie mein Vertrauen missbraucht hat. Dabei ist sie mir noch nicht mal fremd gegangen. Aber ich kann’s nicht ab, wenn man mir ins Gesicht lügt. Und ich merke sowas in 95% der Fälle ohnehin direkt. Nach einigem hin und her, wo ich ihr immer wieder Chancen gab, damit sie mit der Wahrheit rausrückt, hab ich sie dann telefonisch zum Schluss machen gedrängt und ihren Kram kurz darauf bei eBay versteigert.&lt;br /&gt;Ich erwarte also vor allem Ehrlichkeit in einer Beziehung. Welcher Art [von Beziehung] auch immer. Denn ich brauche morgens nur in den Spiegel zu gucken und weiß wie verlogen Menschen sein können, wenn sie wollen. Und weil ich so paranoid bin im Alltag bin und [fast] niemandem vertraue, ist es für mich ungemein wichtig, dass man mit mir ehrlich umgeht. Da ich im Lügen zum Glück besser bin als die meisten anderen, erkenne  ich die meisten Lügner auch direkt. Daher sind für mich viele Beziehungen, im tieferen Sinne, sofort beendet, wenn man mich dauerhaft belügt, hintergeht oder schlicht und ergreifend einfach nicht das Maul aufkriegt und man mir sagt, was los ist.&lt;br /&gt;Denn reden kann man mit mir eigentlich über alles und ich bring auch so ziemlich für alles Verständnis mit, wenn man mir ein plausibles Argument liefert.&lt;br /&gt;Auf Beziehungen, die nur darauf hinaus laufen, dass ich mich verrückt machen muss, kann ich gut und gerne verzichten. Weil dann geb ich entweder die Kontrolle ab oder bin nicht mehr gleichberechtigt in dieser Partnerschaft. Und es geht mir auch nicht darum Kontrolle über meinen Partner in der Relation auszuüben. Immerhin mach ich mich ja genauso verletzlich durch meine bedingungslose Ehrlichkeit.&lt;br /&gt;Aber diese Voraussetzung, dass wir beide einander gleichberechtigt gegenüber stehen, ist für mich genauso eine Bedingung wie das Thema Ehrlichkeit und Vertrauen.&lt;br /&gt;Ich würde auch niemals mit jemandem, der mir was bedeutet, respektlos streiten. Klar fallen auch mal deftige Worte wenn ich mich z.B. mit C. in die Haare bekomme. Oder A. Beides sehr temperamentvolle Wesen ihrer Zunft. Aber am Ende bleib ich immer bei der Sache. Angriffe auf Menschen die ich liebe sind für mich tabu.&lt;br /&gt;Und da ich weiß, wie ungemein verletzend, brutal, emotionslos und geringschätzig ich debattieren kann, trenne ich diese Menschen, die mir was bedeuten, auch sehr bewusst, vom Rest meiner Umwelt. Und glaub mir: ich habe schon oft davor gestanden auf die Fresse zu bekommen hätten S. oder C. nicht daneben gestanden und meine Zunge in Zaum gehalten. Denn das erste was bei mir flöten geht, wenn ich diskutiere ist die Sachlichkeit. Und ich trete nach. Wie kein zweiter. Ich dreh sogar noch das Messer in der mit Salz bestreuten Wunde rum. Einfach weil ich das genieße, wenn auch nur still und heimlich.&lt;br /&gt;Und eben damit ihnen (den Menschen die mir was bedeuten) das nicht passiert, trete ich diesen Menschen auch ganz anders gegenüber. Menschen die mir was bedeuten, erleben mich auch ganz anders, als z.B. unser „Freundeskreis“ am Campus das hier tut. Eben auch einfach aus dem Grund, weil da Vertrauen vorhanden ist und ich diese Menschen als Kleinod betrachte, an und auf die ich nichts kommen lasse. So schließt sich der Kreis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was sind die Voraussetzungen für  mich um eine Beziehung einzugehen?&lt;br /&gt;Nun, zuerst einmal muss der potentielle Partner mich aus meinem Elfenbeinturm locken können. Ist er (oder die Umstände) interessant genug um das zu schaffen, hat er es schon mal in mein Buch der coolen Leute geschafft. Den meisten Menschen begegne ich entweder feindselig, ablehnend oder desinteressiert. Denn ein Mensch allein ist meistens doch sehr langweilig. Die meisten sind in ihrer Vorgehensweise ungemein berechenbar und halten wenig Überraschendes parat.&lt;br /&gt;Erst in der Gruppe wird der Mensch als solcher ein begehrtes Objekt für Überlegungen meinerseits. Schafft er es aber als Individuum in meinem Kopf zu verharren verdient er sich schon mal etwas, was die wenigstens von mir bekommen: Respekt. Darauf lässt sich aufbauen.&lt;br /&gt;Hat sich der andere also erst einmal (vielleicht auch unbeabsichtigt) meine Aufmerksamkeit verdient ist alles andere eine Frage der Gegebenheiten. &lt;br /&gt;Vertrauen. &lt;br /&gt;Ehrlichkeit. &lt;br /&gt;Das sind die anderen beiden, bereits angesprochenen Maximen, die es gilt nun auszuloten. &lt;br /&gt;Wie erringt man Vertrauen? Das ist immer schwierig. Um bei meinen drei Musterexemplaren zu bleiben:&lt;br /&gt;Bei S. war es einfach. Wir haben schon in dieselben Windeln gekackt (sollte man nicht zu wörtlich nehmen). Wir sind aufgewachsen wie Brüder. Uns verbindet einfach dieses unsichtbare Band. Wir haben eigentlich kaum Gemeinsamkeiten. Er ist politisch eher Rechts (kein Nazi), ich bin Anarchist. Er will immer mit dem Kopf durch die Wand, ich bin das hinterfotzige Element in unserer Beziehung. Er ist bodenständig, ich bin Träumer. Ich bin Realist, er ist Visionär. Man sollte meinen, dass sich die letzten beiden Sätze ausschließen, tun sie aber nicht. Glaub mir einfach.&lt;br /&gt;Außer unseren Erlebnissen, die wir gemeinsam teilen, sind wir einfach total gegensätzlich. Uns vereint nur eine Sache: die Hingabe für unsere Freundschaft und die Liebe zum anderen. Bin ich mit ihm unterwegs fühl ich mich sicher. Unangreifbar. Die Welt liegt uns zu Füßen. Wir sind Giganten. &lt;br /&gt;Wenn ich die Welt zum kotzen finde, dann ist er meine erste Anlaufstelle. Nicht weil ich seinen Rat will, sondern weil ich sie mit ihm gemeinsam in Brand stecken will. Und dann tun wir das. Wir hauen auf die Kacke und schlagen uns die Nacht um die Ohren. Wir beide, vollkommen ungleich, sind uns dann näher als jeder andere Mensch in dieser Nacht.&lt;br /&gt;Und am nächsten Tag sitzen wir uns müde und kaputt gegenüber und wir wissen, dass wir füreinander bestimmt sind und dass auf den anderen Verlass ist. Komme was wolle. Und selbst wenn ich seinen Rat nicht hören will, erteilt er ihn mir trotzdem. Und ich beherzige ihn. Ich halte mich zwar nicht immer dran, aber ich beherzige ihn. Seine Worte sind für mich voller Weisheiten, die ich selbst nicht zu erkennen vermag.&lt;br /&gt;Aber ich schweife ab, merke ich gerade… Vertrauen zu S. war also schon in die Wiege gelegt. Darauf wollte ich eigentlich hinaus.&lt;br /&gt;Wie war es bei C.? Ein schleichender Prozess. Ich weiß noch, wie wir mal wieder stundenlang telefoniert hatten und irgendwann fiel von ihr der Spruch: „Ey, eigentlich sind wir wie so ein altes Ehepaar. Wir haben zwar keinen Sex (mehr) aber wir verstehen uns trotzdem voll gut.“&lt;br /&gt;Ich weiß noch recht genau wie es war, dass wir so zueinander fanden, wie wir es taten. Aber das würde jetzt auch wieder zu weit führen. Fakt ist einfach: ich war oft genug für sie da, wenn sie mich brauchte. Sie war für mich ein Quantensprung meiner sozialen Entwicklung (Gott, war ich ein verkorkster Kerl) und hat aus mir Größtenteils das gemacht, was ihr heute vor euch seht. Jetzt werdet ihr sie wohl nicht sonderlich mögen. Ich liebe sie dafür. Auf eine eigene Art und Weise.&lt;br /&gt;Und A.?&lt;br /&gt;„Ich erkenne die gleiche Traurigkeit in ihren Augen, wie in meinen. Für einen Moment bin ich woanders. Bin ich hoffend. Nicht mehr einsam. Erkenne, dass es auch anders geht“, um mal aus einer Kurzgeschichte zu zitieren die auf meiner Platte noch roh ihr Dasein fristet.&lt;br /&gt;Als ich sie damals kennen gelernt hatte, war ich gar nicht auf der Suche nach irgendeiner Art von tiefergehenden Beziehung. Ganz im Gegenteil. Doch dann. Mit einem Mal rückte mein ganzes Wesen, welches ich nach außen trage in den Hintergrund. Ich fand mich verloren in meinem tiefsten Inneren wieder. Auf einmal hab ich Seiten an mir entdeckt, die waren einfach krass. Diese neu entdeckte Offenheit an mir, ihr gegenüber, wo ich sie doch erst ein paar Stunden kannte. Adrenalin pur. Ich war kein neuer Mensch. Ich war nur der gute Mensch, der schon immer tief in mir drin steckte, verborgen vor dieser scheiß Welt die mir so verhasst ist und den ich deshalb zu schützen versuche. &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/vom-rosenmontag.html"&gt;A. hat meine Welt damals ins Chaos gestürzt&lt;/a&gt; und Veränderungen herbeigeführt die auf ewig nachwirken werden. Sie war und ist bedeutend. Ich hab damals gegen mich selbst revoltiert als ich sie kennenlernte und damit ein System von Unterdrückung gestürzt, was mir unglaubliche Freiheiten einbrachte.&lt;br /&gt;Mehr gibt es zu dieser Begegnung von meiner Seite nicht zu sagen. Außer eins noch. Damals bin ich in weniger als 24 Stunden vom &lt;a href="http://twitter.com/NauriEstel/status/1240350600"&gt;depressiven Clown&lt;/a&gt; zum &lt;a href="http://twitter.com/NauriEstel/status/1243591120"&gt;glücklichen Suizidalen&lt;/a&gt; geworden. Ihr Verdienst.&lt;br /&gt;Zu C. und A. habe ich eine Beziehung aufgebaut, weil ich wusste, es würde sich lohnen. Und es hat sich gelohnt. Keine einzige verfickte Sekunde mit den beiden, sei es eine gute oder eine schlechte, würde ich gegen irgendwas in der Welt eintauschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was gibt mir also eine Beziehung was ich nirgends sonst bekomme?&lt;br /&gt;Das Gefühl, dass ich geliebt werde (und ich bin nicht leicht zu lieben, denn ich bin kein guter Mensch). Das Gefühl, dass es sich um etwas Besonderes handelt. Um einen Moment der eben nicht so vergänglich ist, wie eine Träne im Regen, oder ein Sandkorn am Strand. Das es Bedeutung hat. Vertrauen und eine Berührung. Das ist am Ende alles was übrig bleibt, wenn wir mal nicht mehr sind. Das ist für mich alles was von Bedeutung ist. Diese paar perfekten Sekunden, die ich mir jeden Tag irgendwo erhoffe und die ich dann in einer beschissenen kalten Nacht auf einer Schaukel wiederfinde und die mich ein Leben lang begleiten werden und mir zwar unter Umständen das Herz zerfetzen, die ich jedoch jederzeit wieder erfahren würde, wenn der Preis dafür ein zerfetztes Herz ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ja, ich weiß, dass du eigentlich auf die eher eheähnlichen Beziehungen anspielst. Aber das ist mir egal. Denn ich unterscheide Menschen ohnehin nur in zwei Kategorien: die, die mir egal sind und die, die mir was bedeuten. Die, die mir egal sind, müssen sich jeden Tag einer ökonomischen Prüfung unterziehen lassen. Wenn sie wertlos werden, werden sie zur Not für ein Appel und ein Ei verkauft. A., C. und S. werden niemals wertlos werden, denn sie sind von unschätzbarem Wert für mich. Es gibt aber auch noch ein paar Sonderfälle, an die man gerne denkt. Da ist z.B die I. oder der Mensch J. aber auch meine erste Freundin N. All diese Menschen haben eins gemeinsam: ich denke oft an sie und weiß, dass ich sie nie vergessen werde. Denn mit allen teile ich irgendwie etwas, was für mich von Bedeutung ist und bleiben wird.&lt;br /&gt;Es gibt auch Menschen bei denen dachte man, es könnte vielleicht auf irgendwas bedeutendes hinauslaufen (z.B. eine Freundschaft), musste dann aber feststellen, dass das so nicht klappen wird. Diese Menschen vergess ich dann auch recht schnell wieder, denn es bleibt ja ohnehin nichts übrig, was irgendwie von Bedeutung wäre. Das erste was ich immer mache, wenn mir Menschen egal werden, ist ihre Sachen, die sie mir vielleicht mal geschenkt haben entweder irgendwo tief wegzupacken oder gar wegzuschmeißen (oder ich verkaufe ihr Eigentum sogar bei eBay – siehe meine letzte Ex-Freundin). Damit geht das „Abschied nehmen“ besonders schnell und man selbst belastet sich nicht zu sehr mit den Fragen nach dem „Was hätte sein können?“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich finde man sollte auch gar nicht so starr unterscheiden zwischen den ganzen Arten von Beziehungen. Jeder Art von Beziehung ergibt sich von ganz allein und am Ende findet man die für sich am besten passendste, solange man keinen Kompromiss eingeht und sich sagt: „Ja gut, Monogamie soll mir dann halt doch recht sein.“ (wenn man stattdessen lieber swingen will)&lt;br /&gt;Es gibt für mich derzeit nur einen Menschen mit dem ich mir wage eine Beziehung vorstellen könnte, weil ich weiß, dass ich mich selbst mit dem ein oder anderen Kompromiss darin noch wohler fühlen würde als im Moment.&lt;br /&gt;Insofern mach ich mir da auch keine Gedanken drüber… was für mich am Ende zählt, sind die Menschen mit denen ich irgendwas von Bedeutung teile. Alex wollte mir nicht glauben, dass im Grunde alles, was hier oben am Campus passiert, für mich vollkommen ohne jedwede Bedeutung ist. Er kann sich das nicht vorstellen, dass ich das ernst meine. Ich mein das aber todernst. Wenn ich in ein paar Jahrzehnten (falls ich so alt werde) an mein Studium zurück denke, dann werd ich mich mit Sicherheit an den ein oder anderen Moment erinnern (z.B. Michas Blick beim Mafia spielen…) aber alles andere: bedeutungslos in letzter Konsequenz.&lt;br /&gt;Du kannst dich vielleicht noch daran erinnern, dass wir uns mal über dieses Spiel unterhalten haben, bei dem sich einer fallen lässt und der andere muss ihn auffangen. Genau darum geht es im Leben und bei Beziehungen.&lt;br /&gt;Ich lasse mich in wager Hoffnung fallen und vertraue auf die Hände des Anderen, die mich auffangen werden. Denn sonst bleibt mir nichts. Denn für mich hat im Grunde nichts irgendeinen Sinn oder Wert. Selbst das was mir an gutem wiederfährt, tue ich als belanglos ab. Ich diffamiere es, nehme ihm jede Bedeutung. Denn ich habe die Gewissheit, dass einfach alles ohne letzte Konsequenz bleibt und somit vollkommen Bedeutungslos sein wird. Warum ich dann überhaupt noch leben will?&lt;br /&gt;Weil das Vertrauen was ich anderen schenke und eine Berührung der Seele durch einen anderen, das ist, was für mich unantastbar bleibt bei all der Herabsetzung die ich im Alltag begehe.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/was-am-ende-ubrig-bleibt.html"&gt;Das ist alles was am Ende bleibt für mich.&lt;/a&gt; Das ist das, für das ich Lebe.&lt;br /&gt;Das ist das, was mich glücklich macht.&lt;br /&gt;Das ist der Grund, warum ich Beziehungen zu anderen Menschen eingehe.&lt;br /&gt;Alles andere ist Bullshit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend noch was zu dem Wort Liebe: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;"Schon das Wort Liebe klingt ziemlich dünn." - C. Palahniuk&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Recht hat er, der Mann. Das Wort allein ist dünn. Wir sind es die ihm eine Bedeutung geben müssen. Genauso wie den Beziehungen die wir eingehen.&lt;br /&gt;Und warum sich am Ende vielleicht jeder irgendwie einen Partner wünscht, liegt für mich einfach daran, dass die Unerträglichkeit des Seins auf vier, statt auf zwei Schultern verteilt, erträglicher wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nein, ich gehe Beziehungen zu anderen Menschen mit Sicherheit nicht ein, weil alle anderen das auch tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit empfehl ich mich. Wir sehen uns in ein paar Stunden beim Ostereiersuchen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;greetZ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Vielleicht verstehst du jetzt noch besser, warum ich &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=UGSZn5ll5q4&amp;feature=related"&gt;dieses Lied&lt;/a&gt; so gern hab...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-3771306022234612632?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/3771306022234612632/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/04/re-uber-zwischenmenschliche-beziehungen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3771306022234612632'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3771306022234612632'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/04/re-uber-zwischenmenschliche-beziehungen.html' title='Re: Über zwischenmenschliche Beziehungen...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-4101799572757434580</id><published>2010-03-30T16:54:00.006+02:00</published><updated>2010-03-30T17:26:58.442+02:00</updated><title type='text'>Zwischen Hype und Höhepunkt...</title><content type='html'>Am Anfang dachte ich: "Cool, das 3D-Kino wird dem Kino als solches bestimmt gut tun." Denn so ein Film in 3D, den kann man sich nicht mal eben im Netz saugen um ihn so zu genießen wie im Kino. Heutzutage ist es ja schon keine Seltenheit mehr, dass man einen DVDRip im Netz findet, zu einem Film der erst seit ein paar Wochen läuft. Dann guckt man den daheim auf seinem 40" mit der Dolby-Surround Anlage und das Popcorn macht man auch selbst, weils besser schmeckt und günstiger ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Besuch im Kino ist an und für sich verzichtbar geworden. Den letzten Film den ich im Kino gucken war und bei dem ich auch wirklich begeistert war, war &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Dark_Knight"&gt;The Dark Knight&lt;/a&gt;. Natürlich hatte der Film auch seine Schwächen, aber er hat einfach Spaß gemacht. Nicht nur was die Action betraf, sondern auch vom Storytelling her. Man hat sich gut unterhalten und nicht ums Eintrtittsgeld betrogen gefühlt.&lt;br /&gt;Leider hab ich eben das übersehen, als ich den obigen Gedanken in meinem Kopf wiederfand. Denn 3D macht noch lange kein gutes Kino.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war jetzt &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Avatar_%E2%80%93_Aufbruch_nach_Pandora"&gt;Avatar&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alice_im_Wunderland_%282010%29"&gt;Alice&lt;/a&gt; gucken.&lt;br /&gt;Avatar war noch ganz passabel. Im zweiten Teil leider deutlich abgeschwächt und insgesamt war der Film einfach zu vorhersehbar. Spannung wollte viel zu selten aufkommen, aber immerhin war der Film stimmig und er wusste was er wollte: ein Actionfilm sein.&lt;br /&gt;Anders bei Alice. Der Film war lieblos an allen Ecken und Enden. Er wirkte vollkommen steril und das Wunderland hatte so gar nichts wundersames an sich. Wäre die Alice im Film durch Pandora gehüpft wäre ihr wohl das hohle Köpfchen vor lauter Trubel explodiert. Der einzige Charakter der überzeugt hatte, war die Cheshire Cat. Und das ist schon irgendwie enttäuschend bei einem Film der Schauspieler wie &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johnny_Depp"&gt;Johnny Depp&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Helena_Bonham_Carter"&gt;Helena Bonham Carter&lt;/a&gt; in seinen Reihen weiß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gut. Aber ich will ja eigentlich darauf hinaus, dass das 3D-Kino bisher nicht wirklich überzeugende Filme gebärt. Das ist sowas, woran Hollywood im Allgemeinen krankt. Seit Jahren schon werden die Filme nur noch lauter, aber nicht besser. Bestes Beispiel: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transformers_%28Film%29"&gt;Transformers&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transformers_%E2%80%93_Die_Rache"&gt;Transformers II&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;Natürlich war der erste Teil kein Meilenstein der Filmgeschichte. Er hat das Rad nicht neu erfunden oder ein neues Gerne gegründet. Aber er hat erstklassig unterhalten. Die Charaktere hatten eine Seele und waren fundamentaler Bestandteil des Films, sie durften sich entwickeln (wenn auch wenig überraschend), die Handlung war zwar auch vorhersehbar (am Ende wird alles gut), jedoch wurde zwischendurch genug Spannung aufgebaut, so dass man sich nicht die ganze Zeit fragen musste, ob man während dem Gang aufs Klo noch Chips kaufen geht, weil man eh nichts verpasst.&lt;br /&gt;Transfomers II war dann das totale Gegenteil. In Erwartung einer guten Fortsetzung wurde ich auf allen Ebenen enttäuscht. Die Hauptdarsteller huschen nur noch durch den Film um den nächsten Spezialeffekt anzukündigen, der alles bisher gesehene noch einmal in den Schatten stellt und einfach irgendwann so unglaubwürdig wirkt, dass man vollkommen jeden Bezug zur Realität verliert und das Gesehene einfach keinen Spaß mehr macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Effekte im bisherigen 3D-Kino waren jetzt auch nicht so überwältigend, dass ich sagen würde: "Oh, nächstes Mal auf jeden Fall wieder!" Wenn der Hype ums 3D-Kino abflaut, würde ich mir wieder ein paar Höhepunkte im Kino wünschen. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fluch_der_Karibik"&gt;Fluch der Karibik&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Hangover"&gt;The Hangover&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tropic_Thunder"&gt;Tropic Thunder&lt;/a&gt; zum Beispiel oder aber auch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matrix_%28Film%29"&gt;Matrix&lt;/a&gt; um mal ganz weit zurück zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht weiß der zweite Teil von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Iron_Man_%28Film%29"&gt;Iron Man&lt;/a&gt; ja zu überzeugen wie der Erste. Ich würde mich freuen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="500" height="325"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/siQgD9qOhRs&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/siQgD9qOhRs&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="325"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-4101799572757434580?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/4101799572757434580/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/03/zwischen-hype-und-hohepunkt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/4101799572757434580'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/4101799572757434580'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/03/zwischen-hype-und-hohepunkt.html' title='Zwischen Hype und Höhepunkt...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-7485459136416143328</id><published>2010-03-30T16:16:00.002+02:00</published><updated>2010-03-30T16:39:01.311+02:00</updated><title type='text'>Wenn 140 Zeichen nicht reichen...</title><content type='html'>Bezug nehmend auf &lt;a href="http://twitter.com/NauriEstel/status/11247714379"&gt;diese&lt;/a&gt; &lt;a href="http://twitter.com/Nareille/status/11265912970"&gt;kleine&lt;/a&gt; &lt;a href="http://twitter.com/NauriEstel/status/11272157583"&gt;Debatte&lt;/a&gt; &lt;a href="http://twitter.com/Nareille/status/11303238372"&gt;hier&lt;/a&gt; will ich mal etwas weiter ausholen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allem der letzte Satz des letzten Tweets irritiert doch sehr (ich schieb die Schuld für das schlecht gewählte Bsp. mal auf die Zeichenvorgabe), wenn man sich vor Augen führt, dass BILDonline nichts anderes als der Ableger des Käseblatts aus der "realen" Welt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Glaubwürdigkeit ist keine Frage, ob etwas digitalisiert widergegeben wird, oder gedruckt zwischen Papier steht. Es ist eine Frage der Quelle. BILDonline und BILD schenken sich nichts, sind aber vom Medium her unterschiedlich.&lt;br /&gt;sueddeutsche.de und die Sueddeutsche Zeitung sind, was den Wahrheitsgehalt ihrer Meldungen betrifft, wohl auf demselben Niveau und genießen einen guten Ruf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allem dieses Argument, dass man ja vor allem viel Schund im Netz findet, bzw. die Authentizität nicht gegeben ist, ist ein Argument das man so auch 1:1 auf die Welt außerhalb des Internets beziehen kann. Wikipedia stand z.B. von Anfang im Ruf, dass vor allem viel Blödsinn dort publiziert wird, aufgrund der Tatsache, dass ja jeder dort mitschreiben dürfe.&lt;br /&gt;Dabei ist das ja gerade der Vorteil der Wikipedia. Das Wissen liegt nicht mehr in den Händen weniger, sondern in den Händen vieler. Jeder darf sich einbringen und veröffentlichen was er für richtig hält. Anhand von Fakten lässt sich dann auch überprüfen, ob hier die Wahrheit gesprochen wird. Wo stehen diese Fakten? Im Netz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum auch nicht? Google hat vor ein paar Jahren damit begonnen Bücher einzuscannen und diese für jedermann verfügbar zu machen. Ein Traum! Es war noch nie so leicht an Wissen zu gelangen und sich gleichzeitig so dumm vorzukommen, weil man nicht das findet was man sucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das bei weitem nicht alles im Netz zu finden ist, mag stimmen, ist aber auch wieder auf die reale Welt übertragbar. Bücher sind schön, ich würde sie vermissen. Allein ihr Duft, wenn sie frisch gekauft, das erste mal gelesen werden hat was vollkommen eigenes. Und es ist um längen schöner mit einem Buch aus Papier im Bett zu liegen und dazu Tee oder Kakao zu trinken als auf seinem iPad rumzuscrollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichtsdestotrotz ist die Glaubwürdigkeit im Internet die Gleiche wie in jeder Bibliothek. Anhand der Fakten die geäußert werden lässt sich jedes Argument überprüfen.&lt;br /&gt;Das Einzige worin der (Sach-)Büchermarkt vielleicht noch im Vorteil ist, sind diese Nischenmärkte. Aber auch hier laufen Onlinecommunitys in Foren oder Netzwerken diesen den Rang ab. In fast jeder größeren Community findet man mindestens einen Menschen der einen zumindest auf die richtige Fährte bringen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wissen der Menschheit gehört ins Internet. Gänzlich. Die Frage, welche Rolle Google dabei spielt ist eine andere. Denn es ist nicht ungefährlich, dass Google unser Wissen quasi steuern kann. Siehe die Zensur in China.&lt;br /&gt;Aber das ist ja das schöne am Internet: es ist so lebhaft, dass es sich immer seine Bahnen schlägt, wenn man nur hartnäckig genug dabei bleibt. Das Internet ist größter Segen und größter Fluch zugleich. Die Frage ist nur, wie der Mensch der davor sitzt es nutzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass man nicht umhin kommt ab und zu noch in die Bibliothek zu laufen ist verständlich. Aber wie geil wäre es denn bitte, wenn wir unsere Hausarbeiten per eMail einsenden könnten und unsere Fußnoten als Link, den Professor direkt zur Quelle bringen würden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Hausarbeiten würde ich lieber so verfassen.&lt;br /&gt;Für alles andere gibts Bücher.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-7485459136416143328?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/7485459136416143328/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/03/wenn-140-zeichen-nicht-reichen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/7485459136416143328'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/7485459136416143328'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/03/wenn-140-zeichen-nicht-reichen.html' title='Wenn 140 Zeichen nicht reichen...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-4294859416185597179</id><published>2010-03-07T20:34:00.003+01:00</published><updated>2010-03-30T16:43:19.746+02:00</updated><title type='text'>Vom Poker spielen...</title><content type='html'>Poker spielen ist wie das richtige Leben. Die mit den größeren Eiern kommen weiter. Die Eier braucht man vor allem dann, wenn es darum geht die anderen Spieler am Tisch richtig zu lesen und zu wissen warum sie gerade das tun was sie tun.&lt;br /&gt;Am Besten schon bevor sie selbst wissen was sie da tun (werden).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine richtige Entscheidung (die entsprechende Hand zu spielen), kann einem die Tür öffnen alle anderen Spieler dann permanent aggresiv anzugehen. Übermütig werden darf man trotzdem nicht. Man muss immer auf der Hut bleiben nicht über den eigenen Stolz zu stolpern und muss sich auch mal von einer Hand lösen, selbst dann wenn es sich eigentlich nicht mehr rechnet und man die paar Peanuts die man noch hat, jetzt auch noch reinwerfen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich liebe dieses Spiel. Es kommt meinen Charakterstärken so ungemein zu Gute. Man darf, nein, man muss sogar lügen um sich in eine vorteilhafte Position zu bringen, man manipuliert andere zu seinem eigenen Vorteil und gelegentlich spielt man auch mal zwei Leute gegeneinander aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kühl und ohne Emotion spielt es sich am Besten. Trotzdem ist es einfach ein tolles Gefühl, wenn einem das Herz bis zum Hals klopft, so dass man fürchten muss, jeder am Tisch kann es hören. Und das nur, weil man gerade einen vollkommen waghalsigen Bluff geht und All-In ist. Und wenn man dann den Bluff gewonnen hat, darf man das noch nicht mal zeigen. Denn der gute Lügner zeichnet sich dadurch aus, dass er seine Lüge heimlich genießt.&lt;br /&gt;Alles was einem bleibt ist das entnervte Gesicht des Gegenübers, der sich mit der Frage quält was ich jetzt wirklich hatte und der dann sehen muss, wie ich ihn mit seinen Chips, die ich ihm abgenommen habe nach und nach aus dem Spiel werfe, weil ich viel zu hohe Einsätze von ihm verlange.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man hat mir mal gesagt ich würde Poker spielen, wie ich diskutiere. Bei Diskussionen mit anderen suche ich ihren Schwachpunkt, ihren Nerv und geb nicht eher Ruhe bis der andere entnervt aufgibt.&lt;br /&gt;Ich hab nicht immer Recht, aber ich weiß wie ich es auslege als hätte ich Recht. Vor allem gegenüber dem Publikum. Beim Pokern ist das ziemlich ähnlich. Ich hab selten die besseren Karten, jedoch hab ich diese "Alles oder nichts"-Einstellung, die meinen Gegnern gern mal zum Verhängnis wird. Ich werfe alles rein. Bei Diskussionen fahr ich die ganze Palette an noch so unsinnigen Argumenten und rhetorischen Winkelzügen auf. Alles vor dem Hintergrund, dass ich eh nix zu verlieren habe. Außer dieser Debatte.&lt;br /&gt;Und beim Pokern?&lt;br /&gt;Da verlier ich meinen Einsatz. Ist doch nur Geld. Ich werde es überleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber für den Augenblick, wenn der andere sich aufregt, weil er zu wissen glaubt, dass ich ihn anlüge, er es sich aber nicht leisten will, dass wirklich herauszufinden, dafür spiel ich dieses Spiel so gern.&lt;br /&gt;Genauso wie ich diese Augenblicke, wenn jemand daran verzweifelt kein Recht zu bekommen, weil ich es ihm nicht zugestehe, genieße und auskoste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn für mich spielt es ohnehin keine Rolle, ob ich im Recht bin oder gewinne. Die nächste Runde kommt bestimmt und dann geht das Spiel wieder von vorne los. Und in 9 von 10 Fällen zu gewinnen reicht ja auch...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-4294859416185597179?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/4294859416185597179/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/03/vom-poker-spielen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/4294859416185597179'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/4294859416185597179'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/03/vom-poker-spielen.html' title='Vom Poker spielen...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-7743683689272222865</id><published>2010-03-07T11:50:00.005+01:00</published><updated>2010-03-30T16:41:41.124+02:00</updated><title type='text'>Von der Heimkehr...</title><content type='html'>Bin jetzt seit einer Woche wieder in Trier und musste gerade feststellen, dass ich rund 3kg zugenommen habe. Das liegt weniger daran, dass ich hier esse wie ein Scheunendrescher. Vielmehr esse ich hier überhaupt mal. Zuhause schmeckt es eben immer noch am Besten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzten Wochen ging mir ja vor allem ein bereits angesprochenes &lt;a href="http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/vom-rosenmontag.html"&gt;Thema&lt;/a&gt; auf den Keks. In Birkenfeld bin ich mit zunehmender Dauer meines Aufenthalts immer Feindseliger gegenüber Alles und Jedem geworden. Denn nicht nur die Feststellung, dass da oben niemand ist, dem ich Vertrauen oder Nähe schenken möchte, sondern auch die Tatsache, dass mir mein Studium (mal wieder) tierisch auf den Sack ging, trieb mich in den Wahnsinn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wäre gern woanders. Kann aber nicht.&lt;br /&gt;Das geht mir jetzt seit einem Jahr so und es wird wohl noch mindestens 1,5 Jahre so gehen, wenn ich weiterhin bereit bin mich mit Selbsthass durch mein Studium zu quälen. In Ermangelung an Alternativen werde ich das wohl auch tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste Abend in Trier war eigentlich auch so wie ich es in Erinnerung hatte. Abends weggehen, Charakterstärken ausspielen und morgens um 9 Uhr oder so heimgestolpert kommen mit dem flauen Gefühl im Magen, dass so ein Auswärtstor doch irgendwie immer wieder fad schmeckt.&lt;br /&gt;Untergekommen bin ich derzeit bei meinem kleinen Bruder. Wir streiten noch darüber wer von uns &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Two_and_a_Half_Men"&gt;Alan und wer Charlie&lt;/a&gt; ist. Aber ansonsten haben wir 'ne Menge Spaß. Wenn wir uns denn mal sehen. Jedoch weiß ich jetzt wieder was ich u.a. an Trier so vermisst habe. Einfach das Gefühl, dass da jemand ist dem man blind vertrauen kann. Bei dem man nicht immer auf der Hut sein muss und dem man auch nicht mit dieser Feindseligkeit begegnen muss, den der Rest der Menschheit verdient hat.&lt;br /&gt;Meine kleine Schwester ist ebenfalls ein solcher Lichtblick. Einfach mal wieder einen ganzen Tag lang ihr dabei zuhören wie sie sich über Gott und die Welt aufregt und trotzdem lebenslustig durch selbiges geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann am Freitag hatte ich endlich die Begegnung mit der Person, die für meine überbordend schlechte Laune indirekt verantwortlich war - eben weil ich sie viel zu lange nicht mehr gesehen habe.&lt;br /&gt;Ich hatte meinen besten Tag seit rund 9 Monaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Momentan will ich hier eigentlich nicht mehr weg. Nie mehr. Aber ich werde müssen. Allein schon deshalb, weil ich meinem kleinen Bruder auch nicht die ganzen Semesterferien über die Wohnung belagern will. Wobei ich die Vermutung habe, dass er das mindestens genauso genießt wie ich. Aber man sollte die Geduld von Menschen die einem wichtig sind auch nicht unnötig strapazieren.&lt;br /&gt;Abgesehen davon fühlen sich die Aufenthalte in Trier, bei aller Gastfreundschaft, leider nur noch wie Besuche an. Ich hab hier kein eigenes Zimmer mehr, keine Privatsphäre und bin dazu gezwungen mir im Zweifelsfalle 24 Stunden lang auf die Finger gucken zu lassen. Und so gern ich die drei auch habe, so will ich hin und wieder auch mal meine Ruhe und für mich sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde von meinem Aufenthalt in der Heimat so viel mitnehmen wie möglich ist, meine Seele verkaufen, das (was von meinem) Herz (noch übrig ist) hier lassen und dann an den Studienort zurückkehren mit der Gewissheit, dass vollkommen egal was hier in Trier noch passiert, ich in Zukunft noch viel eher auf Birkenfeld verzichten kann also ohnehin schon.&lt;br /&gt;Wenn ich in 20 Jahren wohl auf meine Studienzeit zurückblicken werde, dann werd ich mich mit Sicherheit an die vielen lustigen Partys erinnern und auch die ein oder andere Bekanntschaft wird man vielleicht hin und wieder sprechen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... aber das ist am Ende sowas von Bedeutungslos wenn man an einem Freitag in Trier seinen Geburtstag nachgefeiert hat, mit einer Person die einem mehr bedeutet als der billige Weißwein aus dem TetraPak vermuten lässt (hier sei übrigens angemerkt, dass man von dem tunlichst die Finger lassen sollte, wenn er aus dem Lidl kommt. Schmeckt wie Wasser mit Alkohol gepanscht &gt;.&lt;).&lt;br /&gt;Immerhin wirkte er stilsicher zum Rest des Menüs und wir hatten bis spät in die Nacht ein wunderbares Wiedersehen, welches für mich einer der wenigen Höhepunkt darstellt, die mir was bedeuten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rest ist vergänglich wie Tränen im Regen. Was mir am Ende bleibt sind diese Momente die ich nur zugern in 30 Jahren nochmal Revue passieren lasse und dann mit einem wohltuenden Lächeln daran zurück denke.&lt;br /&gt;Und dafür danke ich meiner Schwester, meinem Bruder und meiner Hexe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-7743683689272222865?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/7743683689272222865/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/03/von.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/7743683689272222865'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/7743683689272222865'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/03/von.html' title='Von der Heimkehr...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-3261209019482357300</id><published>2010-02-28T16:59:00.003+01:00</published><updated>2010-02-28T22:25:57.668+01:00</updated><title type='text'>Was am Ende übrig bleibt...</title><content type='html'>"Eigentlich hat so vieles, viel zu wenig Bedeutung, keine letzte Konsequenz, sodass vieles vollkommen sinnlos erscheint. Was bleibt da noch am Ende?"&lt;br /&gt;"Es bleibt Vertrauen... und eine Berührung."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-3261209019482357300?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/3261209019482357300/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/was-am-ende-ubrig-bleibt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3261209019482357300'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/3261209019482357300'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/was-am-ende-ubrig-bleibt.html' title='Was am Ende übrig bleibt...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-7994147841298750358</id><published>2010-02-28T14:03:00.003+01:00</published><updated>2010-03-08T01:32:47.214+01:00</updated><title type='text'>Vom Unglück im Glück...</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; 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Er war vielleicht ein Narr. Ein Narr in einer Welt voller Narren und vieler Idioten. Aber einer von den vielen war er nicht. Kurz bevor er beschloss nüchtern zu werden, wenn auch nur für 40 Tage, da passierte dieser Unfall, der ihn nicht mehr nüchtern werden ließ.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die Freunde dieses Narren, die hatten schon oft behauptet der Alkohol würde ihn definieren. Er sah das anders. Er sagte immer: „Ich definiere den Alkohol. Nicht umgekehrt.“ Trotzdem waren seine Freunde überzeugt, sie hatten einen Alkoholiker zum Freund in ihrem Kreis. Sie fanden das nicht schlimm. Zumindest weitestgehend. Manchmal, da machten sie sich Sorgen, dass er vielleicht irgendwann mal zu viel trinken würde. Doch er sah das locker. Er sagte immer: „Ich habe kein Problem mit dem Alkohol. Ich trinke ihn nur gern.“&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Dann grinste er, und seine Freunde verbargen hinter ihrem Grinsen die Besorgnis so gut sie konnten. Doch er wusste, dass er sie nicht überzeugt bekam.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Egal wie viel er trank. Egal wie wenig er trank. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Egal was er sagte. Egal was er nicht sagte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Es war egal.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alkohol macht bekanntlich gleichgültig. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Also legte er keinen Wert auf ihr Gerede und ließ den Alkohol gewähren und so wurde er immer stärker darüber definiert. Schon lange definierte er nicht mehr die Geschichten um den Alkohol, sondern es war wie seine Freunde sagten. Der Alkohol definierte ihn.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Aber im Grunde definierten seine Freunde, seine Geschichten um den Alkohol. Er und der Alkohol, das vertrug sich. Besser als es die Gesellschaft erlaubte. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Denn schon wenn man klein ist und noch nicht über den Küchentisch gucken kann, versuchen einem die Eltern zu erklären, dass der Alkohol etwas Schlimmes sei. Man solle es nicht trinken. In den seltensten Fällen schmeckt es noch nicht einmal. Das erklären sie dir, bevor du anfängst dich für Mädchen zu interessieren. Das mit dem Alkohol ist wichtiger als das mit der Liebe.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Und dann, wenn sie dir das gesagt haben, das Kindermädchen im Voraus bezahlen, weil es vielleicht etwas später werden könnte und sie ins Kino oder Theater gehen um sich den Film oder das Stück anzuschauen, dann trinken sie ein bisschen Wein und Bier und vergessen was sie sagten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alkohol macht eben gleichgültig.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;In der Schule lernt man schnell, dass der Alkohol furchtbares mit einem anrichtet. Man zeigt Bilder von Menschen die an Alkoholismus „leiden“. Doch diese Menschen leiden nicht wegen dem Alkoholismus. Sie leiden wegen der Dinge die sie dort hin getrieben haben. Das erklären sie einem in der Schule nicht. In der Schule lügen sie darüber und sagen, der Alkohol sei daran schuld. In Wirklichkeit ist der Alkohol das letzte bisschen Glückseligkeit was diesen Menschen blieb. Der Alkohol war meist das letzte was ihnen blieb, selbst dann wenn er noch nicht einmal mehr glücklich machte. Und manchmal, wenn man ganz genau hinschaute, dann konnte man unter diesen gelben, verfilzten, buschigen Augenbrauen und den roten Augen, die nichts weißes in sich trugen, diesen Moment erblicken, der verriet: „Ich hab viel falsch gemacht. Aber das mit dem trinken, das war eine gute Entscheidung.“ Prinzipien sind wichtig.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alkohol macht eben doch nicht so gleichgültig.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Und dann, wenn du älter wirst und du beginnst, die Autoritäten um dich in Frage zu stellen oder einfach nur rebellisch sein willst, irgendwann dann, sitzt du mit deiner ersten Flasche Bier in der Hand im Kreise deiner Freund und alle sagen: „Prost!“&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Und wenn du dann, ein paar Jahre später, derjenige bist der nur in Boxershorts durch die Straßen rennt oder der die Treppe aus dem ersten Stock herunterfällt und der mit einer leichten Gehirnerschütterung allen anderen ein „Prost!“ zuwirft, während der Rest nur dankend ablehnt, dann bist du der Alkoholiker.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Dabei hast du gar nicht damit angefangen. Sondern sie. Aber ihnen ist das egal.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alkohol macht eben doch gleichgültig.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Und dann, wenn du all das hinter dir lässt: die Gleichgültigkeit deiner Eltern, die Lügen in der Schule und die Vorwürfe deiner Freunde, dann denkst du, du hast alles hinter dir. Jetzt kann es dir doch egal sein. Was soll jetzt noch kommen?!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Du machst den Führerschein. Dein Fahrlehrer ist so ein kleiner dicklicher Kerl, dessen Haare kurz und wenig auf dem Kopf vorhanden sind. Er hat dicke Augenringe und wenn er neben dir im Auto saß, während der Fahrstunden, dann konntest du seinen Atem rasseln hören, der unter seinem schweren Brustkorb aus den Lungen hervor gestoßen wurde.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Dieser Kerl, dessen nasale Stimme du vollkommen antiautoritär empfindest, dieser Kerl, der hat dem Narren, diesem Jungen, Bilder von Unfällen gezeigt. Er zeigte ihm Zeitungsberichte. Er zeigte ihm diese gestellten Videos die vollkommen realistisch wirken sollten. Doch dieser Junge, der wusste, dass betrunkene Menschen anders aussehen. Er sieht doch oft genug welche. Er weiß auch, dass betrunkene Menschen sich nicht so verhalten, wie sie es in diesen auf Echtheit getrimmten Videos darstellten. Dieser Junge, der wusste wie sich betrunkene Menschen verhalten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Er war die meiste Zeit ja selbst einer.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Und diese Berichte, diese Bilder und diese Videos, die sollten vor allem eines machen: Angst. Man sollte nicht alkoholisiert Auto fahren. Und obwohl sein Fahrlehrer überhaupt nichts an sich hatte was einen Lehrer ausmachte, dessen Worten man Folge leistete, so waren seine Erzählungen über Alkohol am Steuer wegweisender Natur. Zumindest für den Anfang.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Niemals trinken, wenn du fahren willst!“, merkte sich der kleine närrische Junge.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das lernte man gleich nach der Sache mit dem Respekt im Straßenverkehr. Beim Fahren mit dem Auto war die Sache mit den Mädchen, die Sache mit der Liebe, dem Respekt, wichtiger als das mit dem Alkohol.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Zumindest im ersten Moment. Denn dein Fahrlehrer, der konnte sich auch mal über andere Verkehrsteilnehmer aufregen und für dich auf die Hupe drücken. Soviel zu der Sache mit der Liebe, der Sache mit dem Respekt. Aber das mit dem Alkohol, das war wichtig.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nie hatte er ein Bier in der Hand wenn wir Auto fuhren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sich über andere Autofahrer aufregen und hupen, das tat er ständig. Niemals aber den Alkohol bejubeln, geschweige denn mit ihm gesehen werden.&lt;br /&gt;Er sagte uns sogar wir dürfen durchaus mal ein bisschen schneller fahren als erlaubt. Das wäre normal. Das würde sich geben. Der Alkohol blieb Teufelszeug. Aber schnell fahren, andere Autofahrer rechts überholen, die ein oder andere gelbe Ampel mitnehmen, das alles war legitim. Denn das würde sich legen. Wir würden eine kurze Sturm und Drang Phase haben. Uns austoben. Doch irgendwann würden wir die Lust daran verlieren. Spätestens wenn wir den ersten Kratzer im Lack hätten oder Punkte sammeln.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nur das mit dem Alkohol, das war verboten. Denn sowas legt sich nicht. Niemals.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Irgendwann hat man dann diese kleine Plastikkarte in der Hand. So groß wie eine Kreditkarte. Und genau wie eine Kreditkarte eröffnet dir diese Plastikkarte das Tor zur Welt. Dein Führerschein. Jetzt bist du nicht mehr auf deine Eltern angewiesen. Jetzt kannst du selbst beschließen, wann du wo hin willst. Solange du nicht trinkst und beim überfahren der roten Ampel nicht erwischt wirst.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Aber Alkohol macht eben doch gleichgültig.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Und dieser Narr, dieser Junge, der kein Idiot war, der tat was Idiotisches. Er trank wie immer. Doch nur dann wenn er fuhr, dann trank er nicht. Anfangs. Denn dann kamen diese Abende wo man ein oder zwei Bier getrunken hatte und man trotzdem noch Heim wollte. Das letzte Bier war ja auch schon Stunden her. Da konnte doch nichts passieren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Also raste man mit Tempo 160 über die dunkle Landstraße und war sich sicher, dass die ein oder zwei Bier schon zu nichts führen. Das taten sie auch nicht. Bis kurz vor diesem Tag, an dem er beschloss aufzuhören mit dem Alkohol.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Für 40 Tage.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Du willst es wie Jesus damals machen. Dich vom guten Geist in die trockene Wüste führen lassen und dort den Verlockungen des Teufels widerstehen. Dem teuflischen Alkohol. 40 Tage wollte dieser Narr versuchen nichts zu trinken. Nüchtern bleiben. Seine Freunde Lügen strafen, seinen Eltern zeigen, dass er Wasser trank, so wie sie es gepredigt haben, wenn sie den Wein schlürften und der Schule beweisen, dass sie Unrecht hatte. Er war nicht unglücklich wegen des Alkohols, sondern wegen des Lebens. Dass das Leben ohne den Alkohol, nüchtern, einfach weniger lustig ist.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Doch dann kam dieser Unfall.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wer schon einmal einen Unfall erlebt hat, der weiß wie sich so was anfühlt. Ich meine nicht diese Unfälle bei denen man sich die Finger am Ofen verbrennt oder sich das Schienbein stößt. Ich meine diese Unfälle von denen behauptet wird, dass an einem das Leben vorbei zieht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das Leben zieht nicht an einem vorbei. In dem Moment wo der Aufprall, diese Wucht, diese Gewalt egal welcher Art dich erfasst, dieser Moment ist ein Moment absoluter Stille. Vollkommen gleich wie laut es ist. Vollkommen egal wie laut du schreist. Wenn du kannst. Du hast keine Zeit zu hoffen, keine Zeit zu überlegen was passiert, keine Zeit um bewusst zu erleben. Alles was du hast ist dieser Moment der sich auf ewig in dein Hirn brennt, der nicht mehr von deiner Seele weg zu kriegen ist und den du auf ewig in deinem Herzen tragen wirst.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;So ist das mit Unfällen. Und manchmal auch mit Küssen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wenn man einen Unfall hatte, dann kann man sich an jedes Detail erinnern das unmittelbar vorher stattgefunden hat. Man kann es zwar nicht immer erklären, aber man hat die Bilder im Kopf und sie begleiten einen bis ans Ende deiner Tage. Selbst dann wenn du nicht mehr daran denkst. Es prägt dich. Unweigerlich. Selbst dann wenn du genau in diesem Moment nichts mitbekommst, diesen Tunnelblick hast an dessen Ende Gevatter Tod bereits auf dich wartet.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Doch wenn du zurück denkst, dann hast du diese schwach beleuchtete Straße vor dir. Du kannst das Lied noch mitsummen, das im Radio lief, hast noch die Stimme von deinem Beifahrer im Kopf, weißt noch wie deine Hände auf dem Steuer lagen, kannst dich an diesen gewaltigen Rumms erinnern als das Auto abhebt und die Karosserie bebt und du weißt jetzt bist du tot. Du hast den Gurt zwar umgelegt, doch du hattest dich nach vorn gebeugt um zu schauen ob du noch auf der richtigen Spur bist. Du kannst dich nicht mehr zurück lehnen. Der Gurt spannt zwar aber das Lenkrad wird dir entgegen gedrückt als die Motorhaube in der Häuserwand zu verschwinden scheint. Das Auto kommt schließlich krachend und scheppernd zum stehen. Deine Arme hast du dir gebrochen, beim Versuch dich mit aller Gewalt vom Lenkrad weg zudrücken, dass dir entgegen geeilt kam und deine Brust krachte auf das Lenkrad, die Lunge zieht sich zusammen und presst die Luft aus dir. Rippen brechen. Dein Herz scheint zu platzen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;In diesem Moment bist du der glücklichste Mensch der Welt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nicht weil du stirbst, sondern weil dein Körper dich darauf bringt. Du musst in diesem Moment glücklich sein, selbst wenn du es gar nicht willst. Deshalb erinnern wir uns an all die schlechten Dinge im Leben so gut. Dieser Hormoncocktail der sich über dir ergießt, lässt dich für einen kurzen Moment glücklich sein. Nicht lange. Es ist bedeutend gering. Immerhin kämpfst du im Idealfall gerade um dein Leben. Im schlimmsten Fall hast du keine Chance und stirbst mit diesem Hirnfick in den Adern, bei denen du nicht zum überlegen kommst ob du nun lachen oder weinen sollst. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das ist oft bei kleinen Kindern so. Sie tun sich weh, weinen bitterlich und wenige Sekunden darauf fangen sie an zu lachen. Oder anders herum.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Lachen und Weinen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Küsse und Unfälle.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das gehört irgendwie zusammen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Manchmal.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das Adrenalin ist wie ein wasserfester Marker auf einer weißen Tafel. Es zeichnet die Dinge auf, die wir in solchen Situationen erleben und die wir nicht mehr vergessen können. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Niemals wieder.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Niemals.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Genauso verhält es sich mit den guten Dingen. Auch hier kommt Adrenalin dazu. Dabei will man da gar nicht fliehen. Man will bleiben. Es ist als ob das Hirn einem den Spaß nicht gönnt. Es will dich zur Flucht animieren. Und während es dich mit der Ausschüttung von Adrenalin auf die Flucht vorbereitet pinselt es mit diesem ganzen Überschuss an Hormonen die weißen Tafeln voll, weil du dich nicht überzeugen lässt. Du bleibst und genießt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Du bleibst und willst sterben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Insofern sind Küsse und Unfälle fast dasselbe.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nur dass bei einem guten Kuss die Überlebenschancen höher stehen als bei einem Unfall mit Totalschaden. Außer bei einigen Ausnahmen, versteht sich. Bei einem Kuss ist jemand bei dir. Bei einem Unfall bist du ganz allein. Egal wer alles da ist. Aber ansonsten gleichen sich diese Dinge. Denn beides kontrollierst du nicht. Du fällst einfach und kannst nicht bestimmen wie tief und von wo. Der Kick ist quasi derselbe. Außer dass er bei einem Kuss schönere Langzeitfolgen haben kann.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Man erinnere sich nur an die Studien, die zu beweisen glauben, dass küssende Menschen länger leben. Wenn das kein Glück ist.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Und dieser Junge, dieser Narr, der tat das wovor man ihm versuchte Angst zu machen. Er nahm den Alkohol, er trank ihn und er setzte sich hinter das Steuer. Die Strecke kannte er, dachte er. Das Ziel war bekannt. Was sollte da schon schief gehen?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Er spielte mit dem Gas. So lange bis er das Bremsen unterließ. Denn wer bremst verliert. Dann kam diese eine Kurve. Schon tausend Mal genommen. Der Song der lief, war auch bekannt. Alles war wie immer. Eigentlich. Er drückt, anstatt auf die Bremse, auf das Gaspedal. Denkt die Kurve verträgt das schon. Das Auto macht das mit. Was soll schon passieren?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alkohol macht eben gleichgültig.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Und dann, wie bei vielen Unfällen, beugt er sich nach vorne er will sehen was er tut, den Aufprall vielleicht noch im letzten Moment vermeiden ehe es zu spät ist. Sein Hirn versucht wieder das Steuer zu übernehmen. Ihn zur Flucht zu animieren, ehe es zu spät ist und sein Herz vielleicht am Ende der Strecke nicht mehr ankommt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alles um ihn herum wird auf einmal ausgeblendet. Die Stimmen um ihn herum, die Musik fährt runter, er schließt die Augen, sein Herz rast jetzt so schnell und laut, dass es wohl jeder hören kann. Nur er nicht. Er konzentriert sich. Versucht sein Hirn auszuschalten. Dann springt er. Er fällt. Lippen berühren sich. Dicht an dicht gepresst, Körper und Mund lassen nicht mehr voneinander los und du fällst.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Fällst immer tiefer. Willst nicht mehr aufhören zu fallen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Und wenn du dann die Augen wieder aufmachst, nach Luft schnappst, zufrieden und glücklich bist, dann weißt du, dass dieser Aufprall einer dieser Totalschaden sein könnte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Du lebst und willst sterben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Denn ab jetzt wirst du süchtig danach.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;In diesem Moment, als der kleine närrische Junge Aufprall auf Aufprall folgen ließ, Kuss für Kuss gewann und verschenkte, in diesem Moment hätte er Tod umfallen können und wäre mit einem Lächeln gestorben, welches ein Bestatter für seine Beerdigung mit offenem Sarg, nicht besser hin gekriegt hätte. Leicht verdientes Geld. Deine Freunde und Verwandten werden denken du seist als glücklicher Mensch gestorben. Doch eigentlich bist du nur gestorben bevor du die Chance hattest wieder unglücklich zu sein. Was nicht lange gedauert hätte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Denn wenn du dann den letzten Kuss in dieser Nacht bekommen und verschenkt hast, dir das Mädchen noch einmal entgegen blickt und was in deine Richtung haucht, spürst du wieder wie dein Herz klopft und aus deiner Brust springen will.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wenn du den Unfall überlebst, dann siehst du das kaputte Auto. Fängst an zu begreifen. Wenn überhaupt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Es ist, als würde dich ein Bus überfahren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Es tut unter Umständen nur mehr weh. Also das mit dem Kuss.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Und dann, knapp Sechsundreißig Stunden später, als der kleine närrische Junge, sich von den ersten Momenten erholt hatte, da begann er Abstinent zu werden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nun trinkt er nicht mehr und er denkt er sei nüchtern. Dabei ist er immer noch vollkommen trunken.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wir sind immer betrunken, egal wie wenig wir trinken.&lt;br /&gt;Egal ob wir den Rausch durch Alkohol, einen Kuss oder einen Unfall oder sonst was erleben. Am Ende nimmt sich das, auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht, nicht viel. Wir sind für diesen einen Moment, mag er auch noch so kurz sein, absolut glücklich. Dem Paradies am Nächsten. Trotzdem hat der kleine närrische Junge gelernt ohne Alkohol auszukommen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Und ohne Unfälle.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sieben Tage hat er schon rum.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nicht an einem dieser Tage war er nüchtern.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das mit dem Küssen kann er nicht mehr lassen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Er hat nur aufgehört zu trinken. Der Kuss hat die Entscheidung leichter gemacht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Dieser Narr.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoNormal" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wäre er besser mal beim Alkohol geblieben und hätte auf diesen Unfall, diesen Kuss verzichtet, der ihm das Herz zerfetzt hat. Dann würde er heute vielleicht noch leben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-7994147841298750358?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/7994147841298750358/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/vom-ungluck-im-gluck.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/7994147841298750358'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/7994147841298750358'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/vom-ungluck-im-gluck.html' title='Vom Unglück im Glück...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-82097235380836962</id><published>2010-02-25T18:22:00.004+01:00</published><updated>2010-02-28T16:56:39.883+01:00</updated><title type='text'>Mehr ist nicht zu sagen... (2)</title><content type='html'>Hast Verrat geübt.&lt;br /&gt;Gab Chance zur Selbstfindung.&lt;br /&gt;Hab dank deswegen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-82097235380836962?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/82097235380836962/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/mehr-ist-nicht-zu-sagen-3.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/82097235380836962'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/82097235380836962'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/mehr-ist-nicht-zu-sagen-3.html' title='Mehr ist nicht zu sagen... (2)'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-557614964530274233</id><published>2010-02-23T09:18:00.003+01:00</published><updated>2010-02-24T01:10:46.763+01:00</updated><title type='text'>Vom Rosenmontag...</title><content type='html'>Heute vor einem Jahr war Rosenmontag. Ungefähr um diese Zeit bin ich aufgewacht. Ich wollte nicht aufstehen. Hatte keine Lust auf den Rosenmontagszug. Hatte keine Lust auf Karneval. Zum Glück hörte ich nicht auf mich.&lt;br /&gt;Heute will ich nicht einschlafen. Kann nicht einschlafen. Bin in Gedanken im letzten Jahr. Bin in der Eiseskälte, betrinke mich, bin pissen, finde Geld, hab Spaß, bin erfreut, lasse mich einladen, betrinke mich noch mehr, lasse mir endlich mal ein Kompliment gefallen, bin schaukeln, pralle auf, an einem anderen Menschen, verliere mich das erste Mal seit Ewigkeiten in einem Gespräch. Bin nah. Und fühle mich dennoch hinter einer dicken Glasscheibe nur als Betrachter.&lt;br /&gt;Ich weiß nicht warum ich das hier schreiben will. Ich weiß nicht was mir das bringt. Ich weiß nicht, ob das jemals irgendwer lesen wird. Ist mir auch egal.&lt;br /&gt;Heute vor einem Jahr, da bin ich in die Arme eines Menschen gefallen, dessen Namen ich nicht kannte. Dessen Namen keine Bedeutung für mich hatte. Dessen Name keine Rolle spielt. Doch der Mensch, der ist geblieben.&lt;br /&gt;Heute ist der Jahrestag meines größten Glücks.&lt;br /&gt;Heute ist der Jahrestag meines größten Unglücks.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeden verschissenen Tag, in den letzten Wochen, kreisen meine Gedanken nur um dieses eine Datum. Ich kann es nicht abschütteln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hexen tun mir gut, sagte mir man mal nach. Ich könnte einen kleinen Zauber vertragen. Und wenn es nur einer wäre um zu Vergessen. Um zu Vergessen was passiert ist.&lt;br /&gt;Damit das Unglück endlich endet.&lt;br /&gt;Und das Glück.&lt;br /&gt;Damit alles wieder beim Alten ist.&lt;br /&gt;Damit ich endlich wieder beruhigt einsam sein kann. Damit ich nicht erfahre, was ich verpasse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was bleibt ist nur ein weiterer Stein im Schuh. Der Größte von allen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-557614964530274233?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/557614964530274233/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/vom-rosenmontag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/557614964530274233'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/557614964530274233'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/vom-rosenmontag.html' title='Vom Rosenmontag...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-4425901151812864202</id><published>2010-02-12T08:24:00.001+01:00</published><updated>2010-02-25T04:20:01.045+01:00</updated><title type='text'>Mehr ist nicht zu sagen...</title><content type='html'>Bin kein guter Mensch.&lt;br /&gt;Küsst mir meine Tränen weg.&lt;br /&gt;Ich sage Danke.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-4425901151812864202?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/4425901151812864202/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/mehr-ist-nicht-zu-sagen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/4425901151812864202'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/4425901151812864202'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/mehr-ist-nicht-zu-sagen.html' title='Mehr ist nicht zu sagen...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-6028230685809970667</id><published>2010-02-08T15:25:00.001+01:00</published><updated>2010-02-08T15:25:42.398+01:00</updated><title type='text'>Vom Schmetterling...</title><content type='html'>Du bist wie ein Schmetterling. Manchmal wirkst du oberflächlich, in deinem flatterhaften Wesen. Doch oberflächlich ist einzig die Annahme, dass du jeden gleich behandelst. Letztlich treibt dich die Neugierde immer wieder von einem Ort zum anderen. Und doch: in den Feinheiten, den Details deines Wesens finden sich genug Nuancen, die eine jede deiner Zuneigungen, für die Orte, welche du besuchst, voneinander unterscheidet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wunderschön bist du anzuschauen, immer mit der Versuchung für andere verbunden deine Flügel zu streichen, dich zu fassen, dir so nah wie möglich zu sein, auf ewig nur an sich zu binden, dich fabelhaftes Wesen zu brechen.&lt;br /&gt;Doch das wäre dein Tod, unser Tod.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dich zu fesseln, mit Gewalt, egal welcher Art, wird also immer scheitern und das Ende für uns beide sein. Für dich, weil du die Fähigkeit verlierst, von Ort zu Ort zu wandeln, ich deine Neugierde töte, und für mich, weil ich dein zauberhaftes Wesen damit raube, welches deine Anziehungskraft auf mich ausübt, welche mich bereichert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch solange ich dir der liebste Ort bin, wirst du immer wieder freiwillig zurück kommen. So werde ich dich immer wieder ziehen lassen, in der Gewissheit, dass, wenn du wiederkehrst, dies das größte Geschenk ist, was du mir bereiten kannst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn meine Chance, die du mir bietest, liegt darin, dass ich mich strecke, besser werde. Freiwillig. Denn auch ich werde mein Wesen nicht verändern wollen, nur damit ich dir besser gefalle, meine Wurzeln ausreißen um dann zu Grunde zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stattdessen will ich dich als Ansporn verstehen, welcher mich dazu inspiriert neue und bessere Blüten zu tragen und um dir zugleich den wohligen Ort zu geben, damit du mich immer seltener verlässt und öfter wiederkehrst, ohne dass du darunter leidest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So verleihst du mir die Flügel, welche ich bei dir gern fassen wollte.&lt;br /&gt;So verleih ich dir das Gefühl nicht mehr ewig auf der Suche sein zu müssen.&lt;br /&gt;Mein Schmetterling, ich danke dir.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-6028230685809970667?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/6028230685809970667/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/vom-schmetterling.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/6028230685809970667'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/6028230685809970667'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/vom-schmetterling.html' title='Vom Schmetterling...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-8934126415924527244</id><published>2010-02-07T16:49:00.002+01:00</published><updated>2010-02-09T13:57:24.435+01:00</updated><title type='text'>Von der Pflanzenpflege...</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; 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Alles wird stets hinterfragt und gründlich einer Bestandsaufnahme unterzogen.&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Es ist irrsinnig zu glauben, dass Verhaltensnuancen zwischen Menschen stets dieselbe Spannung halten. Und genau da schlägt der Zweifel an.&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Er löscht alles aus was war und verkehrt es ins Gegenteil. Gutes wird schlecht, angenehmes wird unerträglich. Der Zweifel erstickt so die Pflanze einer jeden Freundschaft unter einem schattigen Dickicht von dunklen Gedanken und sät Zwietracht auf dem einst fruchtbaren Boden, in den die Pflanze ihre Wurzeln gräbt.&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Doch ich will dieses Talent nicht missen. Stattdessen dränge ich meine Umwelt lieber zu einem entschlossenen Umgang mit der Pflanze. Seid ehrlich und direkt. Ihr erspart es den giftigen Zweifel und euch den Unmut über meinen aufkommenden Trübsal über die verlorene Pflanze.&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Spendet also Licht. Seid ehrlich. Ich werde euch dankbar dafür sein.&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Unsere Pflanze auch. Denn sie wird prächtig erblühen.&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Setzt sie ruhig einmal frostigen Temperaturen aus. Das überlebt sie, wenn sie stark ist. Ist sie es nicht, dann lohnt ihr Erhalt ohnehin nicht. Ein reinigendes Gewitter, ein paar Tage Frost, all das birgt das Potential zur Heilung von verseuchtem Boden, den der giftige Zweifel hervorbringt und erst die Wurzeln tötet um schließlich im wuchernden Gestrüpp die Pflanze allein und lieblos verdorren zu lassen.&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Denn geht die Pflanze an diesem reinigenden Effekt zu Grunde, so war wenigstens das Bemühen um ihren Erhalt vorhanden.&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Eine gute Tat zum Ende, ist besser als ein Weg voller schlechter Taten, die zum Ende führen.&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-8934126415924527244?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/8934126415924527244/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/von-der-pflanzenpflege.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/8934126415924527244'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/8934126415924527244'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/von-der-pflanzenpflege.html' title='Von der Pflanzenpflege...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-2355534852977167458</id><published>2010-02-06T14:18:00.003+01:00</published><updated>2010-02-06T14:27:26.719+01:00</updated><title type='text'>Die Unmöglichkeit abzuschalten...</title><content type='html'>Manchmal würde ich gerne abschalten. So richtig. Einfach ohne jedweden Gedanken dasitzen, nichts tun, mich treiben lassen und nicht die Befürchtung haben irgendwas zu verpassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider gelingt mir das viel zu selten, wenn ich alleine bin. Ein erster Anfang wäre wohl getan, wenn ich hin und wieder auf Dinge verzichten würde die ich fast jeden Tag nutze. Denn je mehr man hat, um mit der Welt in Kontakt zu treten, desto größer ist das Gefühl was zu verpassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei interessiert es die Welt ohnehin nicht, ob ich ihr Beachtung schenke oder nicht. Sie dreht sich weiter. Selbst dann wenn ich die Augen schließe.&lt;br /&gt;Wenn ich beim Treiben durch die Weltgeschichte nicht immer so aufgeregt nach allem Ausschau halten würde, wäre ich wohl wesentlich weniger beladen mit unnötigem Ballast.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sich davon frei zu machen wäre ein erster Schritt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-2355534852977167458?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/2355534852977167458/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/die-unmoglichkeit-abzuschalten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/2355534852977167458'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/2355534852977167458'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/die-unmoglichkeit-abzuschalten.html' title='Die Unmöglichkeit abzuschalten...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-5302329650929760750</id><published>2010-02-04T14:48:00.002+01:00</published><updated>2010-02-04T15:25:03.132+01:00</updated><title type='text'>Manchmal würde ich gerne antworten...</title><content type='html'>... indem ich meinen nächsten Stuhlgang in das Zeitungspapier wickel in dem sich das Interview wiederfindet, welches mancher Politiker gibt.&lt;br /&gt;Aber das ist ja auch keine Lösung. Zumindest keine qualitative. Aber den Politiker dafür einfach auslachen reicht mir irgendwie auch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich regt seit Tagen &lt;a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,674606,00.html"&gt;ein Interview&lt;/a&gt; von Frau Schavan (CDU), unserer Bildungsministern, auf. Darin fallen so grandiose Sätze wie der hier:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Schavan: Warum reden Sie nie über die Zufriedenheit vieler Studierender und deren Initiativen pro Bologna-Prozess?&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie der Journalist direkt richtig nachhakt ist diese Aussage vollkommener Nonsens. Ich persönlich kennen keinen einzigen Studenten der Bachelor/Master toll findet. Nicht einen. Und ich bin selbst Student, kenne also ein paar. Sogar welche die das Studium ernst nehmen.&lt;br /&gt;Ich wüsste mal gern wo Frau Schavan diese fast schon vor Selbstzufriedenheit triefende Aussage hernimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber der Part, der mich am meisten ankotzt kommt ja erst noch:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;SPIEGEL ONLINE: Sie wollen ein neues Stipendiensystem, in dem leistungsstarke Studenten 300 Euro pro Monat bekommen - hälftig bezahlt von Staat und Wirtschaft. Warum erhöhen Sie mit dem Geld nicht das Bafög für alle, wie es die Grünen wollen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schavan: Das ist kein besonders kreativer Vorschlag. Zumal wir das Bafög im Herbst erhöhen werden und 2008 schon erhöht haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;SPIEGEL ONLINE: Aber mit dem Stipendiengeld könnten Sie es um bis zu zehn Prozent erhöhen. Das würde allen bedürftigen Studenten helfen, nicht nur einer Elite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schavan: Was bitte ist elitär an einem Stipendienprogramm, das auf Leistung setzt und nicht auf Einkommen der Eltern oder Herkunft? Es gibt kein gerechteres Kriterium.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;SPIEGEL ONLINE: Wie wollen Sie Leistung messen? Abiturnote, Zwischenprüfung, Einzelnoten an der Uni?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schavan: Nicht nur Noten oder IQ. Wie bei Stipendien der Studienstiftungen soll auch soziales Engagement zählen, kulturelle oder politische Arbeit. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Halten wir also mal fest: es zählen nicht nur die Noten sondern auch Engagement. Ich kenn jetzt schon genug Studenten die noch nicht mal die Zeit finden nebenbei arbeiten zu gehen um ihr Studium zu finanzieren, denn sonst würden ihre Noten absacken. Wie soll man da noch Zeit finden sich sozial zu engagieren? Mmmh... stimmt, wenn Papi mir das Geld sowieso gibt und mit Hilfe seines Steuerberates noch ein bisschen trickst, damit ich ja BAföG-berechtigt bleibe, dann find ich auch die Zeit neben dem Studium andere Dinge zu machen um ein Stipendium in Anspruch zu nehmen.&lt;br /&gt;Das stellt auch der Spiegel klar:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;SPIEGEL ONLINE: Bisher bekommen meist junge Menschen aus Akademikerhaushalten Stipendien - von denen ohnehin 83 Prozent studieren. Bei Arbeiterkindern sind es 23 Prozent. Der Verdacht liegt nah, dass Ihr Stipendiensystem in dem Bereich wenig bringt.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt die erstklassige Antwort von unserer netten Frau Schavan:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Schavan: Ganz falsch.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aha. Begründung? Null.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mal abgesehen davon: wer schreibt denn meistens gute Noten? Richtig: Kinder die eher selten in der Unterschicht anzutreffen sind. Und mit 'nem Hauptschulabschluss kommt man ja ohnehin nicht auf die Uni.&lt;br /&gt;Hier wird Eliteförderung ohne Ende betrieben während man eiskalt versucht die Leute für blöd zu verkaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.zeit.de/2008/02/C-Enttaeuschung?page=all"&gt;Hierzulande ist die Frage der sozialen Herkunft so entscheidend für die soziale Ankunft&lt;/a&gt;, dass man endlich mal auch in der Politik begriffen haben müsste, dass eine Bildungsreform schon in der Grundschule anfangen müsste oder, gar noch besser, man müsste den Begriff der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;sozialen Gerechtigkeit&lt;/span&gt; mal überdenken.&lt;br /&gt;Denn wer arm ist, der bleibt arm. Wer reich ist, der hat wenigstens die Möglichkeit arm zu sterben. Immerhin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich so tragisch-komische Witzfiguren wie Frau Schavan betrachte, dann denk ich mir immer, dass man die uns vorsetzt, damit das Volk lieber darüber lacht anstatt diese Leute mit Mistgabel und Fackel durch die Straßen zu jagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich ist spätestens seit diesem Interview klar, dass man gar nicht gewillt ist Menschen die gleichen Leistungsvoraussetzungen zu schaffen (was natürlich ohnehin illusorisch ist, aber wenigstens der Versuch es anstreben zu wollen sollte da sein) und stattdessen weiterhin die Schere zwischen Arm und Reich auseinandergehen lässt. Weil ist ja auch einfacher. Denn so Menschen wie der &lt;a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/5/0,3672,8013445,00.html"&gt;Herr Finck&lt;/a&gt; sind ja dafür da, den Clowns in der Manege von Berlin die Taschen vollzustopfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin froh, dass ich diese Regierung nicht gewählt habe. An die, die es getan haben: schämt euch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anhang: &lt;a href="http://library.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/05314.pdf"&gt;Konsequenzen aus IGLU 2006 und PISA III&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-5302329650929760750?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/5302329650929760750/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/manchmal-wurde-ich-gerne-antworten.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/5302329650929760750'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/5302329650929760750'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/manchmal-wurde-ich-gerne-antworten.html' title='Manchmal würde ich gerne antworten...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-8256405175659650596</id><published>2010-02-04T14:23:00.003+01:00</published><updated>2010-02-04T15:38:17.940+01:00</updated><title type='text'>Von falscher Nähe...</title><content type='html'>In unserem Zeitalter ist immer wieder die Rede vom digitalen Dorf. Das ist so zwar nicht ganz richtig, denn wenn man sich die Struktur des Netzes mal anschaut, dann wird man feststellen, dass es verzweigter ist, als manche Großstadt die mit irreführender Straßenführung aufwarten kann.&lt;br /&gt;Dennoch, der Begriff umschreibt wunderbar welches Gefühl uns das Internet vermittelt: Nähe. Nähe zu alles und jedem. Wenn wir etwas kaufen wollen, dann müssen wir im besten Falle nicht mehr das Haus verlassen. Wir bestellen es bei amazon.de oder eBay. Wir können unsere Tagesplanung mit Hilfe des Internets optimieren, weil wir überall Zugriff auf Öffnungszeiten haben und selbst der Routenplaner veranschaulicht wunderbar wie klein die Welt geworden ist dank Zoomfaktor.&lt;br /&gt;Das Schlimmste was das Internet hervorgebracht hat, ist aber, neben der Tatsache, dass wir das Haus nicht mehr verlassen müssen, der Faktor des Zwischenmenschlichen bahnt sich neue, teils komplizierte Wege. Da wo das Internet sonst vieles einfacher macht, macht es hier vieles auch komplizierter.&lt;br /&gt;Am Anfang stand die eMail, welche ermöglichte sich nicht auf die blöden Wartezeiten beim Briefe versenden zu Tode zu langweilen in Erwartung einer heiß begehrten Nachricht. Die ganzen Internetforen in denen sich Communitys zu den abstrusesten Themen bildeten, ermöglichten jedem Hans Wurst, der in der reelen Welt keinen Satz gerade aus sagen kann, diesen nun auch krumm und schief ins Internet zu stellen und anderen damit das Leben schwer zu machen.&lt;br /&gt;Dann gibt es da noch die sogenannten Chat-Rooms und Instant Messenger. Man kann in Windeseile mit jedem in Kontakt treten dessen Kontaktdaten man besitzt und der auch online ist.&lt;br /&gt;Aber was bringt das?&lt;br /&gt;In den meisten Fällen das Gefühl jetzt unbedingt was zu sagen. Denn man ist ja da. Der oder die andere auch. Also schreibt man was. Und dann herrscht peinliches schweigen.&lt;br /&gt;Oder man wird verfolgt von diesem unangenehmen Gefühl dem anderen jetzt was sagen zu müssen, während sein Icon in der Buddylist glänzt. Aber hat man sich überhaupt was zu sagen in dem Moment? Muss man sich in dem Moment überhaupt was sagen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es heißt immer Beziehungen scheitern vor allem daran, dass man zu wenig miteinander redet. Das ist richtig. Aber zu viel über belangloses zu reden lässt auch viele Beziehungen scheitern.&lt;br /&gt;Eine Freundin von mir, die derzeit den Versuch unternimmt sich ein bisschen von der digitalen Allmacht, die jeden Tag auf einen einbricht, zu distanzieren, hat mal zu mir gemeint, dass speziell das chatten schädlich ist für eine Beziehung.&lt;br /&gt;Ich finde damit hat sie vollkommen recht.&lt;br /&gt;Denn man schreibt sich dann unter Umständen das Textfenster voll bis dem anderen die Augen bluten und man selbst eigentlich schon auf der Tastatur eingeschlafen ist, aber beim nächsten Treffen mit frischer Luft zwischen beiden wird diese Luft auch nicht gerade in Schwung versetzt durch ein bisschen Kommunikation.&lt;br /&gt;Die meisten Menschen in meiner Kontaktliste sind im Schnitt mehr als 8 Stunden online. Ich eingeschlossen. Aber hat man deshalb 8 Stunden lang das Bedürfnis mit jedem reden zu wollen? Nein.&lt;br /&gt;Manchmal will man auch nicht mit demjenigen Reden mit dem man normalerweise immer redet. Wobei "wollen" hier das falsche Verb ist. Man will aber auch  mal Privatsphäre genießen ohne gleich "offline" bleiben zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich persönlich bin ein ICQ-Muffel. Der ein oder andere wird das anders sehen aufgrund der Größe seines Logfiles, jedoch ist das Fakt. Ich schreibe nicht gern in IM. Früher hab ich viel im IRC rumgehangen und da auch Seitenweise Müll hinterlassen und meinen Spaß gehabt.&lt;br /&gt;Aber ich bin eher ein Freund des persönlichen Gesprächs oder aber von Briefen/eMails (oder was dem Nahe kommt - zB ein Beitrag in einem Forum). Denn man hat im persönlichen Gespräch so viel mehr vom Anderen und außerdem kann man sich bei Briefen und dergleichen auch mal die Zeit nehmen einen Gedanken etwas weiter zu fassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele meiner Bekannten gehen mir zB auf den Sack in dem sie mich immer wieder anschreiben und einem ein Gespräch aufdrängen ohne dass es inhaltich irgendwas zu sagen gäbe. Kann man ein Gespräch nicht auch schon nach 3 Zeilen beendet haben, zufrieden damit sein und sich nicht bei dem Gedanken ertappen müssen, warum man sich jetzt nicht mehr weiter schreibt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Sachen nerven mich. Vielleicht werde ich dem ein oder anderen in Zukunft mal deutlicher machen müssen, dass ich jetzt keine Lust auf ein Gespräch mit ihm habe, dass uns beiden nix bringt. Denn in der Regel finde ich, dank dem Internet, dieser Großstadt die wie ein Dorf wirkt, irgendwo interessanteren Unterhaltungswert als bei eben jenem Gespräch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das IM steht ja gerade dafür, dass man direkte und schnörkellose Kommunikation betreiben kann. Für die richtig langen Gespräche sitzt man sich doch besser gegenüber. Oder schreibt sich Briefe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und unsere Eltern haben sich ja auch irgendwie kennen gelernt. Und da gabs noch nicht mal die SMS! Nur weil man sich also 24/7 erreichen könnte, muss man das nicht wahrnehmen. Find ich zumindest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre schön wenn das andere auch mal so sehen würden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-8256405175659650596?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/8256405175659650596/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/von-falscher-nahe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/8256405175659650596'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/8256405175659650596'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/02/von-falscher-nahe.html' title='Von falscher Nähe...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-5701797344059389012</id><published>2010-01-28T08:09:00.003+01:00</published><updated>2010-01-28T14:08:03.081+01:00</updated><title type='text'>Was der Amerikaner auch mal peinlich finden darf...</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;"Die Entscheidung des Einwanderungsrichters nennt Donnelly auf der Webseite seines Verbands "peinlich für Deutschland, weil jedes westliche Land grundlegene Menschenrechte, wie das Recht der Eltern, ihre eigenen Kinder zu erziehen und zu bilden, gewährleisten sollte"."&lt;/blockquote&gt;Ja, peinlich nennt er das, der gute Anwalt der &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/170/501426/text/"&gt;Familie Romeike&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peinlicher finde ich persönlich ja die Tatsache, dass man sich 1.) über Deutschland aufregt als sei es ein Unterdrückerregime welches der chinesischen Regierung in keinster Weise nachsteht und 2.) irgendwelchen religiösen Fanatikern auch noch dabei behilflich ist sie in ihrem dümmlichen Weltbild zu bestärken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was dann natürlich der Oberknaller ist und an Peinlichkeit nicht zu überbieten ist, ist die Einforderung des Menschenrechts auf Bildung, wenn man den eigenen Bürgern  seines Staates u.U. das wichtigste aller &lt;a href="http://de.wikisource.org/wiki/Allgemeine_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte"&gt;Menschenrecht&lt;/a&gt; vorenthält: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Todesstrafe_in_den_Vereinigten_Staaten"&gt;das Recht auf Leben&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber dass man der Familie Romeike diese Art der Unterstützung zukommen lässt, um ihre Religion ausleben zu können und ihre Kinder verdummen zu lassen (weniger wegen des Hausunterrichts, sondern vielmehr wegen der Weltanschauung der Eltern) wundert angesichts solcher Geschichten auch nicht: &lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25557/1.html"&gt;Wohin führt der Weg der christlichen Rechten in den USA?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die USA bekommen also unsere religiösen Spinner und wir dafür ihre &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,593835,00.html"&gt;Kriegsdienstverweigerer&lt;/a&gt;. Klingt eigentlich super. Nur sitzen die Amis ja leider auf einem gewaltigen Militärapparat. Und da hat noch irgendwer Angst vor islamischen Fanatikern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-5701797344059389012?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/5701797344059389012/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/01/was-der-amerikaner-auch-mal-peinlich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/5701797344059389012'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/5701797344059389012'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/01/was-der-amerikaner-auch-mal-peinlich.html' title='Was der Amerikaner auch mal peinlich finden darf...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7805858290356518248.post-8857216818526355780</id><published>2010-01-26T19:14:00.005+01:00</published><updated>2010-01-26T22:02:02.876+01:00</updated><title type='text'>Vom kleinen Mann im Hinterkopf...</title><content type='html'>Gestern war mal wieder so ein Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich rekonstruieren kann, was ich heute vor einem Jahr gemacht habe. Vermutlich hab ich im Bett gelegen und den ganzen Tag an die Decke gestarrt, welche als Manifestation für die Wand herhalten musste, vor der ich stand. Verlaufen in eine Sackgasse, in die ich mich selbst hinein manövriert hatte, lag ich letzten Winter ziemlich häufig einfach so da und bin fast im Trübsal ersoffen, in dem ich üblicherweise nur schwimme und aus dem sich mein Charakter speist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Phasen sind weniger geworden. Viel weniger. Ich kann mich eigentlich an keinen einzigen solchen Tag erinnern, seit dem Februar letzten Jahres.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich aber dennoch immer wieder habe und wogegen ich mich auch nicht zur Wehr setzen kann ist dieser unerbittliche kleine Mann in meinem Hinterkopf, der immer wieder versucht mir das Leben schwer zu machen indem er alles madig redet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin am Sonntag schon mit dieser schlechten Laune zu Bett gegangen, weil ich den Tag intensiv damit verbracht hatte mich mit Sachen aufzuhalten die mich weder interessieren, die mir auch in keinster Weise sinnvoll erscheinen und die ich vermutlich nie in meinem Leben brauchen werde. Kurzum: ich hab für Klausuren gelernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sind genau die Momente auf die der kleine Kerl dann wartet, nur um zuschlagen zu können. Er packt dann seinen Hammer aus und haut mit allem was er hat drauf. Vor allem auf meine guten Stimmungsfelder, die so spärlich gesät sind und selten schöne oder große Blüten hervor bringen, eben weil er da viel zu oft drauf haut und ich selten ein Mittel finde ihn davon abzuhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Montag hat sich das dann fortgesetzt, mit noch mehr Sachen, die noch sehr viel sinnloser sind. Der kleine Mann schöpft daraus die Kraft, die er braucht um mir immer wieder in die Fresse zu hauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich neige gern zur Schwarzmalerei und ziehe aus allem was mir so widerfährt meist nur das Negative heraus. Warum das so ist weiß ich nicht. In der Regel tut das meiner Grundstimmung auch keinen Abbruch. Weder platze ich vor Euphorie, noch ergehe ich mich in pausenlosem Genörgel (außer um zu provozieren). Alles in Allem komm ich ganz gut mit dieser mittelmäßigen Stimmung aus und kann mich auch an Kleinigkeiten erfreuen. Wobei mittelmäßig nun so klingt als würde mein Leben keine Highlights bereit halten. Das stimmt natürlich so auch nicht. Aber ich bin eben Realist und versuche daher nicht mich in Wunschdenken zu ergehen, nur um dann böse aufzuschlagen. Von daher scheue ich himmelhochjauchzende Stimmungsspitzen. Was aber auch nur funktioniert, wenn man entsprechende Unterstützung erfährt. Dazu aber vielleicht ein ander mal mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur wenn ich dann gelegentlich über eines der Schlaglöcher fahre, welches in der Nacht beharrlich versteckt auf der Straße wartet, dann erweck ich kurz den Eindruck aus der Bahn zu kippen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern zum Beispiel bin ich einfach nur ins Grübeln verfallen, warum ich mir so eine Scheiße überhaupt antun muss. Ich würde dann in einer ersten Reaktion am Liebsten einfach alles hinwerfen und aussteigen. Nur bietet sich leider keine passende Haltestelle und die Notbremse zu ziehen kommt teuer. Auf diesem rotzigen Gedanken baut dann der Nächste auf, welcher sich schon alsbald findet, weil der kleine Mann mit dem Hammer in der Hand bereitwillig alles da oben abklopft und an Scheiße zu Tage fördert was sich finden lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann bricht einfach alles an beschissenem Gedankengut über einen herein und man hat sowas von gar keinen Bock mehr. Einfach ein Meer von Nichtigkeiten, welches einen vom sicheren Festland fort zieht, auf welchem man sich eigentlich so gerne aufhält. Stattdessen blickt man aus der Ferne auf die Dinge, die einem eigentlich Spaß machen und die für wohlige Ablenkung sorgen, weil man viel zu sehr damit beschäftigt ist mit sich selbst gerade klar zu kommen. Die Kraft ans Festland zurück zu schwimmen fehlt dann im ersten Moment einfach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man steht schlichtweg neben sich und ist viel zu sehr damit beschäftigt die Hoheit über sein Gedankengut wieder zu erlangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute sitze ich dann wieder da und muss mich wieder mit demselben Mist herumschlagen, der mir schon gestern und vorgestern die Laune vermiest hat. Aber heute macht es mir schon wieder nichts aus, weil ich einfach mit dieser stoischen Gelassenheit davor sitze und mir denke "Fick dich doch!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Leben hält so viel Unnützes für einen bereit, da muss ich mich eigentlich nicht von so einem Piss wie Kosten- und Leistungsrechnung runterziehen lassen und unter Umständen auch noch anderen damit auf den Keks gehen. Das Schlimmste ist halt einfach nur, dass ich mich an manchen Kleinigkeiten dann aufhänge, schnell ins große Ganze übergehe und dann schließlich den Überblick verliere. Dann hat der kleine Mann mich genau da wo er mich will. Allein und verloren steh ich dann wieder vor dieser Sackgasse und meine Laune fällt und fällt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früher hat mich sowas wesentlich mehr Kraft gekostet. Denn ich ließ mich eigentlich nur pausenlos weich klopfen. Heute ist das anders. Dafür zermürb ich mich mittlerweile jeden Tag ein bisschen und versuch dieses Störfeuer, welches aus den entlegenen Winkeln meines Geistes auf mich niedergeht, zu ignorieren oder direkt im Keim zu ersticken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meist gelingt mir das. Gestern nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin froh, dass ich mittlerweile halbwegs auf sicherem Fundament stehe und der kleine Mann und ich uns zwar immer noch in einem täglichen Kleinkrieg gegenüberstehen, ich jedoch mehr und mehr das Gefühl habe siegreich aus dessen Schlachten hervor zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gewinnen kann ich trotzdem nicht. Denn ich muss wohl damit Leben, jeden Tag aufs Neue mich am Trübsal zu faszinieren aus dem er seine Kraft zieht. Nur auf so Tage wie gestern, diese Niederlagen in unserem Kleinkrieg, würde ich dabei gerne einfach verzichten können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ring frei für die nächste Runde.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7805858290356518248-8857216818526355780?l=zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/feeds/8857216818526355780/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/01/vom-kleinen-mann-im-hinterkopf.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/8857216818526355780'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7805858290356518248/posts/default/8857216818526355780'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zum-ueberleben-ausgesetzt.blogspot.com/2010/01/vom-kleinen-mann-im-hinterkopf.html' title='Vom kleinen Mann im Hinterkopf...'/><author><name>NauriEstel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15734480851263615888</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='29' src='http://3.bp.blogspot.com/_ItPYJP5dtMY/S_gF-hFqEFI/AAAAAAAAACM/p-o-_WKPo40/S220/sp-avatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
